Schlüssellochgucken ist nicht mein Metier, drum mache ich mir darum auch keinen Kopf.
Die taz hat zum Beispiel gerade die Liste der Spielerinnen für die kommende Frauenfussball-WM gebracht und bei einer der Sportlerinnen ihre bisexuelle Neigung thematisiert. Ich würde das nicht tun, weil das nichts mit Fussball und der kommenden WM zu tun hat.
Anders ist es, wenn Prominente von sich aus damit an die Öffentlichkeit gehen. Dann darf man darüber schreiben, klar. Es gab zum Beispiel in Mexiko einen schwulen Profi-Fussballer, der mit rosa Kickschuhen auf den Rasen ist. Das war eine bewusste Provokation der Macho-Männchen in der Fussballszene. Natürlich kann man das als Journalist thematisieren, ist ja auch eine klasse Story - wenn es um das Thema Toleranz im Sport geht. Wenn es aber um eine kommende WM geht, hat alleine die Erwähnung der sexuellen Präferenz der Sportler einen befremdlichen Beigeschmack. |