Was macht eine Person glaubhaft? Wie kreieren Sie Ihre Persönlichkeiten?
Authentizität.
es sollten keine Mary Sues werden , die von allen bewundert werden sondern Menschen denen auch mal ein Fehler unterläuft.
Glaubhafteste Person ist reel..
Daher schreib ich nur aus der 1. Ps
Eine Person ist dann glaubhaft, wenn sie ins Leben passt, dabei spielt es keine Rolle ob Held oder Schuft. In der Regel habe ich schon vor dem Schreiben eine Vorstellung, wie die Persönlichkeiten in meinen Romanen funktionieren sollten. Aber oft ufern meine Darsteller aus und das in alle Richtungen.
Zu meiner Schande muss ich sagen: Mit purem Bauchgefühl. Der Kopf findet dann auch nichts Falsches daran, so funktioniert es. Aber ich muss auch zugeben, dass das Entwerfen von Persönlichkeiten einer der interessantesten Sachen für mich ist und damit eine der Einfachsten.
Oha, das ist eine wirklich schwere Frage.
Ich Versuche den Charakter so realistisch wie Möglich zu schreiben, manchmal funktioniert es ganz gut, aber wenn man sehr tief in dei Fiktion geht, dann klappt das überhaupt nicht.
Bei meinem Eigenen Buch, ist mein Charakter ein ganz normales Mädchen.
Gelegentlich nur gibt es in meinen Texten fiktive Personen,etwa in "Vier Polaroids über die Begegnung von Mann und Frau"(in "Ästhetik Band1 - Photobuch") oder "Engel aus Feuer und Eis" in "Über die Sinnfrage". In meinem neuesten Buch "Landschaft mit Martyrium der hl.Katharina" begegnen sich ein Mann und eine Frau auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Aber sie sind Abstraktionen: sie reden über das Reden oder über die Unfähigkeit zu reden. Dabei bedienen sie sich der Worte von Maurice Blanchot. Parallel dazu gibt es eine Beschreibung des Jakobsweges.
Ihre Schwächen.
Das Chaos, das sie umgibt und das sie (hoffentlich) auch zu lösen wissen.
Der starke Held, gutaussehend und sportlich, natürlich beruflich erfolgreich, hat ebensowenig eine Chance bei mir wie der unterprivilegierte Transfergeldbezieher oder die Hure mit dem guten Herzen.
Standardisierte Stereotypen kommen mir nicht aufs Papier.
Eine Person darf alles sein, nur keine Mary Sue! Ich finde Geschichten mit Charakteren die aus einem aristotelischen Drama stammen könnten, trifft man Menschen nicht so wie es ein fehlerreicher und sich entwickelnder Charakter kann.
Jeder Charakter in meinen Geschichten hat eine Mutter oder einen Vater im echten Leben: Freunde, Familie, Bekannte von mir. Jeder hat sein persönlichs Vorbild.
Die Person (das Wesen) muss glaubhaft sein.
Zunächst stelle ich mich die Person allgemein vor (alter Mann, Trinker, verbittert). Danach beginne ich die Charakterzüge auszuweiten, bis ein stimmiges Bild erscheint, wobei das Umfeld mit einbezogen wird.
Ihr Charakter, ihre Ecken und Kanten und auch ihr unerwartetes Handeln.
Ich kreiere sie überhaupt nicht. Ich beobachte Menschen, nehme ein paar Wesenszüge, schaffe eine Art roh geformte Figur und schaue, wie sie sich entwickelt.
Das ist gerade bei mehreren Figuren zwar nicht ganz einfach, aber ungeheuer spannend. Durch die Interaktion mit den anderen Figuren entwickelt sich da eine gewisse Natürlichkeit, die den Figuren per se Authentizität verleiht, ohne dass ich als Autor groß eingreifen muss. Schließlich steht nirgendwo geschrieben, dass ein Autor bei der Arbeit keinen Spaß haben darf. |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | << VORHERIGE WEITERE >>
| |
|