Ich war mit sieben zum ersten Mal im Louvre. Mein Vater hatte mich dort hingeschleppt (musste mich glaube ich nicht allzu sehr überreden). Ich glaube beim Anblick des "Radeau de la Méduse" von Géricault hat es irgendwie klick gemacht. Ganz in der Nähe hing wohl auch die Mona Lisa, aber die hat mich wesentlich weniger interessiert. Aber dieses morbide Bild, diese Floss der Toten, dieses Drama, so frisch und lebendig - und das Bild war schon so alt (in meiner kindlichen Phantasie), das hat mich tief bewegt. Wie kann es nach so langer Zeit noch so stark wirken! Das war der Sieg der Kunst über die Zeit! Später dann, je mehr ich vor allem über das Leben der Künstler herausgefunden habe, umso mehr wollte ich diesen Weg der Erfahrung und Freiheit gehen. |