PSYCHOLOGIE
Früher war es ein wenig verpönt, zur Therapie zu gehen. Heute ist es "in". Wann ist die Hilfe eines psychologischen Experten angebracht und wann nicht?
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Dann, wenn man sieht, dass man allein nicht mehr weiter kommt. Es stellt sich allerdings die Frage, ob man/frau das immer sieht und bereit ist, Hilfe zu suchen. Hilfe in Anspruch zu nehmen, bedeutet auch immer, sich in Abhängigkeit zu begeben. Dabei ist auch das individuelle Selbstwertgefühl bedroht, weil man damit mangelnde Kompetenzen zugibt. Psychologische Methoden zielen allerdings auch darauf ab, dem Klienten Kompetenzen zu vermitteln, damit zukünftige schwierige Situationen besser bewältigt werden können.
Grundsetzlich ist sie genau dann angebracht, wenn es nicht mehr anders geht. Wenn das eigene Leben nicht mehr vernünftig zu bewältigen ist, wendet man sich an einen Experten.
Situationen, in denen das nicht sein muss:
- Sie fühlen sich irgendwie "anders" als die anderen (Solange das ihr Leben nicht wesentlich beeinträchtigt)
- Ihnen geht es die letzten zwei Wochen mies
- Sie vermissen ihre Exfrau
So "In" ist es noch gar nicht. "In" muss es auch nicht werden. Ich würde mir stattdessen mehr gesellschaftliche Toleranz gegenüber Menschen mit psychischen Beschwerden wünschen. Denn in Wirklichkeit, werden Menschen mit psychischen Problemen nicht ausreichend offen, freundlich und wertschätzend behandelt. Und genau diese stigmatisierende Haltung ist es, die viele Betroffene eher ins Schweigen oder die Isolation treibt, als sie so früh wie möglich ermuntert, sich professionell helfen zu lassen.
Einen professionellen Helfer heranzulassen empfiehlt sich auf jeden Fall dann, wenn die Qualität im Fühlen, Denken, Erleben und Verhalten sich so verändert hat, dass es deutliche Einschränkungen im Leben gibt und die eigenen Erklärungs-, Heilungs- und Lösungsversuche sich erschöpft haben. Noch besser ist es aber, es soweit gar nicht kommen zu lassen und sich rechtzeitig einer Hilfe anzuvertrauen. Nicht immer brauch man dann Therapie. Viel früher können fundierte Beratung oder präventive Maßnahmen wirksam helfen, stabilisieren und das entstehen eines behandlungsnötigen Zustandes verhindern.   | | |
das ist nicht pauschal zu beantworten. zu individuell.
Hilfe ist immer dann angebracht, wenn jemand einen hohen Leidensdruck hat und einen Rat von einem Experten braucht. Ob daraus eine Therapie wird oder nicht kann dann immer noch entschieden werden.
Wenn Sie glauben, dass Ihnen das weiterhilft, probieren Sie's aus.
Wollen wir seriös bleiben? Okay, dann ist die Behauptung Quatsch, dass es "in" ist, zur Therapie zu gehen.
Es ist noch immer die "Energie" von Kranksein - und das gilt bei uns noch immer als verhindernswert.
Coaching, durchaus auch therapeutisches Coaching, hat diesbezüglich eine andere Energie und auch eine wesentlich breitere Akzeptanz.
Wann man einen psychologischen Experten um Hilfe bittet?
Wenn man selbst nicht mehr vorankommt - wäre eine gute Idee, oder?
Das entscheidet letztlich nur der, der sich an einen Experten wendet. Und natürlich können Ärzte und/oder Mitmenschen Hinweise geben. Und sicherlich ist der Leidensdruck entscheidend. Komme ich mit meiner Situation zurecht, will ich etwas ändern?
Ixh möchte die frage gerne erweiter: Wann ist es angebracht, zu einem Astrologen zu gehen und wann nicht? Zunächst einmal möchte ich mit dem Irrtum aufräumen, Astrologen könnten wahrsagen oder hellsehen. Das tun nur Scharlatane. Seriöse Astrologen fördern die Selbsterkenntnis und können Entscheidungshilfe geben: Welcher Beruf ist der richtige für mich? Passen wir zusammen? Soll ich mich selbständig machen? Das sind Fragen, die Astrologen beantworten können. Astrologie will aber keine Therapie sein oder ersetzen. Sie ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und Selbstentdeckung.
Wenn man nicht weiß, welche Wahlmöglichkeiten man in einer Krise hat, ist es hilfreich, wenn ein dritter Anderer diese aufzeigt.
Wenn aber nur ein ohnehin schon aufgeblähtes Ego gestützt werden soll, ist es besser dies zu unterlassen. Heißluftballone müssen eh wieder auf die Erde zurück, wenn der Brenner ausgeht. Und das tut er, früher oder später. Mit oder ohne die Hilfe eines psychologischen Experten. Man kann das bestenfalls hinauszögern.
Die Hilfe ist angebracht, wenn Veränderung erwünscht ist oder ein Mensch eine Störung aufweist (körperlich/somatisch, seelisch, geistig, sozial).
Auch hier sind schwere psychische Störungen anders zu bewerten als Störungen, die in den (ehemals) leichten neurotischen Bereich fallen. Eine leichte neurotische Individualität bedeutet noch nicht, dass jemand therapiebedürftig ist. Ein anderer Mensch leidet vielleicht unter einer Kleinigkeit und darf diese gern therapeutisch ausräumen (oder akzeptieren lernen).
Sobald der Leidensdruck groß ist, ist es angebracht Hilfe zu suchen.
Ich sehe es als Stärke an jemanden anderen um Hilfe zu bitten.
Da geb ich nur den Erfolgstipp Nummer 1: Ändern (tun) bevor es zu spät ist.
(Wenn der Konflikt im Kopf ist, ist es Zeit!)
Wenn der Mensch ein Ungleichgewicht in seinen Gedanken verspürt, wenn der Mensch befürchtet mit seinem Leben auf die schiefe Bahn zu geraten oder wenn der Mensch glaubt nicht mehr fähig zu sein, das Leben zu meistern.
Es ist "in"? Wenn man sonst niemanden zum Reden hat,ist ein Psychologe vielleicht das Richtige,es sei denn man ist eine anhängliche Persönlichkeit. Psychologen machen nur ihren Job und sie sind dazu verpflichtet sich nicht allzu sehr auf der emotionalen Ebene mit ihren Patienten zu verbünden. |
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