Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Ich bin Malerin. Es gefällt mir das alltägliche Einerlei in Kunst zu verwandeln. Liebe, Trauer, Angst ... alles wird symbolisch in meinen Bildern festgehalten. Ich möchte etwas Schönes schaffen, das andere erfreuen, helfen und inspirieren kann. Ganz gleich wie negativ ein Gefühl auch ist, ich verwandle es in etwas Schönes. Das ist die Alchemie der Kunst!
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Ich bin Harry Stabno - Maler meiner neu entdeckten Spezifität der abstrakten, surrealen, kubistischen, geometrischen, symbolistischen Art!Nichts was ich darzustellen vermag basiert auf bereits bestehenden Objekten. Ich habe keine Vorbilder, jedoch faszinieren mich Maler mit großen Namen, ihrer erreichten Popularität wegen. Meine ganz eigene Kunstrichtung ist ein Mix oder eine Spezifikation von Kunst-Richtungen verschiedenster Art. Beispiel: Mein "Braver Hund"
oder "Angelique", oder "Aus die Maus" sind der Form nach kubistisch bis geometrisch, aber auch sehr symbolisch in der Aussagekraft!Die darin verborgenen Botschaften animieren zum Nachdenken genauso wie zum Entspannen...
Meine eigentliche Arbeit ist das Finden, Entwickeln und Umsetzen meiner Ideen und Eingebungen. Eigentlich versuche ich immer, Nichtfassbares in Fassbares in Form und Farbe auf die Leinwand zu bringen. Um es kurz und klar auszudrücken, - der Wert meiner Arbeiten steckt in den Ideen.
Ihre Biografie in vier Zeilen:
Geboren 1949 in Bielefeld, aufgewachsen in Essen. Erste Kontakte zur Kunst 1972 in Essen. Erste Gemälde entstehen, erste Erfolge durch Ausstellungen und Verkauf.
Um 1990 wendet sich die Richtung zur abstrakten Malerei. Dazu kamen abstrakte Skulpturen und weitere Kunstprojekte.
Veröffentlichen Sie Ihre Arbeit im Netz? Wo können wir sie sehen?
www.porzellanmalerei-kunst.ch
dann bin ich auf Facebook
ich bin in Gruppen von Künstlern und Porzellanmaler in der ganzen Welt.
Ihre Biografie in vier Zeilen:
Als Jugendlicher Steine geworfen.
Als älter Werdender zur Malerei gekommen.
Jetzt wieder, symbolisch mit Steinen werfen.
Durch meine Kunst.
Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen?
Das weiß ich noch ganz genau. Ich hatte meine Doktorarbeit in Mathematik eingereicht und musste sie wegen eines Fehlers zurückziehen. Da mein Doktorvater anschließend für ein Jahr nach Amerika ging, musste die Korrektur und die Prüfung um ein Jahr verschoben werden. Aufgrund dieses Fehlers hatte ich mich entschlossen, die akademische Laufbahn zunächst nicht weiterzuverfolgen und stattdessen in den Schuldienst einzutreten. Da 14 Tage später Sommerferien waren, hatte ich zwei Monate nichts sonst zu tun und konnte mich ausschließlich auf die Malerei konzentrieren.
In dieser Zeit, genauer gesagt bei Werknummer 172 (http://stuerenburg.com/172#comment), ist mir klar geworden, dass niemand diese Bilder malen kann außer mir. Alles, was ich tun kann, können andere Leute genauso gut oder besser, aber diese Bilder kann niemand malen, und es schien mir wichtig, dass sie gemalt werden.
So wurde mir klar, dass ich ein Künstler bin, und sofort bekam ich einen riesigen Schreck. Ich wollte kein Künstler sein. Ich konnte mir ein Leben als Künstler nicht vorstellen. Ich wollte ein bürgerliches Leben führen, eine gesicherte Existenz haben, und das schien mir als Künstler nicht möglich. Ich hatte keine Ahnung von der Kunstszene, ich hatte keine Kontakte, ich hätte nicht gewusst, wie man es anstellen soll, um als Künstler eine Existenz zu gründen. Diesen Weg wollte ich nicht gehen. Stattdessen wollte ich Beamter werden und irgendwie nebenbei auch noch Bilder malen.
Wie entsteht eine Idee? Was ist für Sie Inspiration?
Es war sehr schwer für mich, herauszufinden, dass eine sogenannte Inspiration oder auch eine Idee der absolute Tod der Kunst ist. Erst als ich mühsam gelernt hatte, mich selbst völlig außenvor zu lassen, gelangen beeindruckende Werke.
Man kann das vielleicht ein bisschen mit Praktiken beim Zen vergleichen, wie es etwa in dem Büchlein „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ beschrieben wird: Nicht der Schütze schießt, „es“ schießt. Nicht der Maler malt, „es“ malt.
Der Maler ist also genauso überrascht wie jeder andere auch. Sobald ein Problem auftritt und der Maler versucht, mit Hilfe seines Könnens und seines Intellekts das Problem zu lösen, ist er verloren. So geht es nicht.
Trotz des absichtslosen Vorgehens entstehen sehr konkrete, absolut nicht beliebige Werke mit erheblichem Tiefgang. Es kommen also Inhalte zum Vorschein, die dem Maler selbst gar nicht bewusst sind und die er sich nie im Leben hätte ausdenken können.
Eine Idee zu entwickeln, sich inspirieren zu lassen, läuft auf die Illustration vorgedachter Inhalte hinaus und ist dementsprechend wenig erkenntnisfördernd. Das ist nicht mein Ding.
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Kunstmaler, Schwerpunkte: Urban Culture/ Street Art/ Popart/ zeitgenössische Kunst.
Objekte/ Statuen/ avantgardistische Möbel
Genießt die Fotografie in den Museen für zeitgenössische Kunst die Anerkennung, die ihr zusteht?
Das ist ´ne Fangfrage. Denn was ist zeitgenössische Kunst in der Fotografie? Du kannst ja nur das Aufnehmen, was tatsächlich vorhanden ist. Das war schon vor 60 Jahren so, und gilt heute immer noch. Entscheidend sind dann die Stilmittel, welche erkennen lassen, aus welcher Epoche das Foto stammt.
Grundsätzlich wird aber die zeitgenössische Kunst im Bereich Fotografie gewürdigt, wenn auch nicht so stark wie die Gilde der Maler.
Welche Rolle spielt die Technologie in Ihrem kreativen Prozess?
Ich liebe die Photographie als Kunstgattung.
Auch bei meiner Acrylmalerei benutze ich gern Photos als Vorlage.
Zeichnungen (Akte, Portraits etc) fertige ich aber am liebsten ohne technische Hilfe an.
Ihre Biografie in vier Zeilen:
Schon als Kind ein Malerei- und PhotoFreak.
Bisher Amateur.
Angehende Studentin der Kunstgeschichte.
Teilnahme an zwei Ausstellungen (Stand März 2011)
Welche Künstler bewundern Sie? Auf welche Weise beeinflussen diese Ihr Werk?
Eigentlich bewundere ich die Menschen zb.Musiker Maler die ihr Talent von Gott in die Wiege gelegt bekommen haben,weniger die die Kunst erst studieren müssen.
Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum?
Aus dem Interview mit Art & Culture (2009)
"Schon seit früher Kindheit interessiere ich mich für Japan. Ich glaube es hat damals begonnen, als ich das erste Mal 'Shogun' von James Clavell zuerst als Film gesehen habe und dann das Buch "dazu" las. Für jeden Knaben sind Ritter interessant; mich zog es eher zu den Samurai mit ihrem strengen Ehrenkodex hin. Nach diesem etwas banalen Erstzugang begann ich, mich in die japanische Geschichte einzulesen, studierte die Kultur, Lebenseinstellung, Philosophie und Religion des Landes der aufgehenden Sonne. Das Land hat mich in meinem Werdegang und Selbstverständnis stark beeinflusst. Seit vielen Jahren betreibe ich nun schon Iai-do, die Kunst des Schwertziehens und Schattenkämpfens mit dem Katana, dem typischen Samuraischwert, von denen ich nunmehr eine recht ansehnliche Sammlung besitze. Ferner übe ich mich regelmäßig in den Meditationstechniken des Za-Zen. Nicht zuletzt hat mich meine Faszination für das Land der Götter dazu bewogen eine ausdehnte Japanreise zu unternehmen, auf der ich meine künstlerischen Ambitionen vor Ort ausleben und vertiefen könnte. Ich hatte das Glück von einem von einigen Meistern unterwiesen zu werden, die mir im Rahmen der Zenmeditation verschiedene Grundzüge der Cha-nu-yo (Teezeremonie), des Ikebana und der Tuschmalerei beibrachten. Eben dies fließt nun in meine Arbeiten ein.
Zurück in Deutschland vertiefte ich das, was ich mir während fast eines Jahres aneignen konnte in weiteres Kursen bei verschiedenen Privatlehrern, kam aber bis dahin nicht auf die Idee, das Gelernte in einer anderen Form als der traditionellen anzuwenden. Im Laufe des Jahres 2008 reifte in mir mehr und mehr der Gedanke, neue Wege der Kunst zu beschreiten, nachdem mir meine vorhergehenden Bilder zunehmend als platt und irgendwie schon einmal da gewesen erschienen. Ich gierte danach etwas Neues zu erschaffen, das bis dahin noch kein anderer gemacht hat. So besann ich mich auf das Yugen und machte einige Versuche auf Papier und Leinwand, die aber zunächst nicht meinen Vorstellungen entsprachen.
Der Durchbruch kam, als mir ein altes Werk aus dem Jahr 1992 in die Hände fiel: wenige, einfache, aber aussagekräftige Farben – vornehmlich Brauntöne, rot, schwarz und gold. Nach dieser Erleuchtung entstanden binnen weniger Wochen eine Vielzahl von Werken. Ich arbeite in Mischtechnik, was heißen will, dass verschiedene Techniken und Malmittel zum Einsatz kommen. Die Grundierungen male ich ausschließlich mit selbst verfertigten Naturfarben und arbeite dann „feucht in/auf feucht“ mit Tusche, verdünnter Acrylfarbe, Schellack und verschiedenen Bronzen, überwiegend Goldbronze. Mit wenigen gezielten Pinselstrichen, Auftröpfelungen und Verwischungen begannen die Leinwände zu wachsen und ich denke ich habe nun eine Grundform gefunden, die durchaus wert ist einen eigenen Namen zu bekommen. Angelehnt an den Namen Japans in der Landessprache, Nihon, bezeichne ich diese Kunstrichtung als Nihonismus. Der Nihonismus ist für mich, recht kurz gesagt, abstrakte Malerei mit Rückgriff auf altjapanische Kunstformen, wobei insbesondere auch der meditative Aspekt zum tragen kommt.
Meine Bilder sind nicht nur Betrachtungsobjekte, sondern vielmehr auch Meditationshilfen, die den Ansehenden in bestimmte Stimmungen versetzen und seinen Geist öffnen soll. Derzeit arbeite ich ausschließlich in dieser Technik, experimentiere jedoch weiterhin auf anderen Gebieten.
Auch meine heraldischen Studien und mittelalterlichen Zeichnungen vernachlässige ich nicht.
In Zeiten der Wirtschaftkrise stellt sich immer wieder die Frage: „Wer braucht den schon Kunst!?“. Dazu kann ich nur sagen, dass gerade in Zeiten der Krise bleibende Werte gefragt sein sollten und nicht das kleingeistige Schielen nach dem schellen Profit – wohin das geführt hat sehen wir momentan alle recht deutlich!
Was ist Kunst?
Nihonismus - eine neue Kunstform
Alexander Snehotta von Kimratshofen ist ein Künstler aus dem traditionsreichen Viertel Au-Haidhausen in München, wo er auch wirkt. Zuvor lebte und arbeite er in dem nicht weniger bekannten Stadtteil Maxvorstadt-Schwabing. Er ist 1. Vorstand des Kunstvereins Kunstrefugium e.V. und Mitglied der Künstlervereinigung „Farbchimären“. In den letzten Jahren hatte der freischaffende Künstler bereits etliche Gruppen- und Einzelausstellungen, die z.T. die Beachtung der Presse fanden. Nach langer Suche hat er seinen persönlichen Stil gefunden bzw. kreiert, den er nach dem Namen Japans in der Landessprache (Nihon) „Nihonismus“ nennt – (s)eine Art der abstrakten Malerei, die starke Rückgriffe auf die Kunstformen des alten Japans nimmt.
Ihre Biografie in vier Zeilen:
Vita
• 1969: Geboren in München
• Seit 1978: Erlernung der Grundzüge der Schriften- und Schildermalerei durch den Vater. Besonderes Interesse an der Geschichte, insbesondere der Antike und des Mittelalters
• 1984/85: Umzug Nach Altusried bei Kempten (Allgäu)
• Seit 1986: intensive Beschäftigung mit der Heraldik
• 1989: Abschluss der Fachoberschule
• 1989-92: Bundeswehrzeit bei der Artillerie
• 1992-95: Studium an der Bayerischen Beamtenfachhochschule mit Erlangung des Grades eines Diplomverwaltungswirtes
• 1995-98: Dienst in Kempten
• 1998: Versetzung nach München
• 1990-heute: Vielfache Kunst-, Kultur- und Weiterbildungsreisen in In- und Ausland (überwiegend im Mittelmeerraum und in Skandinavien)
• 1999-2006: Verschiedene künstlerische Kurse in München und Umgebung, sowie im In- und Ausland. Gasthörerschaften an höheren Bildungseinrichtungen in München
• Seit 2005: intensives Wirken im Kunstbereich mit mehreren Ausstellungen, Projekten und Aktionen
• 2008: Beteiligung an der Gründung der Künstlervereinigungen Farbchimären und des Kunstvereins Kunstrefugium e.V. mit Übernahme der 1. Vorstandschaft.
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Alexander Snehotta von Kimratshofen ist ein Künstler aus dem traditionsreichen Viertel Au-Haidhausen in München, wo er auch wirkt. Zuvor lebte und arbeite er in dem nicht weniger bekannten Stadtteil Maxvorstadt-Schwabing.
1969 geboren, erlernte er schon von Kindesbeinen an das künstlerische Arbeiten von seinem Vater, einem gelernten Schriften- und Schildermaler. Trotz der Wahl eines völlig anderen Berufsweges, blieb er den bildenden Künsten treu und verfeinerte sein Wissen und Können in verschiedenen Studien im In und Ausland.
Er ist 1. Vorstand des Kunstvereins Kunstrefugium e.V. und Mitglied der Künstlervereinigung „Farbchimären“.
In den letzten Jahren hatte der freischaffende Künstler bereits etliche Gruppen- und Einzelausstellungen.
Nach langer Suche hat er seinen persönlichen Stil gefunden bzw. kreiert, den er nach dem Namen Japans in der Landessprache, Nihon, „Nihonismus“ nennt – (s)eine Art der abstrakten Malerei, die starke Rückgriffe auf die Kunstformen des alten Japans nimmt.
Neben der abstrakten Malerei widmet er sich der Heraldik (Wappenkunst), der mittelalterliche Malerei und der frühchristlichen insularen Illumination (Buchmalerei) mit ihrer facettenreiche Symbolik in iro-keltischer Tradition.
Was ist Kunst?
Kunst ist eine wundervolle möglichkeit, sich selbst auszurücken. Ob nun durch Musik, Malerei oder andere Formen der Kunst. Es steht dem einzelnen frei, für sich selbst zu entscheiden, was er als Kunst erachtet und was nicht. Doch niemand kann Kunst allgemein definieren, da sie für jeden etwas anderes bedeutet.
Was ist Ihr Beruf? Was steht auf Ihrer Visitenkarte unter Ihrem Namen?
Ich bin KUNSTHISTORIKERIN und kuratiere eigene KULTURPROJEKTE (Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen) rund um die moderne und zeitgenössische Kunst.
Der Zusatz KUNST- UND FILMGESCHICHTE in meinem Logo steht für mein interdisziplinäres Interesse, das bereits mein Studium prägte und noch heute meinen Beruf kennzeichnet.
Meine Kulturangebote verbinden oft Beiträge aus mehreren Kunstsparten (Malerei, Fotografie, Film, Musik, Tanz, Performance).
Mehr Informationen über mich
www.donatella.chiancone.eu
Veröffentlichen Sie Ihre Arbeit im Netz? Wo können wir sie sehen?
Aber sicher, dass ist doch der Sinn... gesehen zu werden.
Virtuelle Galerie "Macro-Realismus", realistische Malerei in Acryl
Und natürlich auch auf youtube: Video
Video 2 Für jeden der Realismus mag habe ich eine kleine Kunstgeschichte im Netz geschrieben. Sie ist nicht Detailreich, aber vermittelt einen Überblick über die Kunststile: Kleine Kunstgeschichte Realismus
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Ich bin ein Mensch der in dieser Welt lebt... bin Maler mit einem Blick für die ganz kleinen Dinge. Mein Thema ist die Umwelt. Zugegeben, in der Bildenden Kunst werden Insekten meistens nur als Horrorwesen dargestellt oder von der Pharmaindustrie mit einem sterilen Lappen weggewischt. Aber wenn man genauer hinsieht ist diese Macro-Welt höchst interessant. Es ist die Stufe des Lebens, die die wenigste Beachtung findet und keine Lobby hat - also für mich ein geeignetes Betätigungsfeld.
Welche Künstler bewundern Sie? Auf welche Weise beeinflussen diese Ihr Werk?
Gottfried Helnwein bewundere ich. Er ist ein Künstler der jetzt existiert - ich kann Videos anschauen, wie er malt und mir anhören was seine Absichten sind.
Er sagt etwas aus mit seiner Kunst. Er ist vielfältig - er schafft nicht nur Gemälde. Er kann das, was andere nicht können. Das macht ihn zu meinem Vorbild. Er macht mir Mut - zeigt mir die schön, aber auch wie schwierig Kunst sein kann.
Ansonsten mag ich natürlich die klassischen Maler, wie Dalí, aber auch Hopper. Dalí ist ähnlich wie Helnwein - ein Querdenker...das mag ich. Hopper´s Bilder hingegen beruhigen mich.
Glauben Sie, dass Ihre Hobbys dazu beitragen, Ihre professionellen Qualitäten zu steigern?
Meine grosse Passion ist die Kunst. Ich sammle selber moderne Kunst, das Grenzgebiet zwischen Malerei und Fotografie. Alles, was schön ist, hat einen Einfluss auf meine Arbeit. Als Schönheitschirurg kann man sein Auge nicht genug schulen.
Was ist Kunst?
Was denn Kunst sei ließe sich ebenso weitläufig beantworten wie es die Frage selbst implizierte; ich will hier nur von der Malerei sprechen - meiner Malerei. Ob dies wiederum meine Aufgabe ist, sei dahingestellt. Denn ist nicht das Schreiben über Kunst wiederum "Kunst", eine andere Kunst - eine literarische nämlich? Die Kunst der Kunsthistoriker? Soll man nicht frei nach Wittgenstein über das schweigen, worüber man nicht reden kann? Ich bin wie gesagt nicht Botschafter meiner Rezipienten.
Der schöpferische Zustand ist Weltwerdung, im umfassendsten Wortsinn. Malerei ist Kommunikation. In ihren unterschiedlichen Ausprägungen kann sie auch Weltaneignung sein, Kommunikation zwischen zwei Subjekten, Maler und Gemaltem; sie ist aber auch immer Dialog der bildnerischen Syntax auf dem Bildträger selbst - je nach der Färbung der geistigen Bewusstheit im Schaffensprozess. Das Eintauchen ins Sein geschieht quasi automatisch, ist eine "écriture automatique" im umfassendsten Sinne; das geschehende Aneignen von "Welt" lässt dabei die bildnerische Freiheit der Assoziation unberührt. Hier ist zum einen das Wesenhafte, der Sog des Überzeitlichen, das bannende Gegenüber; zum anderen der Ausdruck einer Erscheinungsform, die Anlass zur Gestaltung ist: Da im Fluss der Zeit sich das lebendige Wesen verändert und vielgestaltige Ausdrucksformen findet steht in diesem Fall das Wesen der Gestaltung selbst im Vordergrund, ist die Kongruenz auf anderer Ebene gegeben als der unmittelbaren.
Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen?
In meiner Familiengeschichte gibt es viele Künstler: von James McPherson, dem Dichter des "Ossian", bis zu William McTaggart, dem als "Scottish Impressionist" bekannten Landschaftsmaler.
Schon von Kindesbeinen an haben meine Eltern mich in viele Museen in Italien, England und Deutschland mitgenommen.
Da ich eine Zeitlang in Italien zur Schule gegangen bin, wo Kunst einen sehr hohen Stellenwert hat und man umringt ist von den wunderbarsten Bauten und Kunstwerken, hat Kunst eine große Bedeutung für mich bekommen.
Der Grundstein für mein Interesse ist jedoch eindeutig innerhalb meiner engeren Familie gelegt worden: Mein Großvater vermittelte mir Techniken, wie ich perfekte Abzeichnungen von etruskischen Kunstwerken anfertigen kann, mein Vater, Künstler und Autor, brachte mir die ersten Grundlagen künstlerischen Zeichnens bei und meine Mutter machte mir vor, wie man Gefühl in Form umsetzen kann.
Um die Kunst kam ich also gar nicht drum herum und es hat niemanden erstaunt, als ich diesen Beruf (über Umwege) ergriffen habe. Über Umwege, denn mir war ja durchaus bewusst, dass Künstler-Sein nicht gerade einfach ist. Aber der einfachste Weg ist auch der langweiligste und als ich das begriffen hatte, habe ich mich kompromisslos der Kunst verschrieben.
Welche Aufträge bekommen Sie normalerweise?
Lichtkunst, Kunst am Bau, Auftragsmalerei, Installation, Wettbewerbe, Portraitmalerei und -zeichung.
Was tun Sie? Wie definieren Sie sich?
Produzentengalerie Halle, Kunst direkt von den Künstlern
Malerei, Installation, Grafik, Lichtkunst, Licht/Raumerkundung, sammeln, schreiben, bewerten, recherchieren, kontakten
Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der einen Blog ins Leben rufen will?
Zunächst mal würde ich ihm raten, "das Blog" zu sagen statt "der Blog", wenn er sich in der Szene nicht lächerlich machen möchte.
Und dann kommt es darauf an, was das Ziel ist. Will jemand Cat-Content für Freunde machen, dann go ahead. Sieht er oder sie aber das Blog als Teil eines wirtschaftlichen Handelns, dann gibt es eine ganze Reihe von Tipps:
1. Schreibe nichts, wenn du nichts zu sagen hast.
2. Entscheide dich für ein Thema, das deiner Positionierung entspricht (Der Klartext-Experte schreibt über Klartext, das Bildblog kritisiert Medien).
3. Lies ein aktuelles Buch über Medienrecht. Lerne, zwischen Tatsachenbehauptungen und Meinungsäußerungen zu unterscheiden und die Grenzen der Berichterstattung zu sehen. Tatsachenbehauptungen müssen wahr sein und dürfen keine Rechte verletzen. Meinungsäußerungen dürfen keine Schmähkritiken sein.
4. Lies journalistische Ratgeber zum Thema Recherche. Wann kann ich eine Sache als Sache rausposaunen? Kürzlich las ich in einem Blog, die Verhaftung Kachelmanns sei ein Zeichen, dass an den Vorwürfen gegen ihn etwas dran sei. Diese Interpretation ist falsch. Wir haben in Deutschland die Unschuldsvermutung bis zum Urteil bzw. Freispruch. Solche Dinge muss man als Blogger draufhaben.
5. Verkauf die Leute nicht für dumm, indem du ständig über Produkte schreibst, mit denen du Geld verdienst. Das will keiner lesen. Mach keine Fakeblogs, in denen du Kunstfiguren etablierst, die angeblich echt sind - das fliegt auf und ist peinlich.
6. Schreib einfach und verständlich über Dinge, die für deine Leserinnen und Leser relevant sind und eine Bedeutung für sie haben. Hab nicht im Sinn, damit etwas zu verkaufen. Trenne im Kopf Redaktion und Anzeigenabteilung und denke nur redaktionell. Dann baut sich von alleine ein treuer Leserstamm auf.
7. Sei provokant und bring immer wieder kontroverse Beiträge, damit sich die Menschen daran reiben können. Das sorgt für Widerspruch und für Aufregung und damit für Traffic.
8. Schreib strukturiert. Jeder Gedanke ein Absatz. Mach Leerzeilen zwischen Absätzen. Bei längeren Texten mach Zwischenzeilen. Bau Fotos ein und umfließ die Fotos mit qualifizierten Bildunterschriften (Was ist auf dem Foto zu sehen? Für einen Blinden erklären. Und dann evtl. eine klitzekleine Zusatzinfo).
9. Verwende viel Zeit und Energie auf deine Überschriften. Sie sind der Wurm für den Fisch. Überschriften müssen nicht erschöpfend präzise und korrekt sein ("Unser Münchner Büro hat bei einer europaweiten Ausschreibung die Firma XY als Kunden gewonnen"), sondern sie muss die Botschaft in normaler menschlicher Sprache transportieren ("Wir machen XY"). Die sachlich korrekten Details kannst du dann immer noch im Text bringen.
10. Setze viele externe Links und natürlich auch interne Links auf verwandte eigene, ältere Blogbeiträge. So vertiefen sich die Menschen in dein Blog, wenn du etwas schreibst, was sie interessiert.
|