Interview mit:Ingo Litschka [fechtkunst]
KUNST
 | Was tun Sie? Wie definieren Sie sich? Schattenkunst.
Über den Schatten sei er nun physikalisch oder symbolisch. |
 | Veröffentlichen Sie Ihre Arbeit im Netz? Wo können wir sie sehen? einen kleinen Teil in meiner website www.Fecht-Hut.de
oder über meine Galerie pack of patches |
 | Wie entsteht eine Idee? Was ist für Sie Inspiration? Das kann sehr unterschiedlich sein.
Bei Gesprächen, einem Spaziergang, ein Film oder ein Buch aus all diesen Möglichkeiten sammle ich, wenn der richtige Punkt erreicht ist entsteht die Idee. |
 | Welche Rolle spielt die Technologie in Ihrem kreativen Prozess? Bei meinen konstruktivistischen Arbeiten spielt Technologie eine große Rolle, denn das Acrylglas muß gebogen werden, Folien maschinell auf Acrylglas aufgezogen werden und ab diesem Punkt übernimmt die Technik den weiteren Entstehungsprozess.
Bei meinen symbolischen Arbeiten bleibt die Leinwand im Vordergrund und die Technologie tritt zurück. |
 | Unter welchen Umständen haben Sie die besten Ideen? Wenn eine gewisse Informationsmenge gesammelt ist und es nachts ruhig wird. |
 | Was ist für Sie die Generalprobe, um zu wissen, dass eine Idee brilliant ist? Wenn die Probefolie gebogen vor mir steht
oder die Kohleskizze auf der Leinwand Gestalt animmt. |
 | Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen? Endgültig nach einem abgebrochenen Theologiestudium. |
 | Warum haben so viele Künstler und Kreative unbeständige Persönlichkeiten? Vielleicht weil sie aus sehr vielen Eindrücken und Wissen um Kunst ein Substrat oder besser gesagt eigene Lösungen hervorbringen müssen.
Andererseits müssen trotz hoher Sensitivität auch viele Nachrichten ignoriert werden.
Allein das erschafft schon Spannung, dann noch die Künstlerische Arbeit selber das kann sehr starke Wellen auslösen.
Und kreative Ideen kann man nicht erzwingen, manchmal kommen sie wie Wogen, manchmal einfach nicht, was den starken Wechsel verstärkt. |
 | Welche Künstler bewundern Sie? Auf welche Weise beeinflussen diese Ihr Werk? Kandinsky, wegen seiner Definition der inneren Notwendigkeit.
Ottmar Hörl, wegen seines Humors. |
 | Tut es Ihnen innerlich weh, wenn Sie ein verkauftes Werk dem neuen Besitzer übergeben? Nein, denn dann ist der Prozeß für mich abgeschlossen. |
 | Die Kunst hat keine Vorgaben. Wie wissen Sie, was Sie als nächstes zu tun haben? Bei den konstruktivistischen Arbeiten ergibt sich die Folge aus dem schon Geschaffenen.
Bei den Symbolischen Arbeiten aus dem zu Interpretierenden Märchen. |
SPORT
 | Welchen Sport praktizieren Sie? Welches ist Ihr Team und wie groß ist Ihre Bindung dazu? Ich unterrichte und praktiziere historisches Fechten. |
 | Gibt es einen Link, wo wir mehr über Sie oder Ihre sportliche Aktivität nachlesen können? www.Fecht-Hut.de |
 | Wie waren Ihre Anfänge? Wer hat Sie in den Sport eingeführt? Die Anfänge waren einfach unspektakuläres ausprobieren mit Stöcken, dann mit Übungsschwertern.
Bis ich auf Walter Neubauer traf, der mir zeigte was ein langes Schwert wirklich kann. |
 | Haben Sie einen Trainer, der Sie anleitet und Ihnen hilft? Wie ist Ihre Beziehung zu dieser Person? Walter Neubauer ist von einem Anleiter zu einem Freund geworden, hatte er doch immer die Ruhe, wenn ich zu unruhig war und eben Geduld wo ich sie mit mir nicht hatte. |
 | Wie beeinflusst Ihr emotionaler Zustand Ihre physische Verfassung? Da beim Fechten auch von der (inneren) Waage gesprochen wird spielen Emotionen eine große Rolle.
Denn "unausgewogen" kann ich nicht fechten ohne Verletzungsgefahr zu erzeugen. |
 | Wie hat Ihnen der Sport geholfen, auch persönlich zu wachsen? Durch das Erlernen bestimmter Abläufe nach einer PfuschOP immer wieder in die innere Waage zu kommen.
Auch wenn das nicht sofort klappte, so lernte ich doch jeden Tag einen Schritt weiterzugehen, das "Unmögliche" anzugehen. |
 | Was ist besser - einen Rivalen zu übertrumpfen oder über sich selber hinaus zu wachsen? Ich bin mir ziemlich sicher Letzteres ist der bessere Teil. |
 | Welche Methode setzen Sie ein, um Ihre Technik zu verbessern? Haben Sie eine spezielle Technik? Ich versuche die Abläufe alle in Zeitlupe zu üben und dann eben den schwierigsten Punkt zu finden, um diesen dann in Splittechnik gesondert zu üben. |
 | Wie kontrollieren Sie die negativen Gedanken nach einem Fehler wie beispielsweise ein Eigentor oder ein schlechter Start? Ich arbeite dann heraus worin der Fehler lag und wie ich das ändern kann. |
 | Haben Sie wichtige Verletzungen erlitten? Was tut man während der Rehabilitationsphase, um nicht aufzugeben? Ich wurde durch eine Pfusch Op sehr lange aus der Bahn geworfen.
Da ich nichtmehr trainieren konnte wie früher versuchte ich die Übungen so zu verringern dass ein paar Abläufe möglich waren, hörte dann auf wenn noch mehr gegangen wäre und versuchte mich darauf zu freuen morgen wieder zu "dürfen".
Ansonsten versuchte ich meine Phantasie auf weite Reisen zu schicken, las in Englisch und telefonierte viel mit Walter Neubauer, der mir immer Mut machen konnte. |
 | Den Gegner zu täuschen ist oft ausschlaggebend. Wie kann man diese Fähigkeit erlernen? u.a. mit einem Partner, der fähig ist eine Art festes Ablaufgerüst aufzubauen, um eben dann dieses plötzlich und unerwartet zu verlassen. |
 | Was raten Sie den Sportlern, die am Anfang ihrer Karriere stehen? Geduld, die Ziele stecken aber immer im richtigen Mass.
Wer zu hoch einsteigt riskiert Verletzungen und einen Absturz.
Und lernen von Besseren oder Erfahreneren, denn man kann immer noch etwas entdecken,was in keinem Lehrbuchsteht. |
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