Interview mit:Martin Richter [mastermartin]
KREATIVITÄT
 | Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum? - Unzufriedenheit mit bereits bestehenden Ideen und Werken anderer
- Spaß an Neuem und an Veränderungen
- Empfinden von alten und lange unveränderten Dingen als langweilig
- Stolz, selbst auf Neues zu kommen, ohne dabei abkopieren zu müssen
- Ich wurde so geboren. ;) |
 | Wie verhindern Sie, sich zu wiederholen, in Formeln zu verfallen? Wie wahren Sie die Frische? - Spaß an Neuem
- aufmerksam und stets kritisch sein, auch zweimal
- Ideen umsetzen, dann kommen automatisch Neue |
 | Können Sie sich in eine schlechte Idee verlieben, nur weil sie von Ihnen stammt? Wie vermeiden Sie so etwas? - stets kritisch sein
- sich in andere hinein versetzen und Idee dann prüfen
- direkt bei anderen nachfragen
- die schlechten Idee, die man trotzdem selbst mag, in private Ordner verschwinden lassen ;) |
 | Seien Sie ehrlich: Für welche Firma oder für welche Person würden Sie gerne arbeiten? Arbeitsfeld: an Robotern arbeiten oder solche entwickeln (am liebsten kreativ [-> humaoide Roboter] - keine plumpen Industrieroboter) |
 | Was fühlen Sie, wenn Sie Ihre Ideen vor zwei oder drei Jahren sehen? Ich finde sie verdammt gut und frage mich jedesmal, wie ich nur darauf gekommen war. Obwohl meist der Drang einer Überarbeitung dazu kommt, um die neuen Erfahrungen und Fähigkeiten in die alten Ideen einfließen zu lassen. |
SCHREIBEN
 | Wie haben Sie angefangen, zu schreiben? Wer hat Ihre Texte damals gelesen? Ich habe gesehen, dass andere Leute Geschichten schreiben, und ich habe mich selbst versucht. Klassenkamerad hat diese gelesen. Die Geschichte war grauenhaft. Mehr wie ein Drehbuch als eine Geschichte. Ich hatte mir danach geschworen, nie wieder eine Geschichte zu schreiben. Ich tat es auch 2 Jahre lang nicht. Doch die Ideen in meinem Kopf wurden schließlich zu stark und wollten ausformuliert werden. |
 | Wie verläuft Ihr kreativer Prozess? Was geschieht, bevor Sie sich hinsetzen und anfangen zu schreiben? Es wird im Kopf durchgespielt und/oder Ideen bruchstückartig gesammelt, die einem gefallen. Beim Schreiben finden sich alles zusammen und Neues entsteht zusätzlich. |
 | Welche sind für Sie die Hauptzutaten einer guten Geschichte? - selbst Spaß an der Geschichte
- Selbstkritik
- nicht zu viel Nachdenken im Vorhinein, mehr Ausprobieren |
 | In welchen Schuhen fühlen Sie sich wohl? Erste Person oder dritte Person? Mir passen beide und werden je nach Ambiente ausgewählt. |
 | Was macht eine Person glaubhaft? Wie kreieren Sie Ihre Persönlichkeiten? Zu meiner Schande muss ich sagen: Mit purem Bauchgefühl. Der Kopf findet dann auch nichts Falsches daran, so funktioniert es. Aber ich muss auch zugeben, dass das Entwerfen von Persönlichkeiten einer der interessantesten Sachen für mich ist und damit eine der Einfachsten. |
 | Sind Sie genauso gut darin, Geschichten mündlich zu überliefern? Ich glaube schon. Ich habe Spaß dabei und wenn andere mich dann fasziniert anstarren, während ich lese, sagt mir das, dass es gut ist. |
 | Für wen schreiben Sie in Ihrem tiefsten Inneren? Für die Charaktere der Geschichte, und für mich. Die Charaktere wollen leben und ich will sie leben sehen. |
 | Ist Schreiben eine persönliche Therapie? Sind interne Konflikte eine kreative Antriebskraft? Definitiv. Das erzeugt Grübeln, was Ideen hervor bringt. Das, was man am liebsten machen oder sehen würde, bringt man dann zu Papier oder Word. |
 | Nutzt Ihnen der Feedback Ihrer Leser etwas? Sehr viel. Ich habe meine Ansicht. Aber da draußen gibt es Millionen andere. Andere Perspektiven -> andere Weisen, das Eigene zu sehen -> "Fehler" auffinden, die man nie sah -> Ideen haben, die man mit der eigenen Sicht nie sah
Außerdem: Lob erfreut, Kritik bereichert. |
 | Präsentieren Sie sich bei Schriftsteller-Wettbewerben? Haben Sie schon einmal einen Preis gewonnen? Nein. Reizt mich nicht. Das ist nicht der Zweck meiner Geschichten. |
 | Zeigen Sie Ihre Manuskripte einer vertrauten Person, um ihre Meinung zu hören? Ja, wie gesagt, mein Ansicht allein ist gut, die von anderen, die auch Ahnung haben, dazu, macht es noch guter! ;) |
 | Was umgibt Sie in Ihrem Arbeitszimmer, um Ihre Konzentration zu erhöhen? Irgendwie passende Musik |
 | Schreiben Sie auf dem Bildschirm, drucken Sie häufig Ihre Schriften aus, korrigieren Sie auf Papier...? Wie läuft der Prozess bei Ihnen ab? Schreiben auf Laptop, korrigieren auf Laptop. Geht schneller so. |
 | Welche Websites besuchen Sie, um Erfahrungen auszutauschen oder Informationen zu erhalten? Gerne mal die von meinem Freund: http://tiger.selfip.org/ |
 | Was raten Sie mir, was ich mit all diesen Texten machen soll, die ich seit Jahren schreibe, aber noch nie jemandem gezeigt habe? Gute Frage. Sagen Sie mir das. XD
Mein liebste Variante wäre: üben, gut vorlesen zu können, und dann die Geschichten als Hörbuch auf YouTube stellen - viele Leute sind zu faul zum Lesen, das sollte man ausnutzen ;) |
MUSIK
 | Was machen Sie? Worauf haben Sie sich in der Musik spezialisiert? Momentan eher klassisch, mit Augenmerk auf Themes/Hintergrundmusik. Wortlose Musik, die trotzdem Bilder und Gefühle erzeugt.
Dann Chormusik, am liebsten acapella. Mich fasziniert die menschliche Stimme. |
 | Arbeiten Sie allein oder in einer Gruppe? Sollten Sie in einer Gruppe arbeiten: Wer sind Ihre Kollegen? Allein. |
 | Haben Sie eine Website, wo wir etwas über Ihre Arbeit sehen, hören oder lesen können? Paar Sachen bei YouTube. http://www.youtube.com/user/MisterSpinne
Aber die guten Sachen sind noch in Arbeit. ;) |
 | Gibt es Auszeichnungen, Wettbewerbe oder andere Anerkennungen, von denen Sie uns erzählen können? Wettbewerbe haben mich nie interessiert. |
 | Wie haben Sie mit der Musik angefangen? Wer hat Sie eingeführt? "Die Prinzen" haben meine Lust an Musik erweckt, meine Schwester hat mich in einen Chor gezerrt, dann kam Interesse, Probieren mit verschiedensten Instrumenten und so weiter. |
 | Welche musikalische Ausbildung haben Sie genossen? Schwaches Schulwissen in Musik. Bisschen Gesangsunterricht. Rest selbst beigebracht, wenn man es brauchte. Mein Theoriewissen in Musik ist schwach. :( |
 | Wann wurde Ihnen klar, dass Sie von der Musik leben wollen? Noch nicht, bis jetzt soll es mein Hobby bleiben. Ich will Spaß dabei haben und es soll den Leuten gefallen. Geld dafür zu verlangen fühlt sich falsch an. Dafür ist meine Musik noch nicht gut genug. |
 | Wie verläuft Ihr kreativer Prozess? Ein Gefühl haben und das mit Musik ausdrücken. Ideen zur Umsetzung kommen beim Komponieren selbst. Hab selten fertige Melodien im Kopf. Meistens startet es mit einem kleinen Melodiemuster und alles andere baut darauf auf.
Witzig, wenn ich betrachte, dass ich Lieder mit unzähligen Instrumenten habe, die einzig und allein auf einer sehr kurzen Melodie basieren. Am Anfang war halt das Samenkorn. |
 | Wann haben Sie Ihre hellsten Momente? Morgens oder eher am Abend? Am Abend. Warum auch immer. |
 | Sind Sie schon einmal mit einer Melodie im Ohr aufgewacht, die Sie im Traum komponiert haben? Ja, je weniger ich mich mit Musik auseinander setze, umso häufiger plagen mich Melodien. Dennoch nicht wirklich häufig. |
 | Wann wissen Sie, ob ein Thema fertig ist, oder vielleicht noch einige Änderungen vertragen könnte? Prinzipiell ist es ja nie fertig, aber... ganz brauchbar ist es, wenn es fließt und und nicht durch Stellen unterbrochen wird. Der Hörer muss getragen werden und darf nicht bis zum Ende verloren gehen. |
 | Wie oft üben Sie? Viel zu wenig. Ich schreibe mehr Noten, als dass ich sie spiele. |
 | Wie fühlen Sie sich in den Momenten, bevor Sie auf die Bühne treten? Mischung aus:
Aufregung - Oh meine Güte, hoffentlich klappt alles.
und Gleichgültigkeit - es kommt, wie's kommt. |
 | Drei Schlüssellieder Ihres Lebens: Mann im Mond (Die Prinzen)
Für Elise (Beethoven)
Drei schöne Dinge seind (Schütz) |
 | Was müsste man tun, um die Piraterie einzudämmen? Nichts. Das alte Verkaufsmodell der Musik beginnt, veraltet zu werden. Darum hieße es eher, darauf reagieren und sich anpassen, anstatt mit voller Kraft die neuen Möglichkeiten der Benutzer einzuschränken, damit das Alte wieder in die Form passt. Die Plattenfirmen verdienen eher an dem CD-Verkauf als der Künstler. |
 | Welche Art von Musik können Sie nicht ertragen? Slip-Knot, Volksmusik |
 | Um wieviel Uhr sind Sie heute Morgen aufgestanden? 8 Uhr, aber was hat das mit Musik zu tun? ô_o |
|
|