LIEBE
Kann man einfach nur Freunde sein, wenn einer von beiden in den anderen verliebt ist?
Klar, wenn einer von beiden ne absolute Pussy ist.
Schwierig, aber machbar.
Nein!
Nur sehr schwer aber es geht
Früher oder später wird diese Freundschaft scheitern, denn sobald einer mehr empfindet, wird er oder sie immer die Hoffnung in sich tragen, dass die Person eines Tages doch anders für einen empfinden könnte.
Es wird schwierig. Es steht zumindest für einen von beiden immer etwas dazwischen, es sind Gefühle, die hemmen und die einen ungezwungenen und freundschaftlichen Umgang extrem erschweren können.
Huh - schwierig - meist ist die Richtung entscheidend - aber auch hier ist es oft so, wenn er (Mann) erkennt, dass sie (Frau) niemals die Liebe erwiedern wird, dann wird er oft böste und ungerecht.
Ja
Meistens nicht. Man würde den jenigen der verliebt ist nur verletzten. Am besten ist erstmal Abstand und sich auf jemand anderen einlassen. Danach kann man wieder eine schöne Freundschaft pflegen
Ich glaube nein. Freundschaft ist etwas anderes als Liebe, auch wenn Liebe ohne Freundschaft oder Freundschaft ohne Liebe nicht möglich ist. Freundschaft sollte vielleicht deshalb eher gleichgeschlechtlich sein.
Es gibt die gleichgeschlechtliche Liebe und das gleichgeschlechtliche Begehren. Reden wir darüber. Gleichgeschlechtliche Liebe kann wie die Liebe von Vater zu Kind sein, die Liebe zu den Tieren, zu den Dingen, die eines Erwachsenen zum Kind etc. Das heißt das Begehren bleibt draußen vor. Insofern ist Liebe auch zwischen Männern oder Frauen etwas Natürliches und Wünschenswertes. Es gibt sie schon seit Menschengedenken. Diese Liebe hat nichts mit dem Begehren zu tun.
Nun will die homosexuelle Emanzipations-Bewegung die Liebe unter Männern für ihre Sache instrumentalisieren. Liebe soll immer Lust, genauer: Sex einschließen, sonst ist man verklemmt, spießig etc. Auf diese Weise ist zumindest im deutschsprachigen Raum die Männerliebe, selbst noch die Begegnung oder Freundschaft unter Männern diskreditiert worden. Man(n) berührt, man umarmt und küsst sich nicht.
Das homosexuelle Begehren ist ein Sonderfall von Liebe. Jetzt steht die Lust im Vordergrund, die Sinnlichkeit, das Vergnügen. Oben nannte ich es Austausch von Körperflüssigkeiten. Invertiertes Verhalten, nennen wir es einmal so mit Freud, ist geeignet zur Geburtenkontrolle(China!) und für pazifistische Bewegungen. Make love, not war meint: Menschen, die ein erfülltes Leben voller Lust haben, werden dieses Leben nicht leichtfertig in einem Krieg aufs Spiel setzen wollen. Ähnlich denkt Wilhelm Reich, wenn er den autoritären Kriegs-Charakter immer mit einer psychischen und sexuellen Deformation gleichsetzt.
Ich denke, der Streit um die Homosexualität ist ein Streit um die philosophische Bedeutung und Wichtigkeit von Lust. Dieses Thema ist so alt wie die Menschheit selbst. Platon hat die Lust abgelehnt und nur das Geistig-Intellektuelle als Wesentlich geschätzt, weil er vielleicht als Knabe der damals modischen Knabenliebe ausgesetzt war und schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das Christentum hat Platons Argumentation aufgegriffen (Paulus), zumal es im alten Rom die Exzesse des Lustlebens (Kaiser Nero) kennengelernt hat. Selbst über Caesar skandierten seine Soldaten beim Triumphzug durch Rom: Er ist jedermanns Frau und Mann. Thomas von Aquin hat dann im 13.Jhdt. gegenläufige Ideen von Aristoteles in das Christentum gebracht, "nichts Natürliches sei uns fremd", wozu er auch die Sexualität gerechnet hat (nicht jedoch die Homosexualität).
Nach Freud ist nur der genitale Charakter gesund. Seine sexuelle Lust soll jedoch in Arbeit, Kunst, Kreativität etc. sublimiert, das heißt verwandelt werden. Keine Gesellschaft kann ohne Arbeit, Kreativität etc. leben. Deshalb muss die Lust eingegrenzt, gebändigt, kanalisiert werden.Wer in der Lust leben will, meidet alles andere. Nietzsche sagt: "Lede Lust will Ewigkeit, tiefe, tiefe Ewigkeit".Also ist die Lust den Schaffens-Typen verdächtig. In der Antike war die Philosophie der Lust sehr einflussreich (Aristipp, Epikur) und sie stand in einer dauernden Auseinandersetzung mit der asketischen Philosophie der Stoa, die stark das Christentum beeinflusst hat (Marc Aurel, Seneca).
Ich denke, in der Homosexualität steht die Lust an einer dominanten Stelle, nicht das Kinderkriegen, die Familie, die Verantwortung. Homosexualität, sexueller Verzicht und Askese sind ein Widerspruch in sich. Ich kenne keine Homosexuellen, die abstinent leben außer den Priestern. Doch zölibatäre Homosexuelle sind tragische Personen per se.
Dies sage ich jetzt alles ohne Wertung ob besser oder schlechter. Heutzutage scheint es schwer, asketisch oder auch nur franziskanisch zu leben. Die Massenmedien, die Werbung, die Mode bombardieren einen mit sexueller Stimulation und Angeboten zur Lust. Wobei es vielfältige Arten von Lust gibt. Doch jede Lust, jedes Begehren will Steigerung. Nach Buddha (und auch Schopenhauer) ist nur Verzicht auf das Begehren der Beginn von Glück.   | | |
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