An welchem Projekt arbeiten Sie momentan?
An drei Projekten. „Schachmatt“ wurde zwar schon dieses Jahr publiziert; jedoch bin ich das Buch am Überarbeiten, d. h. diese Erzählung war im ursprünglichen Zustand viel umfangreicher. Sie wurde von mir stark gekürzt. Ich bin dabei, mich der ursprünglichen Version zu nähern.
Zu einem Kinderbuch müssen die Illustrationen noch fertig gestellt werden. Mein neues Projekt ist ein Buch, das handelt von ... nein, das werde ich heute nicht verraten.
Wie haben Sie Ihren ersten bezahlten Auftrag erhalten? Was beinhaltete dieser Auftrag?
erster grafikauftrag: visitenkarte für schmuck-design
erster illustrationsauftrag/kinderbilder: geburtsbild mit sternzeichen
Wie haben Sie Ihren ersten bezahlten Auftrag erhalten? Was beinhaltete dieser Auftrag?
Mein erster Auftrag beinhaltete die Illustration eines Plakates für ein Kindermodelevels. Diesen Job bekam ich mehr als Zufall als das ich irgendwas aktiv dafür getan hätte über meine Website. Thats it.
Glauben Sie, dass Ihre Hobbys dazu beitragen, Ihre professionellen Qualitäten zu steigern?
Absolut. Ich habe schon ganz früh als kleiner Junge angefangen, Gedichte und kleine Geschichten zu schreiben, die ich sogar selbst mit Illustrationen versehen habe. Ich habe mir immer einen Blick für die Besonderheiten und Kleinigkeiten bewahrt auf die es in der Arbeit mit behinderten Menschen an kommt. Ich schreibe, lese (gerne Kinder und Bilderbücher), spiele Theater u. Puppentheater, male, mache Musik und bin gern in Museen unterwegs. Alles was ein Kultur und Freizeitpädagoge lieben sollte. Behinderte Menschen (und natürlich Kinder) sind das beste und wichtigste Publikum und das möchte ich auch nach aussen tragen. Behinderte Menschen sollten nicht am Rand unserer Gesellschaft stehen, sondern ihr Mittelpunkt sein.
Was würden Sie jemandem raten, der gerne zeichnet und träumt, davon leben zu können?
Illustratoren sind in der Regel Freiberufler. Das ist für sich gesehen schon mal eine Herausforderung an Selbstdisziplin und manchmal auch, an das eigene Durchhaltevermögen. Die Stichworte Steuer und Zahlungsmoral, stehen in einem ungünstigen Verhältnis zueinander.
Wenn er oder sie nicht außergewöhnlich begabt ist und extrem fleißig, würde ich davon abraten Illustrator zu werden. Besonders dann, wenn es ihr oder ihm definitiv um das "Zeichnen" im eigentlichen Sinn geht.
Mein unmaßgeblicher Eindruck ist, die wirklich guten Zeichner, arbeiten heute seltener in der Werbung. Man scheint sie eher beim Film und in der Game-Industrie zu finden. Dort arbeiten sie an Character Designs und Storyboards. Sicher gibt es auch ein paar sehr gute Comic-Zeichner und Kinderbuch-Illustratoren. Ob die von Ihrem Beruf leben können, kann ich nicht beurteilen. Vermutlich nicht alle.
Für reine Zeichner mit durchschnittlichen Fähigkeiten, sehe ich eher schwarz. Wenn man keinen besonders angesagten Stil ausprägen kann, sollte man zumindest technisch sehr versiert und universell einsetzbar sein. Die Anforderungen an einen Illustrator können fallweise, extrem hoch werden.
Die Art Illustration, die ich selbst mache, hängt nicht vordergründig von meinen zeichnerischen Fähigkeiten ab. Mein Erfolg hängt davon ab, ob ich das zu visualisierende Problem verstanden habe. Eine treffende Bildaussage muss entwickelt und vor dem geistigen Auge optisch formuliert werden. Dann geht es an die Umsetzung. Ich muss mein Handwerk beherrschen; sowohl technisch, als auch künstlerisch. Dabei hilft mir meine Erfahrung.
Visuell Träumen zu können, denke ich, ist für einen Illustrator eine Grundvoraussetzung. Bilder entstehen im Kopf. Nur wer das Bild (er)denken kann, wird ich es auch zeichnen, oder als Fotografie, Composing oder 3D-Szene umsetzen können.
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