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Interview mit PropheT [aworldtocome] - BLOGGER
 
 
 
 
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Interview mit:

PropheT [aworldtocome] 


BLOGGER
Wie lautet die URL zu Ihrem Blog? Über welche Themen schreiben Sie?
http://www.a-world-to-come.blogspot.com/ Mein Blog trägt den Namen "A World To Come", die Welt, die da kommen wird. Der Name entstand aus der Überlegung, was denn zu meinem damaligen Nickname #1 PropheT passen würde und schwupp da war es. Die URL war noch frei, daher sah ich da auch keine Kollision mit bereits existenten Seiten. Den Namen des Blogs finde ich immer noch cool, meinen Nickname habe ich inzwischen geändert. Ich schreibe über verschiedene Themen, vor allem aber nationale wie internationale Politik, frei erfundene Geschichten, regelmäßig sind Rezensionen zu Musik und ab und an auch mal zu Filmen und Büchern dabei. Ab und an geht es dann auch mal um Technik, sowohl im akademischen als auch im Business-Sinne. Das einzige, über das ich nicht schreibe, sind wirklich persönliche Dinge und wenn doch kaschiere ich sie meistens mit einer der fiktiven Erzählungen, wo eine der Figuren Gedanken und Meinungen von mir kundtut - was nicht heißt, dass dies immer so ist. Was ich inzwischen vermeide ist, einfach nur Nachrichten wiederzukauen und einfach nur Sachverhalte aufzuschreiben, dafür sind die richtigen Nachrichtenformate da, ich kommentiere da eher subjektiv. Außerdem vermeide ich es, einfach nur Links mit kurzen Inhaltswiedergaben zu posten, dafür ist Twitter bei mir da.
Warum haben Sie Ihren Blog ins Leben gerufen? Wann haben Sie damit begonnen?
Der erste Post mit dem Titel "Es fängt an..." stammt vom 15. Juni 2006 - stattliche vier Jahre ist AWtC also schon alt! Damals las ich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit die Gamestar und landete irgendwann auf den Blogs der Redakteure. Ich fand das Konzept irgendwie cool und wollte sowas auch haben. Soweit auf oberflächlicher Ebene. Irgendwo im Hinterkopf hatte ich schon länger das Bedürfnis, irgendwie irgendwas zu schreiben und da bot sich dieses "Bloggen" das damals ja noch neu und aufregend und nicht als Journalismus anerkannt war an. Welcher Gedanke mich einmal recht hart traf war, dass ich es vielleicht auch als Kommunikationsplattform nutzen wollte, um Defizite im social life auszugleichen. Ich kam zu dem Ergebnis, dass dies nicht komplett zutrifft, aber irgendwie doch was dran ist.
Wie viele Besucher haben Sie am Tag? Welche Art von Kommentaren erhalten Sie von Ihren Besuchern?
Ich habe in diesem Monat einen Durchschnitt von knapp über 50 Besuchern pro Tag, was sich dadurch relativiert, dass viel davon meiner Einschätzung nach über Google Bilder bei mir landet und nicht wirklich etwas liest. Der erfolgreichste Monat bisher war, wenn ich mich recht entsinne, der Dezember 2008 mit einem Durchschnitt von 73 Besuchern pro Tag oder so, zwischenzeitlich war ich auch schon bei 23 Leuten pro Durchschnittstag angelangt - damals überlegte ich bereits, den Blog aufzugeben. Die Kommentare sind meist kurz und zustimmend, nur sehr sehr SEHR vereinzelt kommt es mal zu wirklichen Diskussionen, was ich absolut wünschenswert fände. Wenn ich über Musik schreibe steht in den Kommentaren eigentlich jedes Mal "kenn ich nicht" und/oder "gefällt mir nicht". Daran habe ich mich inzwischen gewöhnt und sehe es fast schon als eine Art Running Gag. Vielleicht ist mein Musikgeschmack, wie ich seit langem vermute, auch nur überdurchschnittlich gut.
Was hat Ihnen der Blog gebracht?
Ich muss wirklich sagen, dass es viel zu meinem Verständnis von HTML, CSS, PHP und Javascript beigetragen hat. Mein Blog bietet ein kreatives Ventil, um einfach mal drauflos zu schreiben und all die wirren Dinge in meinem Kopf irgendwie in lesbare Form zu bringen. Dass das mit der Kreativität aktuell so ein Problem ist, erwähnte ich bereits?
Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern oder zu einigen Ihrer Leser?
Nein, da geht über das Kommentieren von Artikeln nichts hinaus. Ich bin mit diesem Zustand aber auch ganz zufrieden - diese Blogger Meetings sind mir irgendwie suspekt.
Wie häufig posten Sie neue Beiträge? Ist es schwierig für Sie, regelmäßig zu posten?
Ganz am Anfang waren es mehrere Posts pro Tag, vollkommen planloses rumgetippe. Das hatte zur Folge, dass einige Beiträge so dermaßen schlecht waren, dass ich sie im Nachhinein wieder gelöscht habe. Aktuell bemühe ich mich, zwei Beiträge pro Woche zu schreiben, wenn ich gut bin mehr. Allerdings fällt mir seit Wochen, achwas, Monaten entsetzlich wenig ein, so dass es immer öfter auf nur einen Post pro Woche hinausläuft. Vielleicht liegt es dran, dass ich durch die Arbeit vereinnahmt bin und die Dinge, die dort passieren, nicht unbedingt weitererzählt werden dürfen. Ich hoffe irgendwie noch darauf, wieder einen kreativen Schub zu erhalten, aber im Moment freue ich mich schon, wenn ich die erwähnten zwei Beiträge pro Woche schaffe.
Bringt Ihnen Ihr Blog Einkünfte? Kann man vom Bloggen leben?
Nein und Nein, so einfach ist das. Ich arbeite über vierzig Stunden die Woche und kann selbst davon nicht leben, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit Bloggen möglich sein soll.
Wie machen Sie Ihren Blog bekannt?
Gar nicht? Ich bemühe mich durch entweder qualifizierte oder lustige Kommentare auf anderen Seiten quasi Mund-zu-Mund Propaganda zu betreiben. Ich verlinke auf meinem Twitter-Profil und meiner Last.FM Seite auf AWtC, aber ich bemühe mich, nicht zu viele zusammenhängende Profile zu haben wegen der Verfolgbarkeit und so. Erfahrungsgemäß hilft es am meisten, regelmäßig bei anderen Leuten zu kommentieren, dann in deren Blogroll zu landen und so ein paar Klicks zu bekommen.
Wie würden Sie Ihre Leser definieren? Haben Sie treue Leser?
Schwierig. Ich stelle mir immer vor, dass die Menschen, mit denen ich über das Internet kommuniziere, genau solche social outcasts sind wie ich - für einige wenige trifft dies glaube ich sogar zu, es lässt sich aber kein wirkliches Zielpublikum ausmachen. Erstaunt bin ich immer wieder, wenn die holde Damenwelt sich in meinen Kommentaren verewigt, wo die doch in der echten Welt so gar nichts von mir hält. Es gibt in der Tat einige wenige Leser, die regelmäßig wiederkommen und regelmäßig Kommentare hinterlassen, was ich auch sehr zu schätzen weiß. Ansonsten ist ab und an mal ein vereinzelter Kommentar von Leuten dabei, die mal einen Gelegenheits-Blick auf meine Seite geworfen haben.
Gibt es andere Blogs, die Sie täglich oder regelmäßig besuchen?
Täglich ziehe ich meine Runde durch die Blogs nicht mehr, aber es gibt eine ganze Reihe, die ich regelmäßig besuche, allen voran natürlich die, die ich auch auf meinem Blog verlinkte plus die, die zwar großartig sind, aber es nicht nötig haben, bei mir erwähnt zu werden. Wen es interessiert kann einen Blick auf meine "Blogroll" werfen, je weiter oben, desto eher besuche ich die Seite wohl.
Haben Sie schon mal Geschenke erhalten, weil Sie in Ihrem Blog über Produkte oder Dienstleistungen berichtet haben? Was halten Sie von den Bloggern, die dies tun?
Das ist bisher nicht passiert. Ich bin da irgendwie unschlüssig, wie ich das finden soll. Das Engelchen auf der Schulter sagt, das man sich damit zur Hure macht und jede Glaubwürdigkeit verliert und das bloß sein lassen sollte, das Teufelchen weiß, dass ich in bitterer Armut lebe und jedes Geschenk, das ich kriegen kann, annehmen sollte. Ich mache mir dann darüber Gedanken, wenn der Fall eintritt, aber damit ist eigentlich nicht zu rechnen.
Wie sehen Sie Ihren Blog in der Zukunft?
Eine schwierige Frage. Einerseits ist Bloggen out geworden und bei weitem nicht mehr so lebendig wie es mal war, andererseits möchte ich die Plattform weiterhin nutzen. Der größte an mir nagende Zweifel ist, ob ich noch genug Kreativität aufbringen kann, um mich nicht ständig im Kreis zu drehen und einen konstanten Fluss von Beiträgen zu schaffen, der im Moment ziemlich ins Stottern geraten ist. Mit welchem Gedanken ich bereits spielte war, auf eine andere Plattform zu wechseln und die neue Seite so aufzuziehen, dass ich auch damit leben kann, einen Post mal nur aus fünf Zeilen bestehen zu lassen, oder aus einem Video. Wirklich gut oder erfolgreich wird A World to Come nie werden, dafür mangelt es bei mir an diversen Qualitäten. Dennoch hoffe ich, die Seite noch so lange wie möglich würdevoll zu betreiben.
Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der einen Blog ins Leben rufen will?
Ich bin nicht sicher, ob ich dafür qualifiziert bin. Dennoch würde ich dem, der sich überlegt, so etwas zu starten, anraten, sich folgende Fragen zu stellen: - Wie abhängig bin ich beim Schreiben von dem, was mir im echten Leben passiert? - Habe ich Freude am Schreiben? - Wie dringlich ist es mir, Bestätigung für das zu erfahren, was ich tue? - Welche Priorisierung hat diese Seite für mich? - Will ich einen themenspezifischen Blog haben oder nehme ich mir alle Freiheiten? - Wie lange soll mich diese Seite begleiten? Grundlegend kann ich aber dazu anraten, sich mal einen Blog anzuschaffen. Man kann sich kreativ austoben, mal ein wenig mit Webdesign experimentieren und das ganze kostet nur Zeit, aber kein Geld.
 





© PropheT
Web-Adresse dieses Interviews:http://www.whohub.com/aworldtocome

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