Was ist Ihr Beruf? Was steht auf Ihrer Visitenkarte unter Ihrem Namen?
Auf welcher? Auf meinen alten Visitenkarten stand Chefredakteurin, Journalistin, Redaktion, Redakteurin, Marketing/PR, .... auf meiner aktuellen steht "Mit Ideen und Worten bewegen. Für Menschen und ihre Projekte." Ich habe mehrere Berufe ausgeübt - Floristik/Gärtnerei/Handel, Tourismus (Hotel, Restaurant, ...), Journalistin.
Wie waren Ihre Anfänge? Wer hat Sie in den Sport eingeführt?
Im Alter von acht Jahren schickte mich meine Mutter in den lokalen Judoclub und trainierte dort vier Jahre. Mit 14 Jahren wurde ich Mitglied im Pencak Silat Karate bei Haka Tahir welches mich nie überzeugte. Als Teenager interessierten mich vor allem Filme wie Bloodsport mit Jean-Claude Van Damme und später auch alle Filme von Steven Seagal. Mit den Schulkollegen versuchten wir immer wieder Techniken aus den Filmen zu imitieren was nicht ganz ungefährlich war. Eines Abends in einer Disco für Jugendlichen im damaligen Blackout in Kloten wurde eine tolle Kampfkunst mit weichen Bewegungen und vielen Waffentechniken vorgeführt welche mich sofort begeisterte. Diese Kampfkunst nannte man damals Ninjutsu (heute Bujinkan Budo Taijutsu) und ist ein westlich geprägtes Kampfsystem welches auf neun traditionellen Schulen (Ryu) basiert. Wir hatten Seminare mit Bud Malmstrom, John Orth und Steven Hayes und ich wurde sogar Kasumi-An Marishi-Kai Mitglied. Zu dieser Zeit, war ich noch Jung verträumt und ein bisschen blauäugig, auf jeden Fall war ich unheimlich Stolz auf diese mehr oder weniger kommerziell erhältliche Ehre.
Als unsere damaligen amerikanischen Lehrer Bud Malmstrom (nur temporär) und John Orth vom Bujinkan ins Jissen Kobudo Jinenkan wechselten wurde ich im Herbst 1996 in Dayton am ersten Jinenkan Seminar das 37stige Mitglied von Manaka Unsui’s Jissen Kobudo Jinenkan Organisation. Anfangs 1998 trainierte ich während vier Monate bei John Orth im Jinenkan Atlanta Dojo um das neue Jinenkan System zu erlernen. Damals habe ich übrigens für kurze Zeit im selben Haus wie William S. Wright (Bujinkan Shingi Dojo) und Matt Stennett (Jinenkan Seigi Dojo) gewohnt.
Im Herbst 1998 nachdem ich in der Schweiz ein Seminar mit John Orth organisiert hatte, habe ich das Bujinkan Dojo Zürich verlassen, um mit meinen ehemaligen Trainingspartnern Marcel Benz und Tina Frost beim Aufbau des Jinenkan Wettingen Swiss Dojo (heute Jinenkan Dojo Onkochishin) zu unterstützen. Mit mir haben dann noch einige der besten Bujinkanschüler wie Sergio, Nadine, Nicole und Benno ins Jinenkan gewechselt und andere haben das Training gleich ganz aufgegeben. Aufgrund des massiven Mitgliederschwundes musste das Bujinkan Dojo Zürich seine eigene Lokalität in Dübendorf aufgeben und fand bis heute nicht mehr zur alten Stärke zurück.
Im Sommer 2000 habe ich dann bei Manaka Unsui im Jinenkan Hombu Dojo in Kyoto (Japan) meinen Schwarzgurt erhalten. Nach einer Pause im 2002 bedingt, durch eine berufliche Neuorientierung und ein paar Wohnortswechseln bin ich in der Forch bei Zürich gelandet und habe dann zusammen mit Richard Stein im Herbst 2003 das Jinenkan Zürich Dojo in Uster aufgebaut. Als dann unsere Lehrer und Freunde David Hewitt und Shawn Havens aus dem Jinenkan austraten haben wir uns entschlossen Ihnen zu folgen und uns einen traditionelleren Stil zu suchen. Durch Kontakte begann Richard und ich als sein Trainingspartner in der Kuki Shinden Tenshin Hyoho der Kuki Familie zu trainieren. Das Training war gut, doch es überzeugte mich nicht vollständig und deshalb habe ich mich dann im Herbst 2005 auf die Suche nach einem anderen traditionellen Samuraistil gemacht welcher mich persönlich mehr anspricht. Während meines zweijährigen Auslandaufenthalts in Japan, Indien, Thailand und Jordanien nutzte ich die Möglichkeit diverse Samurai Ryu, Naginata Jutsu, Mixed Martial Arts, Krabi Krabong und Thaiboxen näher kennenzulernen.
Über viele Umwege bin ich dann im Januar 2008 Schüler von Sensei Andy McCormack in England geworden und unsere Trainingsgruppe ist der North Lakes Jujutsu Association angeschlossen. Sensei Andy McCormack kommt alle 6-8 Monate in die Schweiz und gibt Wochenendseminare in dieser wunderbaren Kampfkunst. Mein Suchen hat eine Ende und ich glücklich so freundliche und excelente Lehrer gefunden zu haben. Daneben kann ich bestätigen, was ich all die Jahre vermutet habe, nämlich dass sich die traditionallen Systeme massiv von den verwestlichten Systemen unterscheiden und zwar im Bezug auf die Qualität und auch in der dahinterliegenden Philosophie. Im Januar 2011 habe ich die Prüfung zum 1. DAN Moto-ha Yoshinryu am Motoha Yoshin Ryu International Congress in Odessa in den Ukraine bestanden.
Seien Sie ehrlich: Für welche Firma oder für welche Person würden Sie gerne arbeiten?
also ich würde so gerne für einen Regisseur arbeiten xD mir egal welcher aber Regisseur wäre mein Traumberuf ;D
Früher war es ein wenig verpönt, zur Therapie zu gehen. Heute ist es "in". Wann ist die Hilfe eines psychologischen Experten angebracht und wann nicht?
Ixh möchte die frage gerne erweiter: Wann ist es angebracht, zu einem Astrologen zu gehen und wann nicht? Zunächst einmal möchte ich mit dem Irrtum aufräumen, Astrologen könnten wahrsagen oder hellsehen. Das tun nur Scharlatane. Seriöse Astrologen fördern die Selbsterkenntnis und können Entscheidungshilfe geben: Welcher Beruf ist der richtige für mich? Passen wir zusammen? Soll ich mich selbständig machen? Das sind Fragen, die Astrologen beantworten können. Astrologie will aber keine Therapie sein oder ersetzen. Sie ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und Selbstentdeckung.
Wann war Ihnen bewusst, dass Ihre Tätigkeit ernst genommen wurde und Sie ein Profi auf Ihrem Gebiet werden konnten?
Ich wollte bereits im zarten Alter von 2 Jahren mit Zeichnen Geld verdienen, jedoch war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, in welcher Richtung. Als ich von dem Ausbildungszweig Mediengrafik & Kommunikationsdesign in der HTL erfahren hatte, war mir mein weiterer Berufsweg klar. Seit dem Abschluss an dieser Schule bin ich nun in diesem Feld tätig und könnte mir keinen anderen Job vorstellen.
Bringt Ihnen Ihr Blog Einkünfte? Kann man vom Bloggen leben?
Derzeit schwanken die Einnahmen im 100-Euro-Bereich. Vor einigen Monaten war ich wesentlich mehr aktiv im Blog und da liefen auch anderweitige Werbe-Kampagnen, welche weitere Blog-Einkünfte erzeugten. Meine maximalen Blogeinnahmen betrugen ca. 500 Euro/mtl. Bei dem Letzteren kommt man nicht drumherum, täglich zu bloggen, zu kommunizieren usw.
Um vom Bloggen zu leben, reicht die Tatsache nicht, indem man ein eigenes Blog betreibt. Man muss im Internet persönlich auftreten, eine Menge nützlicher Kontakte aufbauen und und und. Nur die wenigsten der älteren Blogs in der deutschsprachigen Blogosphere können davon leben. Um vom Blogging leben zu können, sollten die Blogeinnahmen definitiv im 4-stelligen Bereich sein und das Monat für Monat. Ich bin hingegen ein Privat-Blogger, welcher in einem anderen Beruf in der Realwelt zu Vollzeit beschäftigt ist. Vom Bloggen muss ich nicht leben. Manche Blogger-Kollegen sind in einer anderen Lage und denen wünsche ich viel Erfolg!
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