Dass er damit rechnen muss, seinen Lebensunterhalt nicht mit Kunst verdienen zu können. Er muss also anders Vorsorge treiben. Eine Tätigkeit als Kunsterzieher wäre ein naheliegender Kompromiss.
Freilich erfordert Kunst ihren ganzen Mann, das würde ich ihm auch sagen. Wenn er einen Kompromiss eingeht, wird die Kunst vermutlich sterben müssen.
Ein Ausweg aus diesem Dilemma wäre eine reiche Frau. Solange die Ehe hält, könnte er sich vielleicht seiner Kunst widmen.
Ich würde ihm aber auch sagen, dass einige Künstler auch aus seiner Generation sehr reich werden. Das widerspricht sich nicht - jedes Jahr macht die Lottogesellschaft Hunderte von Millionären, aber Millionen gewinnen nichts und zahlen drauf.
Sollte er sich dazu entschließen, seinen Lebensunterhalt als Künstler zu verdienen, müsste er sehr viel über Marketing lernen und über die Verhältnisse im Kunstmarkt. Ob man das auf einer Akademie lernen kann, kann ich nicht beurteilen, da ich nie auf einer Akademie war. Wenn ich mir aber die Äußerungen von Markus Lüpertz zu Gemüte führe, so muss ich daraus den Schluss ziehen, dass die Hoffnung, über die Akademie und den etablierten Professor ins Geschäft zu kommen, trügerisch ist.
Die, die es geschafft haben, werden es nicht verraten, wie Sie es hingekriegt haben. Martin Kippenberger hat einiges durchblicken lassen, was darauf hindeutet, dass er sich gewaltig prostituiert hat. Das wäre nicht mein Ding.   | | |
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