SCHREIBEN
In welchen Schuhen fühlen Sie sich wohl? Erste Person oder dritte Person?
Es kommt auf die Geschichte an. Meist ist des die dritte Person, allerdings hat es auch seinen Reiz eine Geschichte aus der Sicht des Protagonisten zu schreiben.
In beiden. Das ist abhängig von dem was ich schreibe.
Am liebsten schreibe ich in der ersten Person präsens. Das hat für mich etwas Aktuelles, man ist sofort in der Geschichte drin.
"Ich öffne die Tür und versuche, in der Dunkelheit dahinter etwas zu erkennen."
Das liest sich doch gleich viel persönlicher, als:
"Er öffnete die Tür und versuchte, in der Dunkelheit dahinter etwas zu erkennen."
Aber mit Geschmäckern ist das so eine Sache, wie man in meiner Heimatstadt Frankfurt zu sagen pflegt.
Das hängt von der Geschichte ab - in Sirka Ehrenpreis zum Beispiel, der Protagonistin meines Aachen-Krimis "Tod im Wasser", steckt viel von mir selbst, daher habe ich ganz automatisch die erste Person als Erzählperspektive gewählt.
Mimi Berger dagegen, die krimiversessene Buchhändlerin aus der E-Book-Reihe "Mimis Krimis", ist deutlich älter als ich und auch eher von einer anderen realen Person inspiriert, daher habe ich hier die dritte Person gewählt.
Nur dritte Person. Die Ich-Erzählperspektive engt mich zu sehr ein.
Hängt von der Textart ab. Generell lieber auktoriales Erzählen.
Kommt immer darauf an. Mal so, mal so.
Beiders, ich wechsel gern hin und her.
Dritte Person. Da habe ich prima Gelegenheiten über Dinge und Geschichten zu schreiben, die irgendwie stattgefunden haben. Die dritte Person kann auch autobiografische Daten und Züge tragen, ohne dass es gleich bemerkt wird.
erste
In meinen eigenen Schuhen, der Rest ergibt sich je nach Thema.
Ich mag beides und kam lange mit der dritten Person nicht zurecht, mittlerweile fühle ich mich darin aber wohler als in der ersten Person. Ich schreibe auch beinahe nur noch in der dritten Person, es sei denn, es handelt sich um einen "verrückteren" Charakter, bei dem Selbstgespräche oder die Egozentrik eine grosse Rolle spielen.
In schizophrener Harmonie ist mir die dritte Person willkommen. Doch wenn diese auf zu großen Fuße lebt oder Dreck am Stecken hat, dann sind die eigenen Füße mir noch am liebsten, um eine Geschichte voranzutragen.
Verrückt - hier kommt ja jetzt meine Schuh-Metapher... Da ich hier vom Schreiben meines Blogs berichte, ist es natürlich die erste Person. Anfangs war dies für mich etwas befremdlich, aber gut. Jede Rolle hat ein ICH verdient! |
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