Interview mit:Arno Plass [arnoanu]
GESUNDHEIT
 | Worauf haben Sie sich im gesundheitlichen Bereich spezialisiert? Woraus besteht Ihre Arbeit? Meine Arbeit ist darauf spezialisiert mithilfe eines Muskeltestverfahrens, das auf Stressreaktionen des Körpers basiert, emotional-energetische Blockaden hinter körperlichen aber auch lebensweltlichen Problematiken aufzuspüren und zu lösen.
Dabei werden über tiefe Entspannung Selbstheilungskräfte aktiviert, die körperliche Heilungsprozesse unterstützen bzw. durch einen Perspektivenwechsel die Möglichkeit zum Lösen von Problemen eröffnen. |
 | Ein Link, um mehr über Sie oder die Aktivitäten zu erfahren, die Sie ausüben? www.arnoplass.net - www.arnoplass.wordpress.com |
 | Welche Art von Kunden haben Sie? Warum kommen Sie zu Ihnen und was bieten Sie ihnen an? Meine Kunden könnten unterschiedlicher nicht sein, was sie alle gemeinsam haben ist, ihr Leben aktiv zu gestalten und in ihre eigenen Hände zu nehmen.
Meine Kunden kommen zu mir, weil sie mein Vertrauen schätzen und ich ihnen als Mensch entgegen trete. Das Resultat, tatsächlich im Leben weiter zu kommen, Lösungen zu finden etc., bestätigt sie desweiteren, meine Dienstleistung - die Integrative Kinesiologie - in Anspruch zu nehmen. |
 | Was ist Ihre Definition für Gesundheit und ein gesundes Leben? Gesundheit ist eine Balance, die ich zu grossen Teilen selbst in der Hand habe. Ein gesundes Leben zeichnet sich dadurch aus, einen individuellen Mittelweg zu finden, auf dem alles seinen Platz findet - alle Gefühle, bewusster Umgang mit dem Körper, gelebte Beziehungen und der Mut, Altes loszulassen, um Neuem begegnen zu können. |
 | Grundregeln, um 100 Jahre alt zu werden: Gute Ernährung, Zeit für sich selbst, Lebenspflege, den Moment erleben! |
 | Glücklich sein und Gesundheit - wieviel haben diese beiden Dinge gemeinsam und wieviel Mythus steckt in dieser Verbindung? Natürlich ist es leichter glücklich zu sein, wenn man bei Gesundheit ist, auch wenn man sieht, dass viele Menschen, denen es an nichts fehlt, sehr unglücklich sind. Ein Zusammenhang besteht nicht unbedingt, ich bin vielen todkranken Menschen begegnet, die glücklich waren, weil sie sich mit dem Leben und ihrem Tod versöhnt haben. |
 | Konventionelle Medizin und alternative Medizin: Welche ist real und welche ist Aberglauben? Ich denke, beides hat seine Berechtigung und in vielen Fällen sollte beides genützt werden. Genauso wie ich mit alternativer Medizin keinen gebrochenen Arm zusammenflicken kann, genauso muss ich bei Kopfweh nicht zu chemischen Keulen greifen (und vielleicht einen Blick auf meine Lebensumstände werfen).
Alternativer Medizin den Mantel des Aberglaubens umzuhängen finde ich mehr als unpassend. Diese Methoden richten sich nach anderen Menschenbildern als die Naturwissenschaft, die mit deren Parametern nicht (oder wenig überzeugend) gemessen werden können. |
 | Kann der Geist eine Krankheit auslösen oder heilen? Welche Fälle kennen Sie hierzu? Aus meinem Bereich kommend kann ich diese Antwort zur bestätigen. Ich kenne Allergiker, die sich über geistige Methoden von der Allergie befreien konnten, genauso wie körperliche Beschwerden (etwa starke Ischiasbeschwerden) nach einigen Sitzungen nicht mehr aufgetreten sind.
Mit schweren Krankheiten habe ich selbst keine Erfahrung, kenne aber aus dem Kollegenkreis einige, die damit auch Erfolge hatten. |
 | Vitamine und Nahrungsergänzungsstoffe - empfehlen Sie so etwas? Glauben Sie, Ihre Wirkung ist tatsächlich erwiesen? Manchmal empfehle ich ... die Kinesiologie setzt sich ja auch mit biochemischen Prozessen auseinander. Sich damit aber - weils gerade Trend ist - einzudecken halte ich für Unsinn. Auch hier geht es um einen guten Umgang. |
 | Jeden Tag kommt ein neues Produkt auf den Markt, um das Altern zu bremsen. Kaufen wir in Wirklichkeit nur "tröstende Mittel"? Ich habe zu diesem Thema eine komplett andere Sicht. Warum muss überhaupt etwas gegen das Altern getan werden. Ich denke, es geht um Gesundheit und nicht um die ewige Jugend. Hier ist ein gesellschaftlicher Prozess im Gange, der mir überhaupt nicht gefällt. |
 | Fettleibigkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen sind regelrechte Epidemien. Was sagt uns das über unser Lebenssystem? Was müssen wir auf sozialem Gebiet verändern? Unsere Gesellschaft ist auf Leistung getrimmt, anstatt auf Leben und Menschlichkeit. Unsere je individuelles System versucht sich zu diesem ständigen Stressfaktor zu äussern, dass etwas nicht stimmt.
Wenn ich viele junge Eltern beobachte, die schon im Kindergarten die Planung für die Zukunft ihres Kindes "in die Hand" nehmen, frage ich mich, wieviel darf dieser Mensch überhaupt leben und seinen/ihren eigenen Weg finden? |
 | Ihre Meinung über den Einsatz von Marihuana als therapeutisches Mittel für Krankheiten im Endstadium: Im Endstadium geht es darum, einen Menschen vom Leiden weitgehend zu befreien, wenn Morphium erlaubt ist, sollte es Marihuana auch sein. Ersteres ist für den Körper sicher schädlicher! |
 | Die Beziehung Patient-Arzt ist ein Teil des Behandlungserfolges. Wie muss sie aussehen? Es geht um Zeit und um das Gefühl, wahrgenommen zu werden. Ich möchte als Patient Fragen stellen dürfen, mit meinem Problem gehört werden und nicht nach Krankheit kategorisiert werden, denn auch wenn ich vielleicht die gleiche Krankheit wie der nächste Patient habe, bin ich doch ein anderer Mensch. |
 | Ist es zulässig, eine Behandlung bei einem Patienten, der keine Hoffnungen mehr hat, anzuwenden, weil man in der Medizin weiter forschen möchte? Sofern dieser Patient seine Zustimmung gibt, bin ich dafür, denn es können neue Erkenntnisse und Behandlungsmethoden gefunden werden. Wichtig ist, dass der Patient in diesem Stadium jederzeit seine Bedürfnisse äussern kann, auch wenn es das des Behandlungsabbruchs ist. |
 | Wie beeinflussen Glauben oder Aberglauben den Heilungsprozess eines Patienten? Mit Aberglauben habe ich keine Erfahrung! Der Glaube aber ist für Menschen sinnstiftend, dadurch können Menschen ihre Situation in einem anderen Licht sehen und eine positive Einstellung trotz ihrer schlimmen Situation gewinnen. Diese wiederum wirkt zurück auf den Heilungsprozess. |
 | Ist die beste Präventivmedizin zeigen zu leben? Zeigen zu leben würde bedeuten, ich wüsste es selbst ganz genau und hätte einen Regelkatalog, der unumstössliche Richtlinien enthält. Demnach wird es nicht funktionieren.
Ich mache aber die Erfahrung, dass unter Prävention (nicht nur im Medizinischen) zu verstehen sein kann, dem Menschen dabei zu helfen, sich selbst - und damit seine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse und Grenzen - kennen zu lernen. Zu spüren, was gut für einen ist, verhindert oft, ein ungesundes Leben zu führen. |
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