Interview mit:Biographin Irene Wahle [biographiniw]
BERUF
 | Was ist Ihr Beruf? Was steht auf Ihrer Visitenkarte unter Ihrem Namen? Biographin |
 | Was haben Sie studiert und warum? In meinem ersten Leben: Ingenieurökonomie des Transportwesens, weil es damals zu meinem beruflichen Werdegang passte.
Kreatives Schreiben an der Hamburger Fernakademie, weil es mir weiteres Rüstzeug für meine lebenslange Profession, das Schreiben gegeben hat. Weil ich wissen wollte, wie andere Autoren auf Ideen kommen und sie ihre Texte umsetzen. |
 | Was erwartet man von Ihnen in Ihrer Arbeit? Wie setzen Sie diese Erwartungen um? Man erwartet von mir, dass ich Lebens- und Firmengeschichten konzipiere, schreibe und gestalte. Werke, die ob ihrer bildhaften Sprache und ihrer gestalterischen Ausdrucksmittel in Erinnerung bleiben und vielseitig einsetzbar sind. Ob als Präsent zum eigenen - oder zum Firmenjubiläum, als Geschenk für die Enkel, als PR Instrument oder als nachhaltige Informationsquelle.
Um diese Erwartungen umzusetzen, arbeite ich intensiv mit meinen Kunden - Privates oder Unternehmern - zusammen. Eine Biographie oder eine Firmenchronik ist Zeugnis eines Lebens oder eines Unternehmens und soll den Vorstellungen des Auftraggebers entsprechen. Aus diesem Grund werden anfänglich Fragen, Vorstellungen und Zielsetzungen geklärt.
Auf dieses Gespräch aufbauend wird ein Konzept und ein Kostenvoranschlag erarbeitet. Ist alles zur gegenseitigen Zufriedenheit geklärt, beginnen die Interviews.
In den Gesprächen erzählt der Biographierte oder der Unternehmer, während dessen ich zuhöre und nachfrage. Auf diese Weise beleuchten wir die Lebens- oder Firmengeschichte.
Weiterführende Informationsquellen bieten Archive und Bibliotheken, in denen nach Absprache recherchiert wird. Sind alle Informationen zusammen getragen, beginnt die kreative Textbearbeitung, das anschließende Korrekturlesen durch die Auftraggeber, sowie das abschließende Einarbeiten der Einfügungen und Ergänzungen.
Fotographien und Dokumente als höchste Form der Kommunikation runden das Werk ab. Damit eine Biographie oder eine Firmenchronik in Wort und Gestaltung zu einem Spiegel eines Unternehmens wird, arbeiten erfahrene Netzwerkpartner zusammen. Schauen Sie sich ein Beispiel an:
http://www.irene-wahle.de/reflexionen-referenzen.html#1 (...)
Außerdem erwartet man von mir, dass ich persönliche und kunstvolle Abschiedsgestaltungen kreiere und gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen zelebriere. Aufbauend auf die Lebensgeschichte eines Menschen entwickle ich gemeinsam mit den Angehörigen ein Gestaltungskonzept für die persönliche Abschiedsfeier. Tragende Pfeiler für das Abschiedsfest sind besondere Orte, die ob ihrer wohltuenden Athmosphäre, wie zum Beispiel: ein Schloß, eine Kirche, ein Steinkreis, ein Segelschiff, der Strand am Meer oder möglicherweise der einstige Kinderspielplatz. Machen Sie sich selbst ein Bild in meiner Galerie bereits zelebrierter Abschiedsfeiern.
http://www.irene-wahle.de/trauer-galerie.html
Oder schauen Sie sich das Video an, das erzählt wie persönliche Abschiedsfeiern entstehen und es dann einem Bespiel verdeutlicht.
http://www.irene-wahle.de/vid/prueter.html
Herzstück jedes Abschiedsfestes ist die biograhische Skizze, die vom Leben, vom Sterben und dem Tod eines Menschen erzählt; unvergessliche Augenblicke schildert und so Geist und Persönlichkeit eines Menschen hautnah spüren lässt.
Die biographische Skizze mit einem Trauertagebuch und einer Auswahl an Fotos oder Dokumenten sind besondere Erinnerungsstücke. Aus diesem Grunde biete ich sie in Buchform in der gewünschten Auflage und Gestaltung auf Nachfrage an. |
 | Ihre Links im Internet (Website, Blog, Social Networks, etc.) |
 | Sind Sie mit der Erziehung, die Sie erhalten haben, zufrieden? Meine Eltern und Großeltern haben mir Werte mit auf den Weg gegeben und mich gelehrt, dass Bildung ein unverlierbares Gut ist. Die POS - Polytechnische Oberschule - wie man bei uns sagte, sorgte für eine gute Allgemeinbildung und legte die Grundlagen für meine heutige Profession. In der Reflexion mit den nahsten Menschen, mit meiner Familie bin ich mir selbst nah gekommen. Insofern bin ich zufrieden mit dem, was ich auf den Weg bekommen habe. |
 | In welchen Bereichen möchten Sie Ihre Ausbildung gerne ausweiten? Habe gerade ein Studium abgeschlossen und meinen Bildungsbedarf in dieser Richtung erst einmal gesättigt. Jetzt ist die Zeit der Handlungen. Täglich dazu zu lernen gehört für mich zum beruflichen Dasein wie die Luft zum Atmen: Bücher lesen, schreiben, den Weg focusieren etc. |
 | Auf welchem Gebiet sind Sie gut? Wo müssen Sie sich noch verbessern? Schreiben, gestalten und mich empathisch in Menschen einfühlen. In all diesen Gebieten kann man sich stetig vervollkommnen. Das mache ich. |
 | Nehmen Sie an Seminaren oder Kursen teil, um sich in Ihrem Beruf fortzubilden, oder sind Sie Autodidakt? Manchmal nehme ich an Seminaren teil, lese viele Bücher zum Thema, habe studiert und bringe mir auch Dinge autodidaktisch bei. |
 | Wann war Ihnen bewusst, dass Ihre Tätigkeit ernst genommen wurde und Sie ein Profi auf Ihrem Gebiet werden konnten? Durch die nie versiegende Freude an meinem Tun, dass wie ein inneres Feuer in mir lodert und das oft berührende Feedback meiner Kunden. |
 | Welche Personen haben Sie im Laufe Ihrer Ausbildung bzw. Ihres Studiums nachhaltig beeinflusst? Bernd Wolff, mein einstiger Deutsch - und Kunstlehrer;
Michael Pohl, mein einstiger Chef in der agentur-galerie Rostock;
Dr. Andreas Mäckler, Chef des Biographiezentrums und viele andere ...
Danke dafür! |
 | Mit welcher Art von Menschen fühlen Sie sich wohl, um im Team arbeiten zu können? Meine Arbeit erfordert ein hohes Maß an Teamarbeit. Deshalb ist es mir wichtig Kooperationspartner zu haben, mit denen ich auf einer Wellenlänge schwimme. Auf die ich mich verlassen kann und mit denen ich vertrauensvoll zusammen arbeite. Das was ich mir wünsche, gebe ich und deshalb bin ich froh, mich von meinen idealen Netzwerkpartnern umgeben zu wissen. |
 | Welche Ziele haben Sie sich in Ihrem beruflichen Umfeld gesteckt? Im Bereich - Biographien, Firmenchroniken schreiben und Abschied zu gestalten - eine so gute Aufragslage zu haben, dass ich ein bis zwei Monate im Jahr im eigenen Auftrag schreibe. |
 | Welche Veröffentlichungen, die in Zusammenhang mit Ihrem Beruf stehen, lesen Sie regelmäßig? Unregelmäßig Fachzeitschriften wie die Federwelt; recherchiere viel im Internet; lese die Zeit; die Süddeutsche und IHK - Zeitschrift. Und oft Zeitungen, die mir mir mein Schicksal in den Weg wirft :) |
 | Welche Sprachen sprechen Sie? Wie haben Sie diese Sprachen gelernt? Deutsch. Durch die tiefe Liebe zu meiner Muttersprache dringe ich immer tiefer in sie ein und frage mich, ob man jemals den Urgrund erreichen kann.
Englisch. Sollte ich eigentlich als Homage an das Internet lernen. Aber leider fehlt mir nach wie vor ein Ziel, warum ich es lernen sollte. |
 | Haben Sie eine Website oder einen Blog? Wie haben Sie die Seite erstellt? Erfüllt die Seite den Zweck, für den sie ursprünglich gedacht war? Ja:
http://www.irene-wahle.de
Sie informiert über meine erklärungsbedürftigen Dienstleistungen und ist im Zeitalter der sozialen Netzwerke sozusagen der Urgrund, auf den ich immer wieder verweise. Als Türöffner eigent sie sich hervorragend.
Das ich dadurch eine Menge Werbungs- Papier einspare und vielen Bäumen das Leben rette, freut mich. |
 | Fällt es Ihnen leicht oder schwer, vor Publikum zu reden? Welche Erfahrungen haben Sie auf diesem Gebiet gesammelt? Es fällt mir leicht vor Menschen zu sprechen. Das bringt der Beruf mit sich. So wie Fräulein Smilla ein Gespür für Schnee hatte (Film und Roman von ?), habe ich ein Gespür für Menschen. |
 | Nehmen Sie an Cocktails, Präsentationen, Messen und Tagungen statt, die im Zusammenhang mit Ihrem Beruf stehen? Ja, so wie es sich ergibt. |
 | Haben Sie sich schon einmal auf den Social Networking-Portalen für Experten umgesehen? Wo haben Sie sich registriert? |
 | Was unterscheidet Sie von anderen Experten in Ihrem Sektor? Mein persönlicher Blickwinkel auf die Welt und die Summe meiner Erfahrungen als Ingenieurökonomin, Galeristin, ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin, Biographin und Abschiedsgestalterin. |
 | Wie verändert das Internet Ihre Arbeitsweise? Das Internet offenbart ungeahnte Möglichkeiten. Mit einem Klick kann man sich einem unbekannten Menschen vorstellen; die eigene Zielgruppe preiswert erreichen und über die eigene Dienstleistung informieren; Leute treffen, denen man sonst kaum begegnet wäre. Jemand sagte mal: "Das Internet ist die größte Entdeckung, seit Kolumbus Amerika entdeckt hat." Dem kann ich nur zustimmen. |
 | Praktizieren Sie Tele-Arbeit, auch Teleworking genannt? Nein. |
 | Glauben Sie, dass Ihre Hobbys dazu beitragen, Ihre professionellen Qualitäten zu steigern? Lesen ist Hobby und schult meine Schreiberseele. Ich liebe die bildenden und schönen Künste. Die daraus gewonnen Inspirationen finden ihren Niederschlag in meiner Arbeit. |
 | Helfen Ihnen Ihre Hobbys dabei, professionelles Networking zu betreiben? Ja, das kann man so sagen. |
 | Würden Sie auf einen Teil Ihres Gehaltes verzichten, wenn Sie im Gegenzug mehr Freizeit hätten? Da ich freiberuflich tätig bin, fließen Leben und Arbeit ineinander. |
 | Welcher Teil Ihrer Arbeit macht Ihnen am wenigsten Spass? Das ich das mal sage: Es macht alles Spaß. "Von einer Arbeit dient die andere zum erholen", sagte mal ein kluger Kopf. Die größte Herausforderung stellt allerdings das Verkaufen für mich dar. |
 | Abgesehen von Ihrem aktuellen Beruf - hätten Sie gerne noch etwas anderes gelernt? Nein. Ich tue jetzt genau das, wovon ich schon als Kind geträumt habe. |
 | Was ist das Wichtigste, das Sie in Ihrem Beruf mit der Erfahrung gelernt haben? Vielerlei. Meinem persönlichen Lebensweg zu folgen. Meine Profession, das Schreiben zu vervollkommnen. Das Gefühl mit meiner Arbeit etwas wichtiges zu tun. Erkenntnisse und Erfahrungen für Generationen zu bewahren; Menschen durch schwere Stunden ihres Lebens zu begleiten. Alle Menschen in ihrem Schicksal wertzuschätzen; den Dingen auf den Grund zu gehen; hinter den Horizont des Todes zu blicken; Angst in Selbst- Vertrauen zu verwandeln und die Kraft in mir selbst zu finden. |
 | Was wollten Sie werden, als Sie noch ein Kind waren? Zuerst Balletttänzerin und später Philosophin. |
 | Sind Sie der Meinung, dass Berufliches und Privates getrennt werden sollte, abgesehen von einigen Ausnahmen? Ja. |
 | Referenzen, Veröffentlichungen, Wettbewerbe, etc. |
 | Ihre Bibel? "Handbuch des Kriegers des Lichts" von Paolo Coehlo |
 | Wie reagieren Sie auf Kundenbeschwerden? Ich höre genau zu, um heraus zufinden, was ich von dem Kunden lernen und dadurch verbessern kann. Also erstmal annehmen, was jemand mir sagen möchte. Das hat sich meist als richtig und wichtig heraus gestellt. Beschwerden sind jedoch höchst selten. Meist bekomme ich Feedback, dass mich berührt. |
 | Ein Kollege möchte eine Gehaltserhöhung und bittet Sie um Rat, wie er dieses Thema mit seinem Chef angehen soll. Was raten Sie ihm? Einen Plan machen, Argumente und Selbstvertrauen ansammeln und auf in die Schlacht. |
 | Wie gehen Sie mit Stress um? Durch meine Berufung und den zurückgelegten Weg gibt es kaum noch etwas, was mich wirklich stressen kann. Wenn doch, dann suche ich die Kraft der Stille, um aufzutanken und mich der Herausforderung zu stellen. |
 | Welche sind die häufigsten Fehler, die Kunden begehen, wenn sie über Ihre Arbeit urteilen? Gerade las ich einen interessanten Satz von dem Erfolgstrainer Martin Betschart: "Betrachten Sie „Fehler“ (Ergebnisse, die Ihnen nicht gefallen) grundsätzlich als Ihre Freunde. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen. Wenn Sie jeweils daraus etwas lernen, sind es keine Fehler mehr, sondern Meilensteine zum Erfolg."
In diesem Sinne denke ich, der Kunde erzählt mir etwas über mich und meine Arbeit. Oder er erzählt etwas über sich. Wenn ich das annehme, und dem auf den Grund gehe, herausfinde ob es seine oder meine Geschichte ist, verändere ich mich und die Qualität meiner Dienstleistung zum Positiven und zum Nutzen meiner Kunden. |
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