Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen?
jetzt . soeben . jedoch auch im letzten schneetreiben .
Ich war mit sieben zum ersten Mal im Louvre. Mein Vater hatte mich dort hingeschleppt (musste mich glaube ich nicht allzu sehr überreden). Ich glaube beim Anblick des "Radeau de la Méduse" von Géricault hat es irgendwie klick gemacht. Ganz in der Nähe hing wohl auch die Mona Lisa, aber die hat mich wesentlich weniger interessiert. Aber dieses morbide Bild, diese Floss der Toten, dieses Drama, so frisch und lebendig - und das Bild war schon so alt (in meiner kindlichen Phantasie), das hat mich tief bewegt. Wie kann es nach so langer Zeit noch so stark wirken! Das war der Sieg der Kunst über die Zeit! Später dann, je mehr ich vor allem über das Leben der Künstler herausgefunden habe, umso mehr wollte ich diesen Weg der Erfahrung und Freiheit gehen.
Als ich mit 17 Jahren zum ersten Mal als Sänger auf einer Bühne stand und ein paar 100 Menschen mir applaudierten.
Bin ich ein Künstler? Das müssen Andere entscheiden.
Ich tue nur, was ich tun muss...
ab dem Zeitpunkt wo meine Handlungen für andere nicht mehr nachvollziehbar waren
Mit der Erschaffung eines neuen und eigenen Stils - meiner Wiedererkennung!
Ich denke, es ist schwer sich als Künstler zu fühlen, so lange man nicht seine EigenArt gefunden hat.
das fühlt man, doch oft verzweifelt man auch.
Meine ersten Holzarbeiten entstanden im Alter von sechs Jahren und ich fühlte mich damals als d e r Künstler überhaupt!
...hmmm - ich bezeichne mich lieber als "Kreative", aber, als ich 2007 eine, an die "Künstlerin..." adressierte Einladung, zur Teilnahme an der Florenz-Biennale erhielt, keimte in mir die Ahnung, dass das eine, mit dem anderen zu tun haben könnte...,
Vor knapp zwei Jahren, als ich mich nach der Geburt meines Sohnes sozusagen neu entdeckt habe.
Es gibt heutzutage zu viele Genies. Ich bin Zeichner und Maler und ich liebe die Bildnerei.
1999. In meinem Gehirn.
Das weiß ich noch ganz genau. Ich hatte meine Doktorarbeit in Mathematik eingereicht und musste sie wegen eines Fehlers zurückziehen. Da mein Doktorvater anschließend für ein Jahr nach Amerika ging, musste die Korrektur und die Prüfung um ein Jahr verschoben werden. Aufgrund dieses Fehlers hatte ich mich entschlossen, die akademische Laufbahn zunächst nicht weiterzuverfolgen und stattdessen in den Schuldienst einzutreten. Da 14 Tage später Sommerferien waren, hatte ich zwei Monate nichts sonst zu tun und konnte mich ausschließlich auf die Malerei konzentrieren.
In dieser Zeit, genauer gesagt bei Werknummer 172 (http://stuerenburg.com/172#comment), ist mir klar geworden, dass niemand diese Bilder malen kann außer mir. Alles, was ich tun kann, können andere Leute genauso gut oder besser, aber diese Bilder kann niemand malen, und es schien mir wichtig, dass sie gemalt werden.
So wurde mir klar, dass ich ein Künstler bin, und sofort bekam ich einen riesigen Schreck. Ich wollte kein Künstler sein. Ich konnte mir ein Leben als Künstler nicht vorstellen. Ich wollte ein bürgerliches Leben führen, eine gesicherte Existenz haben, und das schien mir als Künstler nicht möglich. Ich hatte keine Ahnung von der Kunstszene, ich hatte keine Kontakte, ich hätte nicht gewusst, wie man es anstellen soll, um als Künstler eine Existenz zu gründen. Diesen Weg wollte ich nicht gehen. Stattdessen wollte ich Beamter werden und irgendwie nebenbei auch noch Bilder malen.   | | |
Als Künstler muß man geboren werden.Das kann man nicht lernen.Schnell weis man alles etwas anders sieht wie die anderen.Ich sage immer :Als Kind muß man ein Rabauke und Raudi gewesen sein.Inder Schule für schwer erziehbar gegolten haben, in der Lehre ein Staatsfeind und ab 20 bis zum Sprung in die Kiste ein Rebell.
Dann hat man in dieser Idiotewelt richtig gelebt.Alles andere ist Futter für die Geldweltherrschaft.
Vor gut zwei Jahren, da haben immer mehr Menschen meine Arbeiten gelobt und mich Ermutigt weiter zu machen....
eigentlich gar nicht,dass kann man eher von außen betrachtet sehen. aber seit 2 jahren ist das zeichnen sehr wichtig für mich geworden. |
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