Wie haben Sie angefangen, zu schreiben? Wer hat Ihre Texte damals gelesen?
Mit ca 9 Jahren hab ich mich mal an einer Liebesgeschichte probiert. Einfach nur aus Langeweile auf Grund eines Traumes. Mittlerweile hab ich diese weggeschmissen, da sie echt ZU schlecht war. Gelesen hat sie meine beste Freundin, die sie ganz toll fand. Heute (bin 15) schreibe ich hauptsächlich traurige Geschichte, in denen aus irgendeinem Grund immer jemand sterben muss. Hab einige Geschichten an den literarischen Dichter Thanos Kießling geschickt, der sämtliche meiner Geschichten ganz ganz toll fand und sie mich sogar bei einer Lesung hat vortragen lassen.
Ich hatte schon als Kind eine Fantasywelt in der ich immer wieder Geschichten erfunden habe. Vor etwa einem Jahr habe ich begonnen alles aufzuschreiben
Natürlich in der Schülerzeitung. Dann hat niemand meine Texte gelesen -waren ja nur für mich. Mit den Seminararbeiten fing das Schreiben auf professioneller Ebene an - und mit der Arbeit als Hiwi beim Fernsehen. Aber das ist eine andere Geschichte.
In der Lokalredaktion - der erste Text war eine Bildunterzeile. Das Foto zeigte einen Arbeiter der Stadtverwaltung, der in den Ruhestand ging, mit seinen Vorgesetzten.
Tagebuch, kleinere Texte aus meiner Inspiration, Schülerzeitung, Briefe mit Brieffreunden und mit Freundin, Kabaretttexte für mich, Kabaretttexte für die Bühne mit wechselndem Erfolg (was an meinen Texten liegt, welche auch unterschiedlicher Qualität sind);
Angefangen mit Schreiben habe ich schon zu Grundschulzeiten, da hat es aber noch niemand zu lesen bekommen.
Im Punk-Fanzine «Offen und Ehrlich». Die Nachfolgepublikation von «Lug und Trug». Die Leser waren - na ja - Punks.
Ich schreibe schon immer. Kritzele Notizhefte voll, die ich selbst nicht mehr entziffern kann. Doch hielt ich, was ich schrieb, für dumm. Und mich. Ich ließ niemanden lesen, was ich schrieb. Vor allen den nicht, dessen Urteil mir ursprünglich am meisten bedeutet hätte. Was mich beschäftigt, ist für ihn nur mäßig interessant. Das ist kein Vorwurf. Es ist einfach so. Ich musste lernen, diese Gleichgültigkeit nicht als Urteil zu verstehen, das alles, was ich schreibe, ein für allemal erledigt.
Im zarten Alter von 16 Jahren. Während der Lehre als Maschinenbauer - speziell an den Praxistagen - brauchte ich wohl einen intellektuellen Ausgleich und begann, kaum des Nachmittags zuhause angelangt, mit dem Schreiben von SF-Shortstories. Dieses Genre war jedoch nicht dazu auserkoren, Interesse bei meinen Eltern zu wecken.
Insofern benötigte ich andere Kritikquellen. Zum Glück lief ich bei einer Lesung Frau Dr. Dagmar Ende [ http://www.germanistenverzeichnis.phil.uni-erlangen.de/institutslisten/files/de/00900_de/917_de.html ] sozusagen in die Arme und konnte sie als erste Lektoratsinstanz gewinnen. Lange Jahre konnte ich auf ihre mahnenden wie beflügelnden Worte zählen! Danke, Frau Doktor!
Immerhin gelangten einige ausgewählte Geschichten in die Hände von Erik Simon [ http://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Simon ], der mir in einem persönlichen Brief Interesse und Diskussionsbereitschaft signalisiert hatte. Leider kam es nie zu einem Treffen und aus diversen Gründen nahm mein Schreibenthusiasmus wieder ab.
Bis im Jahr 1999 die Initialzündung in Form eines Schreibwettbewerbs des Bertelsmann-Verlages erfolgte. Ein Roman! Und ich war fortan wieder Feuer und Flamme fürs Schreiben. Bis heute...   | | |
In der Schule, aufgrund eines Wettbewerbs der Zeitschrift "Brigitte"
Aus einem Leiden heraus ist eine Leidenschaft entstanden - das Schreiben
Ich schreibe eigentlich schon seit ich schreiben kann.
Bereits in der Grundschule fiel ich den Lehrern und auch meinen Eltern durch meine große Fantasie und meinen Spaß beim Lesen und Schreiben auf.
Dabei habe ich auch schon immer Wert auf Rechtschreibung gelegt und in fast jedem Diktat nicht mehr als eine Hand voll Fehler gemacht, wenn überhaupt.
Später im Gymnasium lief das fehlerlos, auch wenn ich mit meinen Geschichten oft über das Ziel hinausgeschossen bin.
Mit der Zeit habe ich dann gelernt mich selbst zu sortieren, um so zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Allerdings bin ich ein kleiner Perfektionist und noch immer nicht ganz mit meinen Ergebnissen zufrieden.
Anfangs gab ich die Texte als erstes zu meiner Mutter oder einer Freundin. Inzwischen darf meine Frau immer als Erstes lesen.
Bereits in der Volksschule verfasste ich heimlich Verse und kleine Gedichte. Mein Klassenlehrer quittierte mein gelegentliches Desinteresse an seinem Unterricht im Zeugnis mit der Bemerkung: „Wilhelm Ruprecht schreibt heimlich unter der Bank Gedichte“.
Das heimliche Verseschmieden vermochte mir der Herr Oberlehrer trotz massiven Rohrstockeinsatzes nicht auszutreiben. Dafür hatte er etwas bemerkt, das Folgen haben sollte: ich träumte und phantasierte lieber als zu lernen, und ich verdichtete im wahrsten Sinne des Wortes meine Träume.
Bei der Einschulung wurde ich zunächst probeweise zugelassen, weil ich zwei Monate zu jung war. Dabei konnte ich bereits das gesamte Alphabet. Als der Lehrer da vorn mit dieser albernen Buchstabierei loslegte, bei der die Buchstaben nicht in voller Länge ausgesprochen wurden, also dieses "bh" oder "tsh" (kann ich in Lautschrift gar nicht wiedergeben) statt "Be" und "Ce" habe ich ihn innerlich ausgelacht. Gesagt habe ich natürlich nichts, er war ja eine Respektperson.
Meine Mutter fiel aus allen Wolken, als ich im Alter von fünf Jahren einen Absatz aus meinem Lieblingsvorlesebuch abgeschrieben hatte. Meine Tante meinte: "Du wirst mal Sekretärin, dann heiratest du deinen Chef und wirst Chefsekretärin."
Ihre Vorsehung sollte sich nicht ganz erfüllen. Ich wurde erst Chefsekretärin, dann verliebte ich mich in meinen Chef, aber da er schon verheiratet war, wurde es nichts mit einer Hochzeit.
Beim nächsten Mann auch nicht. Aber er faszinierte mich mit seinen Erzählungen, und eine der immer gleichen Geschichten schrieb ich schließlich mal auf und schmückte sie aus. Das machte mir Spaß. Dann begann ich, ehrenamtlich Pressetexte zu verfassen. Diese Texte hatten mit journalistischen Arbeiten wenig zu tun, aber sie wurden gern gelesen und ich wurde häufig darauf angesprochen.   | | |
Freunde, Eltern, Lehrer |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | << VORHERIGE WEITERE >>
| |
|