Interview mit:IDEAL Leutra [idealleutra]
FOTOGRAFIE
 | Was versuchen Sie mit Ihrer künstlerischen Fotografie auszudrücken? Da unsere Bildredaktion Fotos zu journalistischen Zwecken erstellt, setzen wir vor allem auf Objektivität. Das heißt, wir versuchen mit den Fotos dasselbe auszudrücken wie mit dem zu illustrierenden Text, die Nachricht und deren Glaubhaftigkeit zu stärken. |
 | Canon, Nikon, Fuji, Sigma, Olympus, Sony, Pentax... Welche Marke bevorzugen Sie, und warum? Aldi und Lidl (Tevion/TravelMate) genügen für die meisten Zwecke. Auch Handykameras sind nicht verkehrt, sie vermitteln die authentische Nähe zum Kleinbürger, die so bebilderten Berichte berühren stärker. |
 | Welche Software und Plug-Ins benutzen Sie, um Ihre Fotografien zu bearbeiten und zu verwalten? MS Paint |
 | Welche Mittel setzen Sie ein, um die Autorenrechte der Fotografen vor Piraterie im Internet zu schützen? Wir setzen auf sichtbare Wasserzeichen, unsichtbare Codierungen auf Pixel- und Kompressionsebene (Steganografie) und darauf, die Qualität unter einem gewissen Mindestmaß zu halten, um keine Piraterie zu provozieren. |
 | Reduzieren Technologie und digitale Bearbeitungsmöglichkeiten den Unterschied zwischen Profis und Hobby-Fotografen? Keinesfalls. Viele Hobbyfotografen verwenden sogar ähnliche oder vermeintlich bessere Technik und Software als unser Team. |
 | Sehen Sie sich eher als Techniker oder als Künstler? Ersteres, bedingt durch die vorausgesetze journalistische Professionalität. |
 | Wann ein Film und wann digital? Wir sind keine nostalgischen Hippies, wir leben am Puls der Zeit: IMMER digital. |
 | Gibt es eine besondere Technik, die Sie uns gerne mitteilen wollen? Eine interessante wie auch vergleichsweise unbekannte Technik ist es, die Fotos auf dem Kopf stehend (bzw. mit umgedrehter Kamera) zu machen und erst in der digitalen Nachbearbeitung wieder umzudrehen. Das funktioniert natürlich nur bei Aufnahmen im Querformat. |
JOURNALISMUS
 | Was ist Ihre Spezialität? Über welche Themen schreiben Sie? Ausschließlich lokale Themen |
 | Gibt es eine Website, wo wir etwas von Ihnen lesen können? Ja. Alles findet sich auf http://home.arcor.de/leutra/ |
 | Was ist für Sie Objektivität? Wir setzen stets auf Objektivität, um unsere Argumente auf authentischem Wege zu untermauern. |
 | Wie lautet die Schlagzeile, die Sie eines Tages gerne einmal in den Zeitungen lesen würden? "Jena in Leutra eingemeindet" |
 | Geht langsam der Analyse- oder Recherche-Journalismus verloren? Nicht bei uns. Wir analysieren und recherchieren ständig und sauber. |
 | Wird jeder Mitbürger zum Korrespondenten, wenn er eine Kamera ans Telefon anschließt? Nicht bevor die Kamera telefonieren oder das Telefon sehen kann. |
 | Was können Sie uns über die Kunst des Interviews beibringen? Der Interviewpartner muss dort abgeholt werden, wo er steht. Der Leser muss das Gefühl der Immersion vermittelt bekommen, er muss seine Stimme als Multiplikator entdecken. Das Interview muss die Essenz erfassen, ohne umtriebig zu werden. Das interessiert doch den Kleinbürger. |
 | Was halten Sie von den kostenlosen Zeitschriften, die in den Städten verteilt werden? Abstand. |
 | Hilft Ihnen ein Motto oder ein ethisches Prinzip im wirren Momenten, eine Entscheidung zu treffen? Ja. |
 | Welchen Rat geben Sie jemandem, der frisch von der Uni kommt und einen Fuß im Journalismus fassen will? "Wenn Sie versuchen wollen uns Konkurrenz zu machen, müssen wir Ihnen ein Angebot machen, das Sie nicht ablehnen können." |
BUSINESS
 | Sind die Wörter "Neu" und "Gratis" Zauberformeln in Ihrem Sektor? Nein, sie sind alt und umsonst. |
HARMONIE
 | Was ist Glück? Was ist das wesentliche Hindernis, das es so schwer macht, glücklich zu sein? Ad 1: Ein Leben in Leutra. Ad 2: Der Zuzug von Norden aus wird durch die Autobahn immens erschwert. Der Zuzug aus anderen Richtungen durch Unwillen. |
IDEEN
 | Wie weit vertrauen Sie Statistiken? Zu 63 %. |
POLITIK
 | Sollte sich jedes Gebiet eigenständig regieren, sofern dies die Mehrheit der Bevölkerung in einem Referendum entscheidet? Auf jeden Fall! Leutra kann nur profitieren von der Wiedererlangung der Eigenständigkeit. Die glorreiche Zeit des Weinanbaus beispielsweise bleibt bis heute nicht vergessen. |
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