Interview mit:Benjamin Schreiber [djbny]
MUSIK
 | Was machen Sie? Worauf haben Sie sich in der Musik spezialisiert? Ich mache Remixes von bekannten Musikstücken, egal ob Charts, 80er oder Soundtracks und versuche, jeden Musikstück meine eigene Note zu verpassen. |
 | Arbeiten Sie allein oder in einer Gruppe? Sollten Sie in einer Gruppe arbeiten: Wer sind Ihre Kollegen? Ich arbeite alleine, ich lasse mir nicht gerne irgendwo reinreden, auch wenn ich mir von anderen Leuten Anregungen, Tipps und Kritik einhole. Jedoch werde ich möglicherweise bald jemanden dazuholen, der sich meine Remixes genau anhört und diese eventuell optimiert. |
 | Haben Sie eine Website, wo wir etwas über Ihre Arbeit sehen, hören oder lesen können? Ja, sie können ALLE aktuellen und auch vergangenen Musikstücke auf www.djbny-music.de kostenlos herunterladen und anhören. |
 | Gibt es Auszeichnungen, Wettbewerbe oder andere Anerkennungen, von denen Sie uns erzählen können? Leider nein, da ich noch nicht den Weg ins professionelle Musikbusiness gefunden habe. Ich bekomme aber viel positives Feedback auch von anderen Musikern oder auch Leuten aus dieser Branche. |
 | Diskografien, an denen Sie mitgewirkt haben: Nur meine eigene Diskografie. |
 | Wie haben Sie mit der Musik angefangen? Wer hat Sie eingeführt? Ich habe 1996 mit 8 Jahren mein erstes Keyboard zu Weihnachten bekommen und habe mir das Spielen selbst beigebracht. Da ich schon immer sehr kreativ war und laut meinem Kinderarzt damals als hochbegabt galt, fiel mir das auch sehr leicht, neue Musikstücke zu erlernen und auch selbst zu komponieren. Mit 10 Jahren fing ich dann an zu singen und mit 18 Jahren habe ich meine ersten eigenen Projekte aufgenommen. Seit 2010 gehe ich mit diesen Projekten auch an die Öffentlichkeit. |
 | Welche musikalische Ausbildung haben Sie genossen? Meine eigene *grins*. Ich habe, ebenso wie beim Umgang mit PCs, mir alles selbst beigebracht und verzichte sogar komplett auf Noten und arbeite auch heute noch nach Gehör. Jedoch hole ich mir Ratschläge auch von anderen Musikern und auch von Leuten, die nur mit Musik zu tun haben, wie z.B. Mike McDavis, der für die Gruppe Bad Boys Blue arbeitet und den Internetauftritt verwaltet. |
 | Wann wurde Ihnen klar, dass Sie von der Musik leben wollen? Das wurde mir letztes Jahr klar, als ich die ersten positiven Feedbacks von wildfremden Leuten und auch von Musikern erhalten habe. |
 | Wie verläuft Ihr kreativer Prozess? Ich höre einen Song, dieser gefällt mir vielleicht ganz besonders, ich höre ihn dann etliche hundert Male, bis ich die Noten im Kopf habe und fange an, meine eigene Kreation daraus zu machen. Manchmal nehme ich, wenn die Musikstücke vom Noten- und Instrumentenumfang sehr komplex sind, Notenblätter und MIDI-Files zur Hilfe, jedoch ist das meiste nach dem Gehör entstanden. Dann sorge ich dafür, dass alles stimmig klingt und zum Schluss wird das Musikstück released und verbreitet. |
 | Wann haben Sie Ihre hellsten Momente? Morgens oder eher am Abend? Schwer zu sagen, meistens kommen mir die Ideen für neue Remixes an den ungewöhnlichsten Orten zu den unmöglichsten Zeitpunkten, sei es im Bett, beim Arbeiten, auf dem stillen Örtchen oder unterwegs beim Einkaufen. Die Tageszeit spielt dabei keine wichtige Rolle. |
 | Sind Sie schon einmal mit einer Melodie im Ohr aufgewacht, die Sie im Traum komponiert haben? Ja, in der Tat. Aber meistens vergesse ich diese sehr schnell wieder. |
 | Wann wissen Sie, ob ein Thema fertig ist, oder vielleicht noch einige Änderungen vertragen könnte? Das weiß ich immer dann, wenn ich sehe, dass es an dem jeweiligen Song für mich nichts mehr zu verbessern gibt. Das ist bei manchen Musikstücken schwer für mich, bei anderen weiß ich aber schnell: "So muss es sein, so bleibt der Remix" |
 | Wie haben Sie Ihr kreatives Territorium entdeckt? Wie würden Sie es beschreiben? Wie ich es entdeckt habe? Ich weiß es nicht mehr genau, dafür ist es echt zu lange her, aber ich glaube es fing damit an, dass ich als Kind immer eine Gitarre und ein Keyboard haben wollte. Auch im Musikunterricht in der Schule war ich sehr motiviert und habe dort oft Einsen gehabt, auch wenn ich teilweise zu kreativ war, was sich dadurch äußerte, dass ich beim Gruppensingen die Texte verunstaltet habe und mich dadurch in den Vordergrund brachte. Das lag vielleicht auch an meinem ADHS, was ich übrigens bis heute habe, womit ich heutzutage aber nahezu perfekt umgehen kann. |
 | Welcher Teil Ihrer Arbeit gefällt Ihnen am wenigsten? Wenn ich ein Musikstück nicht so realisieren kann, wie ich es gerne hätte und dann auch mal frustriert aufgebe. Aber es sind ja schnell Alternativen gefunden. |
 | Wie oft üben Sie? Von täglich bis einmal die Woche, man muss ja auch noch arbeiten und sein Privatleben pflegen. |
 | Wie fühlen Sie sich in den Momenten, bevor Sie auf die Bühne treten? Ich war bis jetzt dreimal auf einer Bühne, einmal bei einem Jubiläum meiner alten Schule, wo ich mit im Vordergrund gesungen habe, einmal bei Deutschland Sucht den Superstar im Vorcasting (wo ich weitergekommen bin, aber aufgrund längerer Krankheit ausgeschieden bin) und einmal, wo ich vor mehreren Freunden gesungen habe und ich bin da total aufgeregt gewesen, eher sogar ein wenig schüchtern und bescheiden, so nach dem Motto "Das kann doch jeder, ich bin doch nix besonderes." |
 | Welche Musiker oder Gruppen haben Sie in Ihrer Laufbahn inspiriert? Bad Boys Blue, Lady Gaga, Deadmau5, Linkin Park, Alex Twister, C418 und auch viele andere. |
 | Drei Schlüssellieder Ihres Lebens: Bad Boys Blue mit "Kisses And Tears", Deadmau5 mit "Ghosts 'n' Stuff" und Unheilig mit "Geboren um zu Leben", welche unterschiedlicher nicht sein können. |
 | Was müsste man tun, um die Piraterie einzudämmen? Ich glaube, die Lösung des Problems ist schwer. Ich denke aber, man müsste die Musik leichter zugänglich machen für alle. Ich denke man könnte die Musik noch so günstig machen, doch Piraterie wird es immer geben. Und davon leben die Musiker aber auch, irgendwie. |
 | Welche Art von Musik können Sie nicht ertragen? Deutsche Volksmusik, da kriege ich fast Aggressionen, wenn ich die hören muss. Deutsche Musik in allen Ehren, aber Volksmusik geht gar nicht! |
 | Um wieviel Uhr sind Sie heute Morgen aufgestanden? Um sechs Uhr dreißig, wie fast jeden morgen. |
 | Wie verkaufen Sie sich? Was für eine Erfahrung haben Sie mit Plattenfirmen und Vertretern gemacht? Mit Plattenfirmen und Vertretern habe ich noch keine Erfahrungen gemacht. Ich vertreibe meine Musik momentan noch kostenlos, man kann jedoch freiwillig einen kleinen Obolus leisten um mich und meine Arbeit zu unterstützen. Irgendwann wird die Musik natürlich etwas kosten, wenn auch nicht viel. |
 | Haben Sie andere Arbeiten angenommen, um Geld zu verdienen? Ich nehme fast jede Arbeit an um Geld zu verdienen, ob ich nun beim örtlichen Metallhändler mitfahre, körperlich arbeite und mir die Finger schmutze mache oder ob ich in einer Spielhalle arbeite und dort die Gäste betreuue und meine Gastfreundlichkeit zeige oder ob ich Garten-, Reinigungs- und Hausmeisterarbeiten mache, ist relativ egal. Hauptsache ist, dass die Arbeit spaß macht. Das ist mir persönlich fast noch wichtiger als das Geld, was man für die Arbeit erhält. |
 | Haben Sie schon mal auf der Straße oder in der U-Bahn gespielt? Wieviel haben Sie am Tag verdient? So ähnlich, ich habe meine Musikstücke oft auf der Arbeit oder auch vor Bekannten vorgespielt und manchmal sogar dazu gesungen. Verdient habe ich nichts, ich würde aber auch so nie etwas von den Leuten verlangen. Sie sollen Spaß an meiner Musik haben. |
 | Wen würden Sie sofort als Vorgruppe einsetzen? Jeden, der mich inspiriert mit seiner Musik. Mir fällt da konkret der Musiker Daniel 'C418' Rosenfeld ein, der wunderbare Instrumentalstücke veröffentlicht und sogar am Indie-Spiel "Minecraft" mitwirkt mit seiner Musik. Der Junge hat es verdient, mit seiner Musik erfolgreich zu werden, da wirklich ALLES komplett aus seinem kreativen Hirn entstammt. |
 | Was würden Sie jemandem raten, der von der Musik leben will? Finde die richtigen Leute, sei kreativ und anders als andere und vor allen Dingen, SEI MUSIKALISCH VERANLAGT! |
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