Keine. Die Wüste ist überall, wenn man vor ihr fliehen will, und die Sonne geht überall wieder auf. Das Internet und die Medien verbinden die Kulturen, vermischen sie. Irgendwie sind alle Städte austauschbar. Ich mag diejenigen am meisten, wo die größte Heterogenität ausgeprägt ist, wo also kulturelle Gegensätze, Vermischungen zu finden sind, fremde Sprachen und Verhaltensweisen. Natürlich auch, wo die Tradition und unsere Geschichte zu Hause sind. Dies alles spiegelt die Zukunft, das ist die Weltkultur.
Auf dem Land liebe ich als Ergänzung oder auch manchmal als notwendige Antithese und zur Erholung die Ruhe. In der Stadt herrscht der Lärm des Lebens, auch die Einsamkeit der Wüste, wie Camus sagt, oft auch die geistige Leere. Gelegentlich muss ich allein sein, ziehe ich mich an spirituelle Orte zurück, etwa Fatima in Portugal, wo ich mich gut auskenne. Früher war ich häufig im November auf einer Nordseeinsel, z.B. auf Juist, im Winter auch gelegentlich in Brixen/Südtirol.
Wozu "Weltstadt"? - Dann und wann fahren wir in unsere Lieblingsstädte, etwa Venedig im Winter, das ist für mich reine Poesie, das Wasser, die Farben, das Licht, oder wir sind in Ostende in Belgien auf der Uferpromenade am Meer.Alles um einen herum kann ein "kreatives Ambiente" haben, selbst die Monotonie. Auch Budapest mag ich sehr, diese Mischung aus Jugendstil(Paris) und barocker Tradition(Wien)   | | |
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