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Interview mit Sabine Drechsler [drechsler] - BUSINESS
 
 
 
 
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Interview mit:

Sabine Drechsler [drechsler] 


BUSINESS
Welches Geschäft betrieben Sie? In welcher Position sind Sie dort tätig? Sind Sie Eigentümer, Geschäftsleiter, etc.?
Als ausgebildete Controllerin und Bilanzbuchhalterin gründete ich 2003 die Drechsler Unternehmensberatung für die Bereiche Unternehmensplanung und Controlling. Inzwischen arbeite ich im Schwerpunkt für Existenzgründer in der konzeptionellen Phase (Businessplanerstellung), Vorbereitung und Begleitung von Kapitalbeschaffung und Einbeziehung von Förderprogrammen. Nach der Gründung begleite ich die ersten Jahre hinsichtlich Bankenreporting, Einführung Rechnungswesen und Büroorganisation. Erste Schritte im Bereich Marketing, insbesondere Internetmarketing begleite ich ebenfalls. 2010 wurde meine zweite Niederlassung in Kreuztal eröffnet (Kreis Siegen-Wittgenstein).
Bitte geben Sie Links an, die uns Ihre Präsenz oder die Ihrer Firma im Internet zeigen.
http://www.s-drechsler.de/cms/front_content.php?idcat=57 http://www.drechsler-ub.de/ http://twitter.com/#!/S_Drechsler https://www.xing.com/profile/Sabine_Drechsler http://de-de.facebook.com/people/Sabine-Drechsler/100000436294977 http://person.yasni.de/sabine+drechsler+1063665 http://www.starterblog.de http://www.existenzgruender-netzwerk-ruhr.de http://www.bw-konzept.de
Wie ist Ihr Lebenslauf? Wie sind Sie an die Spitze eines Geschäftes gelangt?
Letzte Position als Angestellte bis 2003: Leitende Controllerin in einem Konzern (IT-Branche) Schwerpunkte der Tätigkeit: - Ermittlung diverser Ergebnisrechnungen (Standorte, ausl. Niederlassungen, Kompetenzcenter, Mitarbeiter/innen (hier erfolgsabhängige Vergütung)) - Planung, Prognose, Abweichungsanalysen - Kennzahlen für Banken, Forderungsmanagement - Schulung/Training neuer Mitarbeiter/innen in Anwendung Software Projekte als Controllerin: Einführung Kostenrechnung, Zeiterfassungssystem, Softwareeinführungen, Euro-Umstellung Weitere Positionen Vorjahre: Steuerfachangestellte im Steuerbüro Bilanzbuchhalterin im Produktionsbetrieb Ausbildungen: Abitur, Steuerfachangestellte, Bilanzbuchhalterin IHK, Controllerin IHK Weiterbildungen/Kenntnisse: Diverse Anwendungen SW für Finanzbuchhaltung (Fibunet, Navision Financials, SAP R/3 FI, Lexware), Planung (Haufe-SW), Finanzierung (Haufe-SW), laufend im Bereich Steuern/Rechnungswesen Nebentätigkeiten: ehrenamtlich für die Wirtschaftsförderung Dortmund (http://www.start2grow.de) als Coach und Gutachterin sowie ehrenamtlich als Coach und Gutachterin bei senkrechtstarter Bochum (http://www.senkrechtstarter.de) sowie als Gutachterin bei der TU Dortmund (http://www.uni-dortmund.de/uni/Transfer/Netzwerke/G-DUR/inde... tätig. ab 2003: selbständige Unternehmensberaterin mit Focus auf Existenzgründer/innen und Kleinunternehmen - Qualifikation: RKW-gelistet, KfW-Beraterdatenbank (für verschiedene Förderprogramme zugelassen) - Leistungen: Begleitung, Coaching, Erstellung Businesspläne, Förderprogramme, Finanzierung, Einführung Rechungswesen, Forderungsmanagement/Liquiditätssicherung, Schulung/Training Finanzbuchhaltung, Büroorganisation, Buchführungshilfe im ges. zul. Rahmen - Branchen: Dienstleistung, Produktion - Mitarbeiter/innen: 1 Angestellte, 1 Aushilfe, Netzwerk selbständiger Dienstleister/innen für Unteraufträge
Welche Änderungen haben Sie zuletzt in Ihrem Geschäft vorgenommen? Warum haben Sie sie gemacht?
Ich habe in diesem Jahr eine zweite Niederlassung in Kreuztal gegründet. Hier lebt mein Partner und ich gedenke, in den nächsten Jahren weiterhin in Dortmund tätig zu sein, jedoch den Bereich um Siegen ebenfalls einzubeziehen. Das wird spannend für mich.
Ein Geschäft basiert darauf, Vertrauen zu Kunden, Zulieferanten, Angestellten, etc. aufzubauen. Wie gehen Sie dabei vor?
Im Bereich Beratung und Coaching muss Vertrauen zwischen Kunden und Dienstleister herrschen. Ohne dem geht es nicht. Ich denke nicht gezielt darüber nach, wie man das schafft, prüfe jedoch, ob es vorhanden ist. Kunden, die nicht offen vorgehen, lehne ich ab. Ohne Vertrauen kann ich keine gute Arbeit leisten und halbe Sachen mache ich nicht. Dies dient genauso dem Schutz des Kunden.
Wie zieht man das beste Talent an und hält es fest?
Es gilt eine Win/Win-Situation herzustellen. Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber Mitmenschen ist eine gute Basis.
Was bedeutet für Sie der Verkauf? Welche Technik wenden Sie an? Wie lautet die wichtigste Lektion, die Sie über den Verkauf gelernt haben?
Heute geht es nicht mehr darum, Eskimos Kühlschränke zu verkaufen, sondern Kunden auch noch nach dem Geschäftsabschluss in die Augen sehen zu können. Man begegnet sich nie nur einmal im Leben und Weiterempfehlung ist der beste Vertrieb.
Welche Treue-Techniken verwenden Sie?
Keine.
Wie erschaffen Sie neue Ideen für Ihr Geschäft? Machen Sie manchmal mit jemandem Brainstorming?
Regelmäßig mit Studenten von der Uni oder auch im Netzwerk mit Kollegen.
Gibt es in Ihrem Geschäft eine Marge, um Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken? Was muss man tun, um dies zu erreichen?
Kein spezielles Budget aber ein permanenter Optimierungsprozeß. Notwendig ist, die Dinge immer wieder zu überprüfen und nicht einfach laufen zu lassen.
Wie wird der Instinkt entwickelt, um Geschäftsgelegenheiten aufzuspüren?
Berufspraxis.
Kunden wissen nicht immer, was sie wollen. Wie kann man ihre Kommentare und Wünsche richtig interpretieren?
Durch einkreisende Fragestellungen.
Haben Sie einen Plan für die Zukunft formal definiert? Oder flattert so einer eher in Ihrem Kopf herum?
Unternehmensplanung für 2011 ist gerade im Prozess.
Welche Werbe- und Promotionarten haben Sie bereits ausprobiert? Welche funktionieren am besten?
Das ist branchenbedingt unterschiedlich.
Sind die Wörter "Neu" und "Gratis" Zauberformeln in Ihrem Sektor?
Gratis wird das eine oder andere schon erwartet. Da gilt "tue Gutes und rede drüber", sonst ist das den Kunden nicht klar oder zu selbstverständlich.
Welche Rolle spielt die Technologie in Ihrer Tätigkeit? Glauben Sie, Sie sind dort, wo Sie vom technologischen Standpunkt aus gesehen stehen sollten?
Technologie spielt keine ganz so große Rolle, interessiert mich aber persönlich.
Wie wichtig ist Internet für Sie? Haben Sie bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Ihnen das Netz bieten kann?
Unter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten nutze ich das Internet sehr weit für mich aus. Mehr geht immer, man muss sich fragen, was an Mehrwert dabei entsteht.
Was halten Sie vom Steuersystem, dem Ihr Geschäft unterliegt?
Kein Kommentar.
Wie ist Ihre Konkurrenz? Haben Sie etwas von ihr lernen können?
Man lernt laufend von Wettbewerbern und wenn es nur die Erkenntnis ist, wie man es nicht machen sollte.
Welches Kriterium haben Sie, um Versicherungen abzuschlie?en? Welche Erfahrungen haben Sie auf diesem Bereich gesammelt?
Auch hier können Dinge verglichen und verhandelt werden. Es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren und mit mehreren Anbietern zu sprechen.
Was erwarten Sie von Ihrer Bank? Geht sie auf Ihre Bedürfnisse ein?
Meine Hausbank geht im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf meine Bedürfnisse ein. Ich arbeite seit Jahren mit ihr auch im Zusammenhang mit der Finanzierung von Kundenprojekten. Eigene Politik und hausinterne Auflagen schränken dort aber auch die Möglichkeiten ein.
Manchmal ist es nötig, sich zu verschulden, um vorwärts zu kommen. Wie unterscheiden sich gute von schlechten Schulden?
Gut/schlecht ist zu pauschal. Notwendig ist, den Kapitaldienst im Auge zu behalten für die nächsten Jahre. Wenn Fremdkapital da ist, sollte man sich trotzdem gut überlegen, wofür es ausgegeben wird. Viel Geld kann leichtfertigeres Handeln zur Folge haben.
Wie unersetzbar sind Sie? Würde Ihr Geschäft überleben, wenn Sie ein Sabbatjahr einlegen würden?
Teilbereiche könnten überleben. Ich könnte Kunden an befreundete Wettbewerber weiter reichen, mein Geschäft würde mittelfristig zugrunde gehen.
Welche Entscheidung ist normalerweise die bessere - unverzüglich oder viszeral? Oder der Entschluss, nachdem man mehrere Tage lang darüber nachgedacht hat?
Lässt sich nicht pauschal beantworten. Intuition ist wichtig und der erste Gedanke meist der richtige. Manche Fehler, insbesondere Fehlinvestitionen, lassen sich durch "ruhen lassen" vermeiden. Spontankäufe sind selten sinnvoll.
Wenn Sie ein Buch über Ihre Erfahrungen im Geschäftsleben schreiben würden - welchen Titel würden Sie wählen?
"Menschen hinter Zahlen" oder "Geburtshilfe für Unternehmen"
Ihr Ratschlag, um die Krise zu überleben:
Nicht aufgeben, ab und zu quer denken und zusammen halten.
 





© Sabine Drechsler
Web-Adresse dieses Interviews:http://www.whohub.com/drechsler

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