Welche neuen Tendenzen im Bereich der Psychologie wecken in Ihnen das größte Interesse?
Zur Zeit finde ich die Verbindung zwischen neurobiologischen und psychologischen Themen hoch interessant. Das bezieht sich sowohl auf Psychotherapie, als auch auf Training & Coaching, als auch alle Felder des Lernens (http://www.rompc.de/download/pdf/Wenn_Lernen_zur%20Last_wi (...) ) sowie der Gesundheit. Nach wie vor bin ich an systemischen Themen sehr interessiert. Die lassen sich neben den psychotraumatishen Aspekten auch gut mit den neurobiologischen vernetzen. Neuerdings wird dies auch auf Aspekte von Führung in Unternehmen übertragen. (http://www.rompc.de/download/pdf/spieglein_070409.pdf (...) )
Die neurobiologischen Erklärungsmodelle psychischer Zusammenhänge. Spiegelneuronen, etc.
Die Neuropsychologie beeindruckt mich da sehr. Hier ergeben sich aus den frischen Erkenntnissen bedeutsame Ansätze für das Verstehen der menschlichen Psyche und des menschlichen Seins. Und ebenso neue praktische Ansätze für Beratung, Therapie und Coaching.
Die Einbeziehung neuer neurobiologischer Erkenntnisse in therapeutische Arbeit.
Die Objektiv Hermeneutische Psychoanalyse. Denn damit wird die ausgeklammerte Seele wieder zum Gegenstand und muß keine "Black Box" mehr bleiben.
Das Aufbrechen verknöcherter Strukturen und das Miteinander unterschiedlicher Schulen. NLP, Hypnose, Systemik, Psychoanalyse und viele weitere Facetten lassen sich wunderbar miteinander verknüpfen.
Psychologie und -therapie individuell auf den Patienten/Klienten/Coachee abgestimmt.
Die Verbindung der Neurobiologie/-chirurgie mit der Psychologie - faszinierend. Manfred Spitzer (Gehirn und Geist) und Gerald Hüther sind für mich zur Zeit sehr aussagend, indem sie die Forschung dem Nicht-Forschenden nahe bringen.
Die Wissenschaften verschmelzen, und mich erfreut dabei, dass damit die Ganzheit erkannt wird und nicht mehr ausschließlich mit einzelnen Fragmenten gearbeitet wird. Die aktuellen Erkenntnisse aus der Gehirnforschung faszinieren mich oder auch die Diskussionen um den menschlichen Willen.
Schematherapie nach Jeffrey Young, Linnehan,
Methodisch finde ich die "Narrative Therapie" wie sie Michael White entwickelt hat, mit der Externalisierung von Problemen, ganz bedeutsam, obwohl das ja nicht mehr völlig neu ist. Es ist eine wunderschöne Methode, nicht nur in der Arbeit mit Kindern! Vor allem aber interessieren mich Richtungen, die therapeutisches Handeln mehr auf Wissen als auf Glauben gründen. Ich halte die Arbeiten von Professor Klaus Grawe für epochal und begrüße jede Psychotherapieforschung. Leider ist es angesichts der Ergebnisse manchmal nicht leicht, die Qaulität der Studien wirklich zu beurteilen. Vieles kommt als "pseudo-wissenschaftlich" daher. Es ist für mich aber eine ethische Frage, Menschen mit Problemen und Erkrankungen nur so weit mit Glauben zu behandeln, wie mir kein Wissen zur Verfügung steht. |
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