FINANZEN
Ein Freund schlägt mir vor, in sein Geschäft zu investieren. Welche Vorsichtsma?nahmen muss ich treffen?
Hören Sie einfach auf Ihren Bauch und prüfen Sie ob Sie es sich leisten können auf das Geld zu verzichten.
Genau Informieren und recherchieren, Finanzen sorgfältig prüfen und gegebenenfalls einen Profi um Rat fragen – also bloß nicht überstürzt bzw. aus einem schlechten Gewissen heraus handeln.
Wir raten Ihnen, investieren Sie nicht. Stellt sich die mögliche Investition später als Flopp dar, sind Sie froh, dass Sie nicht investiert haben und die Freundschaft erhalten bleibt. Wirft die Investition eine normale Rendite ab, können Sie getrost auch woanders investieren. Wird die Investition bei Ihrem Freund ein absoluter Senkrechtstarter, wird ihr Freund sicherlich so großzügig sein, und Sie am Erfolg beteiligen.
Wollen Sie unbedingt investieren, sollten Sie sich vorher fragen: kann ich damit leben, wenn mein Einsatz komplett verloren geht? Wenn Sie diese Frage mit "Ja" beantworten können, ist auch ein Investment im Unternehmen Ihres Freundes gerechtfertigt.
1; Würde ich einem Fremden mein Geld anvertrauen?
2; Was weiß ich von dem Geschäft, dem Vorhaben?
3; Welchen Zahlen, Jahresabschlüsse gibt es? Auch aktuelle Zahlen.!
4; Gibt es Sicherheiten?
Erst mal muss klar sein, ist der Kunde nur Kapitalgeber, also Bank, oder will der Kunde Miteigentümer werden? Wenn der Kunde Miteigentümer werden möchte, will er in das operative Geschäft miteingreifen oder nicht.
Es gilt der "Starke" ist am stärksten allein.
Also warum fragt der Freund nach einer Beteiligung? Bekommt er kein Geld von der Bank? Insbesondere die Kfw, die ja Existenzgründer massiv unterstützt, man muss nur richtig fragen, sollte man berücksichtigen.
Oder kann der Freund das Geschäft nicht alleine aufziehen? Braucht er operativ Hilfe?
Grundsätzlich würde ich immer und ohne Ausnahme meinem Kunden davon abraten 50/50 Geschäfte und Joint-Ventures zu eröffnen, das geht sicher schief, ist nur eine Frage der Zeit. Es muss klar sein, wer der Chef, und wer der Mitarbeiter ist. Es kann für einen Bereich nur einen Chef geben.
Also sauber und überschneidungsfrei die Bereiche trennen, wenn man schon gemeinsam die Firma aufziehen möchte.
Außerdem sollte man schon vorher genau festlegen, und welchen Bedingungen man sich wieder trennen kann, quasi vorher einen "Ehevertrag" abschließen. Wem Patente und das Know-How der Firma gehört und wer und für was die Haftung übernimmt.
Und vor allen sich Gedanken der Absicherung machen, was wenn dem einen oder anderen etwas zustößt, Todesfall, Unfall, Krankheit, Pflegefall, Scheidung usw.
Letztlich ist eine Beteiligung ein Geschäft, nicht vergessen. Und mit Freunden Geschäfte zu machen, hmm...? Im Zweifel würde ich meinem Kunden eher davon abraten.   | | |
Vor allem sehe ich Fragen der Sicherheit der Anlage im Vordergrund. Ebenso die Frage der Streuung (nach Zahl und Höhe der Anlage) usw..
Dies ist aber eher nicht mein Arbeitsbereich.
Nur mit Vertrag bei einem Rechtsanwalt unter gar keinen Umständen so das Geld geben oder Bürgschaften vereinbaren
Bei Geld hört oft die Freundschaft auf. I.d.R. gilt: Wenn ein Geschäft außerordentlich gut läuft, braucht man kein Geld von Freunden... dann stehen die Banken schon Schlange, um Geld zu leihen....
Hier sollte man zu aller erst nach dem Grundsatz verfahren: „Bei Geld hört die Freundschaft auf!“ Hier sollte man bedenken, dass, wenn ein Geschäft gut läuft, Banken i.d.R. Schlage stehen, um dem Geschäft Geld zu leihen. Dann hätte es derjenige nicht nötig, sich von Freunden Geld zu leihen. Im Endeffekt muss das aber jeder für sich entscheiden, wie er mit seinem Geld verfährt.
Zuerst würde ich Gesellschaftsform prüfen. Die GbR ist dabei die heimtückischte Gesellschaftsform. Zumal man bereits durch gemeinsames handeln in dieses Haftungsrisiko kommen kann.
Dann würde ich entscheiden, ob die Freundschaft bei Verlust der Investition Bestand haben soll. Die meisten Anlageberater haben Ihre Freunde bei negativen Marktentwicklungen verloren, weil der Freund einen Schuldigen braucht und den Verlust seelisch nicht verkraften kann. |
| 1 | << VORHERIGE WEITERE >>
| |
|