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PHILOSOPHIE: wenn wir über wir sprechen und Ich meinen Herbsttag Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. 
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, 
und auf den Fluren laß die Winde los. Be (...)
 
 
 
 
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PHILOSOPHIE

Wo endet die Wissenschaft und beginnt die Ideologie?
 
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wenn wir über wir sprechen und Ich meinen

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. 
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, 
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; 
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, 
dränge sie zur Vollendung hin und jage 
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. 
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, 
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben 
und wird in den Alleeen hin und her 
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Menschen bei Nacht
Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht. 
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht, 
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem. 
Und machst du nachts deine Stube licht, 
um Menschen zu schauen ins Angesicht, 
so mußt du bedenken: wem. 
Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt, 
das von ihren Gesichtern träuft, 
und haben sie nachts sich zusammengesellt, 
so schaust du eine wankende Welt 
durcheinandergehäuft. 
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein 
alle Gedanken verdrängt, 
in ihren Blicken flackert der Wein, 
an ihren Händen hängt 
die schwere Gebärde, mit der sie sich 
bei ihren Gesprächen verstehn; 
und dabei sagen sie: Ich und Ich 
und meinen: Irgendwen.

Rainer Maria Rilke


Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

H. Heine
 






 




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