Welchen professionellen Background haben Sie? Was haben Sie vorher gemacht?
Ich bin nach wie vor als Anwalt tätig, die letzten zehn Jahre hauptsächlich als Justitiar eines Softwareunternehmens, davor in Kanzleien mit Schwerpunkt Medienrecht. Meinungsäußerung und Meinungsbildung haben mich schon immer besonders interessiert. Bei vielen kontroversen Themen der letzten Zeit dachte ich mir, wie interessant es wäre, mehr über die Meinungen anderer zu erfahren. Und so kam mir die Idee für diese Webseite.
Haben Sie jemanden schon einmal als unschuldig verteidigt, obwohl Sie mit Sicherheit wussten, dass er schuldig ist?
Grundsätzlich Nein, wenn die Ermittlungen des Sachverhalts offensichtlich auf die Schuld des Menschen hindeuteten. Unklare Ermittlungsergebnisse führen grundsätzlich zu einer Unschuldsstartegie. Die Philosophie unserer Kanzlei ist, dass jedermann ein Recht auf ein faires Verfahren hat. Selbst wenn er "schuldig" ist.
Wie sieht Ihre Berufserfahrung im rechtlichen Bereich aus? Seit wann üben Sie Ihren Beruf aus?
Begonnen habe ich bei Big 5 Beratungsgesellschaft und wurde 2004 Geschäftsführer einer mittelständischen StB GmbH die ich 2007 gekauft habe und heute als Einzelfirma führe. Zschieschank & Kollegen bietet neben den klassischen steuerlichen Aufgaben eines Steuerbüros auch Dienstleistungen bei anfallenden Beratungsanlässe aus dem Erbschaftsteuerrecht und Erbrecht, Miet-, Arbeits- sowie gewerblichen Rechtsschutz an. Unsere Kanzlei spricht nunmehr neben Englisch auch Chinesisch und Italienisch.
Welche Strategie ist normalerweise effektiver? Die aggressive oder die freundschaftliche? Oder die, wo Sie eine vernünftige Absprache treffen?
Das kommt immer darauf an. Die proConcept AG hat sich ein Netzwerk aus etwa 30 Rechtsanwaltskanzleien aufgebaut, die sich auf die verschiedenen Rechtsgebiete spezialisiert haben. Die konkrete Strategie wird dann individuell mit dem jeweiligen Anwalt abgesprochen. Prinzipiell sind wir aber freundlich und versuchen mit unseren Gegnern einvernehmliche Lösungen im Sinne unserer Kunden zu erreichen, aber wenn nötig (z.B. weil sie uns nicht ernst nehmen), dann klagen wir, selbstverständlich.
Wie sieht Ihre Berufserfahrung im rechtlichen Bereich aus? Seit wann üben Sie Ihren Beruf aus?
Die proConcept AG ist seit etwa 4 Jahren als Prozessfinanzierer und Aufkäufer von Lebens- und Rentenversicherungen tätig und vertritt mittlerweile die Interessen von mehr als 60.000 Menschen. Wir setzen die Ansprüche der Verbraucher in Einzel- oder Sammelverfahren gemeinsam mit zahlreichen spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien durch.
Welche sind die objektivsten und zuverlässigsten Informationsquellen des Marktes, die Sie anwenden?
Unsere Anwälte oder Beiräte! Wir haben uns mittlerweile ein Kompetenznetzwerk aus zahlreichen Rechtsanwaltskanzleien und Universitätsprofessoren aufgebaut und sind damit stets gut beraten. Zusätzlich stehen wir mit einigen Tausend Finanzdienstleistern im regen Austausch.
Wie sieht Ihre Berufserfahrung im rechtlichen Bereich aus? Seit wann üben Sie Ihren Beruf aus?
Vor acht Jahren erhielt ich meine Zulassung als Rechtsanwalt, im Januar 2003. Die Kanzlei befand sich damals im Wohnzimmer, später in einem Architekturbüro.
Wie sieht Ihre Berufserfahrung im rechtlichen Bereich aus? Seit wann üben Sie Ihren Beruf aus?
Ich war relativ lange wissenschaftlich tätig, vom Ersten Staatsexamen über den Masterstudiengang bis zur Doktorarbeit.
Erst 2006 bin ich ins Referendariat eingestiegen und damit in die praktische Ausübung des Rechts. Meine Stationen verbrachte ich beim Jugendschöffengericht des AG Konstanz, dem LG Konstanz an einer Kammer für Zivilsachen, bei einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht, beim VG Sigmaringen und bei Freshfields Brüssel.
Von 2008-2011 habe ich in verschiedenen Großkanzleien in Brüssel im Bereich Wettbewerbsrecht gearbeitet. Wir haben hauptsächlich Mandanten betreut, denen das Bundeskartellamt eine Kartellbeteiligung vorwarf.
Seit September 2011 arbeite ich als Verwaltungsrätin für parlamentarische Studien beim Europäischen Parlament. Wir stellen dem EMPL Ausschuß des EP die notwendige Expertise zur Verfügung; entweder durch interne briefing papers oder indem wir Studien extern im öffentlichen Vergabeverfahren ausschreiben.
Praktizieren Sie Tele-Arbeit, auch Teleworking genannt?
Bei Anwälten in Großkanzleien ist es durchaus üblich, sich abends nochmals zuhause vor den Laptop zu setzen, wenn der Mandant noch ein "work-product" erwartet. Bei mir war das noch mehr so, da ich halbtags arbeite und somit nur bis zum frühen Nachmittag in der Kanzlei anwesend bin: viele Projekte können nicht bis zum nächsten Morgen warten, und da habe ich dann von zuhause weitergearbeitet, sobald meine Kinder mich ließen bzw. wenn sie abends im Bett waren.
Zum Glück sind die Anwaltstage nun vorüber und ich habe feste Arbeitszeiten, d.h. die Arbeit verfolgt mich nicht mehr bis in meine private Zeit abends hinein. Während mir manchmal die Flexibilität fehlt, die ich als Anwältin hatte, habe ich nun beim Europäischen Parlament eine andere Art von Flexibilität.
Teleworking an und für sich existiert hier, im Gegensatz zur Kommission, noch nicht, aber bald soll Flexitime eingeführt werden, und mit Kindern hat man ein Recht auf Teilzeitarbeit.
Fällt es Ihnen leicht oder schwer, vor Publikum zu reden? Welche Erfahrungen haben Sie auf diesem Gebiet gesammelt?
Öffentliches Sprechen fällt mir schon immer leicht. Ich war schon in der Schule die, die sich freiwillig für Präsentationen gemeldet hat. Mein erstes Referat habe ich in der dritten Woche Jurastudium erstes Semester gehalten, und so ging es weiter - ich habe drei Seminare statt einem besucht, und auch im Rahmen von Konferenzen (zu Einwanderungsrecht und Schulrecht) gesprochen.
Jüngst habe ich in meiner Kanzlei einen Vortrag vor meinen Kollegen gehalten, der mir eine gute Gelegenheit gegeben hat, die Interaktion von Powerpoint mit Rhetorik zu trainieren, und die nachfolgende Diskussion in der Hand zu behalten.
Wie sieht Ihre Berufserfahrung im rechtlichen Bereich aus? Seit wann üben Sie Ihren Beruf aus?
Ich bin seit 5 Jahren als Rechtsanwalt tätig, während meines Referendariats habe ich weitere 2 Jahre in meiner damaligen Kanzlei mitgearbeitet, bin also seit 7 Jahren im rechtlichen Bereich tätig und seit 2005 zugelassener Rechtsanwalt.
Wie sieht Ihre Berufserfahrung im rechtlichen Bereich aus? Seit wann üben Sie Ihren Beruf aus?
Ich bin seit über 12 Jahren als Anwältin tätig. Zunächst in einer großen Kanzlei in Schwaben, in der ich den Beruf von der Pike auf gelernt habe. Dann war ich in München in zwei anderweitigen Kanzleien tätig, die sich auf Arbeitsrecht, Mietrecht, Gesellschaftsrecht spezialisiert haben. Seit über vier Jahren Jahren bin ich selbstständig am Sendlinger Tor in München tätig.
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