Was würden Sie einem angehenden Künstler raten?
Ich glaube nicht das ich das jetzt könnte, ich sehe mich nicht als was besonderes aber ich glaub ich würd ihm auf die Schulter klopfen und sowas sagen wie...Sei einfach du, und benimm dich wie du bist dann läuft alles ;) Überhebliche Menschen, die sich was auf ihre Kunst einbilden. Haben vergessen sie selbst zu sein und vergessen das sie auch mal klein angefangen haben. Dann bin ich lieber ich und weiß die Leute Mögen mich weil ich, ich bin ;) und reduzieren mich nicht nur auf meine Bilder ;) Weil ich als Mensch überhaupt nicht gemocht werde.
Was ist Kunst?
Auf jedenfall Ansichtsache. Der eine finden das ein Klecks kunst ist. Der andere Bewundert die Mona Lisa. Wieder andere machen aus Drähten kunst. Jeder sieht es anders und das ist auch gut so. Bestimmt gibt es Menschen, die denken mine Bilder sind naja Schrott. ;) Jeder wie er möchte, Leben und leben lassen.
Können Sie sich in eine schlechte Idee verlieben, nur weil sie von Ihnen stammt? Wie vermeiden Sie so etwas?
Nein, das gibt es bei mir nicht. Die Ideen sind da, werden bearbeitet, verarbeitet, erweitert, manchmal jahrelang. Irgendwann einmal ist das Produkt fertig, und es ist nur dann fertig, wenn ich es gut finde. Ideen sind nach Platon überzeitliche Urbilder, und das Abbild dieser Urbilder ist der Begriff, der sich dialektisch entwickelt, dann das Kunstwerk in seiner Ausführung. Abbild des Kunstwerks ist das tägliche Leben oder sollte es wenigstens sein in der Theorie von Karl-Otto Apel: "Kunst diskutiert ein Leben, wie es ist, sein sollte oder sein könnte".
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Ich bin Malerin. Es gefällt mir das alltägliche Einerlei in Kunst zu verwandeln. Liebe, Trauer, Angst ... alles wird symbolisch in meinen Bildern festgehalten. Ich möchte etwas Schönes schaffen, das andere erfreuen, helfen und inspirieren kann. Ganz gleich wie negativ ein Gefühl auch ist, ich verwandle es in etwas Schönes. Das ist die Alchemie der Kunst!
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Ich bin Harry Stabno - Maler meiner neu entdeckten Spezifität der abstrakten, surrealen, kubistischen, geometrischen, symbolistischen Art!Nichts was ich darzustellen vermag basiert auf bereits bestehenden Objekten. Ich habe keine Vorbilder, jedoch faszinieren mich Maler mit großen Namen, ihrer erreichten Popularität wegen. Meine ganz eigene Kunstrichtung ist ein Mix oder eine Spezifikation von Kunst-Richtungen verschiedenster Art. Beispiel: Mein "Braver Hund"
oder "Angelique", oder "Aus die Maus" sind der Form nach kubistisch bis geometrisch, aber auch sehr symbolisch in der Aussagekraft!Die darin verborgenen Botschaften animieren zum Nachdenken genauso wie zum Entspannen...
Meine eigentliche Arbeit ist das Finden, Entwickeln und Umsetzen meiner Ideen und Eingebungen. Eigentlich versuche ich immer, Nichtfassbares in Fassbares in Form und Farbe auf die Leinwand zu bringen. Um es kurz und klar auszudrücken, - der Wert meiner Arbeiten steckt in den Ideen.
Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen?
Ich erschaffe etwas, ich forme und gestalte. Es ist in Bildern oder in Skulpturen.
Jede Form der Darstellung ist ein wenig Kunst, oder auch mehr Kunst?!
Was ist Kunst?
Genießt die Fotografie in den Museen für zeitgenössische Kunst die Anerkennung, die ihr zusteht?
Eines der größten Probleme des digitalen Zeitalters ist, dass eine große Vielzahl der Menschen, die fotografieren oder sich auch fotografieren lassen die Bilder nicht mehr entwickeln und damit der Sinn für die Kunst der Fotografie in der Gesellschaft verloren geht. Insofern, passen sich die meisten Museen dem Zeitgeist an, leider.
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Ich fotografiere Spiegeleier in der Bratpfanne und verarbeite sie am Computer zu Kunstbildern. Das mache ich unter dem Künstlernamen Cosia Immerscheen. Außerdem schreibe ich Texte, die sich aus dieser Arbeit ergeben. Ich interviewe zum Beispiel das Spiegelei so wie Sie mich jetzt...
Was versuchen Sie mit Ihrer künstlerischen Fotografie auszudrücken?
Eher weniger. Ich versuche mit meinen Bildern die Wünsche meiner Kunden zu erfüllen. Das ist ja auch eine Kunst, nicht? ;-)
Natürlich versuche ich mich auch zwischendurch künstlerisch auszudrücken. Diese Art der Fotografie hilft mir beim Finden des eigenen Stils, welcher wiederum in meine Kundenbilder einfliesst.
Wie lautet Ihre Botschaft?
Kunst muss nicht teuer sein- Mieten Sie einfach Ihre Wunschbilder
Reduzieren Technologie und digitale Bearbeitungsmöglichkeiten den Unterschied zwischen Profis und Hobby-Fotografen?
Ich glaube eine Trennung in Profis und Hobby-Fotografen aus Sicht der Bildqualität gibt es heute gar nicht mehr. Vermutlich hat es die aber ohnehin nie gegeben. Die Hobby-Fotografen, die wirklich hervorragende arbeiten geleistet haben, hatten früher lediglich nicht die Möglichkeit, ihre Bilder zu publizieren.
Der Wegfall der teuren und aufwendigen Dunkelkammer und bezahlbare leistungsfähige Computer haben zudem das Medium Fotografie für viele neue kreative Köpfe geöffnet. Das ist ein enormer Gewinn für Kunst und Kultur, aber auch eine enorm gewachsene Konkurrenz auf dem Markt der "Profis".
Was halten Sie von Graffiti in den Städten?
Kommt auf die Graffiti an. Talentierte Künstler, die wirklich etwas mit ihren Bildern ausdrücken können bzw. wollen und richtige Kunstwerke an die Wände zauber, finde ich bemerkeswert und jederzeit passend. Geschmiere, ohne jegliche Gedanken und Bedeutung, finde ich einfach nur unnötig.
Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum?
Ich bin mit Kreativität groß werden. Meine Mutter zeichnet für ihr Leben gerne und hat auch für meine Schwester und mich immer Bilder gemalt. Sie hat uns auch in unserer Kreativität immer unterstützt, vor allem, als es darum ging herauszufinden, womit wir unsere Kreativität rauslassen können. Ich probierte mich in verschiedenen Instrumenten, aber die Kunst des digitalen Zeichnen sagte mir dann am meisten zu.
Was würden Sie einem angehenden Künstler raten?
Stelle Dir die Frage, ob Du Bilder machen willst, oder Deine Kunst leben willst.
Genießt die Fotografie in den Museen für zeitgenössische Kunst die Anerkennung, die ihr zusteht?
Nein leider nicht. Die Kunst von Bildern ist deutlich annerkannter, als Fotografien.
Welche Aufträge bekommen Sie normalerweise?
Gar keine. Einmal hat mich ein amerikanischer Hobbyflieger per E-Mail gefragt, ob ich sein Flugzeug malen könnte. Nein, das kann ich nicht, das können andere viel besser, und die machen das auch gern.
Ein Museumsleiter hat mich mal gefragt, ob ich auch riesige Bilder malen könnte, mit denen man das gewaltige Treppenhaus seines Museums, einer gründerzeitlichen Fabrikantenvilla, dekorieren könnte. Das habe ich zugesagt, aber aus der Ausstellung ist nichts geworden. Angeblich wurde das Haus wegen Renovierung geschlossen; er muß die Sache auf jeden Fall vergessen haben, als es wieder geöffnet wurde.
Einmal habe ich ein Gemälde gemacht, das für ein Plakat eines Spiels der Saison eines Oberliga-Handballvereins benutzt wurde. Der Museumsleiter des Ortes saß im Vorstand des Vereins und hatte die Idee, dass die Plakate doch mal von Künstlern gestaltet werden könnten - es sollte ausdrücklich keine Illustration sein, sondern echte Kunst. Eventuell könnte man daraus sogar noch einen Kalender machen.
Die einzige Vorgabe war das Format beziehungsweise das Seitenverhältnis, das durch das Plakat vorgegeben war. Man sieht es dem Bild nicht an, dass man es auch als Plakat benutzt hat. Und umgekehrt kann man natürlich viele Bilder auch als Plakat benutzen, obwohl sie nicht aus diesem Anlass hergestellt worden sind.
Welche Rolle haben Personen wie Händler, Vertreter, Galeristen oder allgemeine Zwischenhändler in Ihrem bisherigen Werdegang gespielt?
Eine eher ungute Rolle. Die Museumsleiterin, der ich sehr zu Dank verpflichtet bin, hatte ursprünglich vorgehabt, einen umfangreichen farbigen Katalog herauszugeben. Als es so weit war, hatte sie kein Geld und fragte mich, ob ich nicht einen Sponsor hätte. Ich war so naiv, dass ich einfach nur verneinte. Ich begriff nicht, dass ich selber den Katalog hätte finanzieren sollen. So stellte ich ohne Katalog aus.
Monate nach der Ausstellung fiel bei mir endlich der Groschen. Glücklicherweise durfte ich nachträglich einen Katalog herstellen lassen. Die Druckerei, die das für mich übernahm, hat mich übervorteilt. Die ganze Sache sollte hinterher dreimal soviel kosten wie vorher versprochen, aber leider hatte ich das nicht schriftlich.
Als ich dann auf der Kunstmesse in Köln mit dem Katalog in der Hand Galeristen besuchte, die mir angemessen zu sein schienen, stellte sich heraus, dass die den Katalog schon kannten. Das Museum hatte den Katalog über seinen Verteiler verschickt.
Bei Galerist Thomas aus München entwickelte sich der Dialog wie folgt:
- Darf ich Ihnen mein Katalog zeigen?
- Den kenne ich schon.
- Ach! Woher denn?
- Ich bin auf dem Verteiler.
- Und?
- Habe ich mir genau angeschaut.
- Und?
- Ist noch nicht soweit.
In diesem Moment betrat ein Interessent den Stand:
- Ah, ich sehe, Sie haben die Wawrin hier, die hat doch neulich im Kunstverein Stuttgart ausgestellt! Ja, sagen Sie mal, haben sie auch einen Salome?
Selbstverständlich hatte er einen Salome im Hinterstübchen. „Ist noch nicht so weit“ war kein Qualitätsurteil, sondern eine Aussage über die Marktpräsenz. Auch die Wawrin hat es nicht geschafft, obwohl sie weitergekommen ist als ich. Galeristen verkaufen Ware, und zufällig handelt es sich bei dieser Ware um Kunst.
Als junger Künstler gerät man an Galeristen, die zwar sehr engagiert und interessiert sind, insbesondere daran, ihre eigene Situation zu verbessern, aber leider nicht über das Publikum verfügen, das die anspruchsvolle Ware, die sie gerne hätten, kaufen könnte. So müssen sie also mit zweitklassiger Ware vorliebnehmen, womit sie dann wiederum für die Kunden, die erstklassige Ware haben wollen, uninteressant sind. Ein Teufelskreis, auch für den Künstler.
Die jungen Galerien haben kein Geld, also muß der Künstler sich an den Kosten beteiligen. So verlieren beide. Die potenten Galerien wollen kein Risiko eingehen und setzen deshalb lieber auf Ware, für die schon eine Nachfrage besteht.
Dieser Teufelskreis wird natürlich immer wieder mal unterbrochen; es gibt ja durchaus junge Künstler, die es schaffen. Die Kunstvereine und Museen sind manchmal Steigbügelhalter. Auch die Industrie spricht inzwischen ein gewichtiges Wort mit, genauer gesagt: Die Kunsthistoriker, die von den Banken oder Konzernen bezahlt werden, überschüssiges Geld sicher zu bunkern und gleichzeitig das Renommee zu verbessern, haben eine nicht unerhebliche Macht.
Schließlich bin ich an einen potenten jungen Kunsthändler geraten, der aber vom Geschäft nichts verstand (Typ reicher Erbe) und deshalb einen Geschäftsführer beschäftigte. Dieser war aber ein Betrüger und hat auch mich betrogen.
Nach 20 Jahren hat der mich nochmal angesprochen. Nun soll man ja doch jedem Menschen eine Chance geben, insbesondere wenn man an das Gute im Menschen glaubt. Aber leider hat dieser Mann mich wieder betrogen. Ich musste ihn verklagen, aber mein Geld bekam ich nicht, da er die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Da er außerdem noch zwei Gemälde veruntreut hat, habe ich die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft auf ihn angesetzt. Für die war die Sache allerdings mit der Versicherung des Kunsthändlers, nicht im Besitz dieser Bilder zu sein, erledigt.
Das Positive an der Sache ist der Nachweis, dass meine Bilder nach wie vor verkäuflich sind, wenn sich einer darum kümmert. Kann das der Künstler sein? Nein. Ich habe 10 Jahre lang Computer verkauft, mit großem Erfolg, aber Bilder, auch noch meine Bilder? Ich bin der Künstler.
Da sich die Werke auch im Internet nicht verkaufen (eine Ausnahme bisher, nach über 10 Jahren), muß ich nach wie vor annehmen, dass Mittelspersonen ihre Rolle zu Recht spielen und dafür auch ihr Honorar benötigen. Es gibt eben nicht zufällig das Galeriewesen. Wenn man die Galeristen nicht brauchen würde, gäbe es sie nicht. Der Kunde kauft lieber beim Galeristen, weil er meint, dass der Galerist ihm eine Qualitätsgarantie geben kann. Dabei ist der Galerist noch unsicherer in seinem Urteil als der Kunde, aber das weiß der glücklicherweise nicht.
Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen?
Das weiß ich noch ganz genau. Ich hatte meine Doktorarbeit in Mathematik eingereicht und musste sie wegen eines Fehlers zurückziehen. Da mein Doktorvater anschließend für ein Jahr nach Amerika ging, musste die Korrektur und die Prüfung um ein Jahr verschoben werden. Aufgrund dieses Fehlers hatte ich mich entschlossen, die akademische Laufbahn zunächst nicht weiterzuverfolgen und stattdessen in den Schuldienst einzutreten. Da 14 Tage später Sommerferien waren, hatte ich zwei Monate nichts sonst zu tun und konnte mich ausschließlich auf die Malerei konzentrieren.
In dieser Zeit, genauer gesagt bei Werknummer 172 (http://stuerenburg.com/172#comment), ist mir klar geworden, dass niemand diese Bilder malen kann außer mir. Alles, was ich tun kann, können andere Leute genauso gut oder besser, aber diese Bilder kann niemand malen, und es schien mir wichtig, dass sie gemalt werden.
So wurde mir klar, dass ich ein Künstler bin, und sofort bekam ich einen riesigen Schreck. Ich wollte kein Künstler sein. Ich konnte mir ein Leben als Künstler nicht vorstellen. Ich wollte ein bürgerliches Leben führen, eine gesicherte Existenz haben, und das schien mir als Künstler nicht möglich. Ich hatte keine Ahnung von der Kunstszene, ich hatte keine Kontakte, ich hätte nicht gewusst, wie man es anstellen soll, um als Künstler eine Existenz zu gründen. Diesen Weg wollte ich nicht gehen. Stattdessen wollte ich Beamter werden und irgendwie nebenbei auch noch Bilder malen.
Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum?
Kreativ ist man oder man ist es nicht, man kann es nicht lernen. Warum macht ein Künstler Kunst? - Weil er es kann, und das besser als andere. Man kann einem kreativen Fotografen eine Kompaktkamera geben und er macht Spitzenbilder; gibt man einem Menschen, der kein Auge für das Objekt hat eine Profi-SLR-Kamera, kommt nur Schrott raus.
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
PLATUX ist FotoKunst Photo-Art http://www.platux.com. Fotos & Bilder werden in mehreren Dimensionen und Wirkungen komponiert, so dass die Kunstwerke eine sehr hohe Wirkung wie auch Wiedererkennung erreichen. Insbesondere spielt die Wirkung der Farben und Formen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Kunst. Fotos erhalten diverse Blickwinkel und dem Betrachter fällt es leicht die Kunst zu genießen, da sich die Bilder oft in übersichtlichen Abschnitten präsentieren. Letztlich ist es eine Weltneuheit, die gesehen werden muss - um sie zu verstehen. Daher empfehle ich den Besuch der Homepage http://www.platux.com
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Kunst und die damit verbundene Kreativität und Passion sind seit ich denken kann ein Teil meiner Selbst. Schon in früher Kindheit beschäftigte ich mich mit Farben und Formen, deren Veränderung und Entwicklung, um meiner Seele Raum zu verschaffen und mich differenzierter auszudrücken, als Sprache allein es vermag.
Kunst kommt aus der Seele, man kann sie nicht einsperren oder sie unterdrücken. Ich definiere meinen Lebenssinn sehr stark aus dieser Arbeit heraus und gönne mir den Luxus, mich meinen Stimmungen und Gedanken hinzugeben und ihnen Flügel zu verleihen.
Seit mehr als 25 Jahren arbeite ich mit keramischen Werkstoffen, von Steinzeug bis Porzellan. Als Beiprodukt entstehen Bilder in Öl und Acryl, wobei mein Focus auf plastische Darstellungen gerichtet ist.
In (winterharter) Keramik entstehen so "Vertical Tales" (meist) in Stelenform, die den Betrachter einbeziehen in bildhafte Erzählungen der inneren Gedanken.
Was halten Sie von Graffiti in den Städten?
Das ist Straßenkunst in Bildern, ich liebe es.
Was ist Kunst?
Was ist Kunst..ich denke Kunst ist sehen können..ich meine damit..wircklich sehen können..viele nehmen ja nur die hälfte von dem wahr was sich so abspielt..in ihrem Leben..z.B können viele nicht sehen wie sehr uns Farben beeinflussen..oder eizelne Bilder..deshalb denke ich das Kunst..Sehen ist..
Wie haben Sie angefangen, zu schreiben? Wer hat Ihre Texte damals gelesen?
Anfang der 1990er Jahre lag mein künstlerischer Schwerpunkt auf groß- und extrem kleinformatigen Tuschzeichnungen, welche die Betrachter aufgrund ihres surrealistischen Themas zu Eigeninterpretationen einluden. Um diese ein wenig anzuregen, begann ich damit, die Geschichten hinter den Bildern zu umreißen, statt lediglich den Bildtitel beizufügen.
Mit der Zeit wurden die Textteile länger, es entstanden eigene Kurzgeschichten zu den Zeichnungen, später auch unabhängig von diesen. So gelangte ich von der Kunst sukzessive zur Literatur.
Machen Sie auch Aktaufnahmen? Wenn nicht, unter welchen Bedingungen würden Sie diese machen?
Akt bisher nein, Teilakt ja. Es kommt immer ganz darauf an was es für bilder sind. solange sie seriös und nicht abstoßend sind oder "bilig" habe ich damit kein Problem es sind bilder wie alle andern auch. Es ist einfach Kunst!
Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum?
Aus dem Interview mit Art & Culture (2009)
"Schon seit früher Kindheit interessiere ich mich für Japan. Ich glaube es hat damals begonnen, als ich das erste Mal 'Shogun' von James Clavell zuerst als Film gesehen habe und dann das Buch "dazu" las. Für jeden Knaben sind Ritter interessant; mich zog es eher zu den Samurai mit ihrem strengen Ehrenkodex hin. Nach diesem etwas banalen Erstzugang begann ich, mich in die japanische Geschichte einzulesen, studierte die Kultur, Lebenseinstellung, Philosophie und Religion des Landes der aufgehenden Sonne. Das Land hat mich in meinem Werdegang und Selbstverständnis stark beeinflusst. Seit vielen Jahren betreibe ich nun schon Iai-do, die Kunst des Schwertziehens und Schattenkämpfens mit dem Katana, dem typischen Samuraischwert, von denen ich nunmehr eine recht ansehnliche Sammlung besitze. Ferner übe ich mich regelmäßig in den Meditationstechniken des Za-Zen. Nicht zuletzt hat mich meine Faszination für das Land der Götter dazu bewogen eine ausdehnte Japanreise zu unternehmen, auf der ich meine künstlerischen Ambitionen vor Ort ausleben und vertiefen könnte. Ich hatte das Glück von einem von einigen Meistern unterwiesen zu werden, die mir im Rahmen der Zenmeditation verschiedene Grundzüge der Cha-nu-yo (Teezeremonie), des Ikebana und der Tuschmalerei beibrachten. Eben dies fließt nun in meine Arbeiten ein.
Zurück in Deutschland vertiefte ich das, was ich mir während fast eines Jahres aneignen konnte in weiteres Kursen bei verschiedenen Privatlehrern, kam aber bis dahin nicht auf die Idee, das Gelernte in einer anderen Form als der traditionellen anzuwenden. Im Laufe des Jahres 2008 reifte in mir mehr und mehr der Gedanke, neue Wege der Kunst zu beschreiten, nachdem mir meine vorhergehenden Bilder zunehmend als platt und irgendwie schon einmal da gewesen erschienen. Ich gierte danach etwas Neues zu erschaffen, das bis dahin noch kein anderer gemacht hat. So besann ich mich auf das Yugen und machte einige Versuche auf Papier und Leinwand, die aber zunächst nicht meinen Vorstellungen entsprachen.
Der Durchbruch kam, als mir ein altes Werk aus dem Jahr 1992 in die Hände fiel: wenige, einfache, aber aussagekräftige Farben – vornehmlich Brauntöne, rot, schwarz und gold. Nach dieser Erleuchtung entstanden binnen weniger Wochen eine Vielzahl von Werken. Ich arbeite in Mischtechnik, was heißen will, dass verschiedene Techniken und Malmittel zum Einsatz kommen. Die Grundierungen male ich ausschließlich mit selbst verfertigten Naturfarben und arbeite dann „feucht in/auf feucht“ mit Tusche, verdünnter Acrylfarbe, Schellack und verschiedenen Bronzen, überwiegend Goldbronze. Mit wenigen gezielten Pinselstrichen, Auftröpfelungen und Verwischungen begannen die Leinwände zu wachsen und ich denke ich habe nun eine Grundform gefunden, die durchaus wert ist einen eigenen Namen zu bekommen. Angelehnt an den Namen Japans in der Landessprache, Nihon, bezeichne ich diese Kunstrichtung als Nihonismus. Der Nihonismus ist für mich, recht kurz gesagt, abstrakte Malerei mit Rückgriff auf altjapanische Kunstformen, wobei insbesondere auch der meditative Aspekt zum tragen kommt.
Meine Bilder sind nicht nur Betrachtungsobjekte, sondern vielmehr auch Meditationshilfen, die den Ansehenden in bestimmte Stimmungen versetzen und seinen Geist öffnen soll. Derzeit arbeite ich ausschließlich in dieser Technik, experimentiere jedoch weiterhin auf anderen Gebieten.
Auch meine heraldischen Studien und mittelalterlichen Zeichnungen vernachlässige ich nicht.
In Zeiten der Wirtschaftkrise stellt sich immer wieder die Frage: „Wer braucht den schon Kunst!?“. Dazu kann ich nur sagen, dass gerade in Zeiten der Krise bleibende Werte gefragt sein sollten und nicht das kleingeistige Schielen nach dem schellen Profit – wohin das geführt hat sehen wir momentan alle recht deutlich!
Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen?
Ich habe erst damit angefangen, als ich mich mit der Bedeutung der Kunst näher beschäftigt habe. Irgendwann habe ich festgestellt, dass Kunst nicht NUR bedeutet schöne Bilder zu malen und schöne Texte zu schreiben, die möglichst vielen Menschen gefallen, und nicht NUR zu rebellieren, anzuecken und zu schockieren. Erst als ich mich wirklich damit auseinandergesetzt hatte, was Kunst für mich bedeutet, habe ich angefangen, mich selbst als Künstler zu betrachten, da ich erst ab diesem Zeitpunkt meine "Werke" als "Kunstwerke" betrachten konnte.
Ihre Biografie in vier Zeilen:
Ich bin 2009 zur Kunst gekommen, wie die Jungfrau zum Kind.
Schon sehr früh hatte ich das Bedürfnis mich künstlerisch auszudrücken.
Mit dem Ergebnis war ich aber nie zufrieden, da ich weder malen noch zeichnen kann.
Erst in der Herstellung von Objektbildern fand ich die Möglichkeit meiner Kreativität und Phantasie einen Rahmen zu geben.
Wer waren Ihre Meister bzw. Vorbilder?
Meine Volksschullehrer, die mich förderten und meine Fähigkeiten entwickelten.
Mein Vater war leider sehr autoritär, ich war für ihn ein Taugenichts. Ich brauchte lange, um mich aus der Erniedrigung aufzurichten. Dabei half mir am meisten ein väterlicher Freund, den ich mit 44 kennenlernte. Er war viel gereist, hatte alles aufgegeben und ein neues Leben angefangen.
Ihm eiferte ich mit Erfolg nach.
Meine geistigen Vorbilder waren lange Zeit: Karl Marx, Friedrich Engels, Mao Tsetung, Wilhelm Reich, später Baghwan.
Als Kind war Jesus mein Vorbild. Heute sehe ich, dass ich sehr sehr viel von meiner Mutter gelernt habe, weil ich sie liebte.
In der Kunst: Jugenstil, Gaudi, Hundertwasser
Welche Künstler bewundern Sie? Auf welche Weise beeinflussen diese Ihr Werk?
Gottfried Helnwein bewundere ich. Er ist ein Künstler der jetzt existiert - ich kann Videos anschauen, wie er malt und mir anhören was seine Absichten sind.
Er sagt etwas aus mit seiner Kunst. Er ist vielfältig - er schafft nicht nur Gemälde. Er kann das, was andere nicht können. Das macht ihn zu meinem Vorbild. Er macht mir Mut - zeigt mir die schön, aber auch wie schwierig Kunst sein kann.
Ansonsten mag ich natürlich die klassischen Maler, wie Dalí, aber auch Hopper. Dalí ist ähnlich wie Helnwein - ein Querdenker...das mag ich. Hopper´s Bilder hingegen beruhigen mich.
Seit wann fotografieren Sie? Wie begann Ihre Liebe zur Fotografie?
ca. 10 Jahre.
Ich liebe kreative Arbeiten, Bilder, Texte. Was liegt da näher, als selbst sich der Kunst zu geben?
Sammelns Sie etwas bestimmtes?
Bilder und Zeichnungen als Spuren durchlebter Kunstprozesse.
Welche Art von Vorbereitung benötigen Sie, bevor Sie fotografieren?
Bei der Auftragsfotografie muss mir das Ziel, das mein Auftraggeber mit den Bildern verfolgt, klar sein. Bei der Kunstfotografie bereite ich mich selten bewusst vor - das "geschieht" dann einfach.
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