Interview mit:Nuria Fortuny 02 [nuriafortuny02]
KUNST
 | Was tun Sie? Wie definieren Sie sich? Ich bin Malerin. Es gefällt mir das alltägliche Einerlei in Kunst zu verwandeln. Liebe, Trauer, Angst ... alles wird symbolisch in meinen Bildern festgehalten. Ich möchte etwas Schönes schaffen, das andere erfreuen, helfen und inspirieren kann. Ganz gleich wie negativ ein Gefühl auch ist, ich verwandle es in etwas Schönes. Das ist die Alchemie der Kunst! |
 | Wie lautet Ihre Botschaft? In meinen Arbeiten fließen die Ideen in einer symbolischen, unterbewussten Art und Weise. Manchmal weiss sogar ich nicht genau, was das Bild ausdrücken will, bis ich fertig bin. Ich habe keine einzige, ständige Botschaft. Es gibt so viele Gefühle, die beim Malen entstehen. |
 | Ihre Biografie in vier Zeilen: Ich bin in Lleida in den frühen achtziger Jahren geboren. Ich studierte in Barcelona und ging für fünf Jahre nach Formentera, ein Paradies, wo ich mehr als sonst irgendwo gelernt habe. Das Land, das Meer, der Garten und Hühner. Die Stadt schien wie ein ständiger Kampf zu jener Zeit. Aber alle verándert sich ständig und nun bin ich wieder hier in der Grossstadt um zu lernen, und ich hab immer meine Pinsel bereit. |
 | Veröffentlichen Sie Ihre Arbeit im Netz? Wo können wir sie sehen? |
 | Wie entsteht eine Idee? Was ist für Sie Inspiration? Normalerweise bekomme ich meine Ideen wenn etwas passiert. Manchmal etwas Gutes, manchmal etwas Schlechtes. Dann fängt etwas in mir zu brodeln an, bis es groß wird und dann explodiert. Wenn ich nicht genau weiss, wie ich es ausdrücken soll werde ich nervös, aber fast meistens klappt es von selbst und ich frage mich dann selbst wie es passiert ist.
Manchmal entsteht eine Idee auch an den Orten, die mich inspirieren, wie zum beispiel mein geliebtes Formentera, oder New York, Indien ... das sind Gegensätze, die in mir leben. |
 | Welche Rolle spielt die Technologie in Ihrem kreativen Prozess? Puh ... sie sollte eigentlich keine Rolle spielen, oder? Ich schaue mir Fotos von Dingen oder Orten im Internet an um mich zu inspirieren oder dokumentieren, aber für meine Kunst benutze ich nur Bleistift, Papier, Leinwand und Pinsel. |
 | Was ist Kunst? Diese Frage ist sehr schwierig? Für mich isr Kunst ein Mittel um etwas auszudrücken. |
 | Unter welchen Umständen haben Sie die besten Ideen? In den schlimmsten Situationen: wenn ich kein Geld und kein dach über dem Kopf habe.
Oder in den besten Umständen: wenn ich verliebt bin. |
 | Was ist für Sie die Generalprobe, um zu wissen, dass eine Idee brilliant ist? Wenn schon die Skitzze mich überzeugt und man etwas „magisches“ erahnen kann. Und dann ist es mir egal, was die anderen denken, obwohl ich gern konstruktive Kritik mag. |
 | Drei kreative Ideen, die Sie selber gerne gehabt hätten: Kubismus, Feuer und ... Kuchen ;-) |
 | Wann und wie haben Sie angefangen, sich selber als Künstler anzusehen? Ich sehe mich nicht als Künstler, sondern als Maler, und das seit dem ich mit 3 Jahren einen Stift und Papier bekam. |
 | Warum haben so viele Künstler und Kreative unbeständige Persönlichkeiten? Weil sie Dinge fühlen oder sehen, die nur in der "geistigen Welt" existieren, die niemand erklären kann. Aber warum sollten wir denken, dass das Leben nur aus dem besteht, was wir sehen und anfassen können. Es reicht doch schon sich die Sterne anzusehen. |
 | Wie muss man ein Kunstwerk bewerten? Wenn das Kunstwerk „Magie“ besitzt sehen und fühlen die menschen das, auch wenn sie keine Ahnung von Kunst haben sollten. So etwas sieht man jeden tag in Museen: manchmal fühlen sich alle zu dem selben Bild hingezogen, ohne zu wissen warum. Und die kunstwerke, die ein höheres oder komplizierteres „Konzept“ haben, sind für mich nicht unbedingt die Besten. |
 | Muss sich ein Künstler jeden Tag neu erfinden? Ja, alle. |
 | Welche Künstler bewundern Sie? Auf welche Weise beeinflussen diese Ihr Werk? Tamara de Lempicka, wegen ihrer geometrische Anatomien und Sinnlichkeit. Botero, wegen seinem Sinn für Humor, unter anderem. Die Künstler de „Lowbrow-Bewegung“ und des „Pop-Surrealism“wegen seiner Brutalität, die das Ergebnis der heutigen Gesellschaft ist. Viele klassische Künstler wie Ingres für seine „wiederliche Perfektion“. Bosco, für das, was er in seiner Zeit tat, und Greco für seine unglaubliche Spiritualität. |
 | Ist authentische Kunst notwendige Kunst? Auf jeden Fall! |
 | Tut es Ihnen innerlich weh, wenn Sie ein verkauftes Werk dem neuen Besitzer übergeben? Manchmal ja, aber man muss sich davon trennen um neue Dinge zu schaffen. |
 | Man kauft das Werk. Oder kauft man eher den Künstler? Manchmal wollen die Menschen einen Teil der Energie des Künstlers zu kaufen. |
 | Die Kunst hat keine Vorgaben. Wie wissen Sie, was Sie als nächstes zu tun haben? Manchmal habe ich grosse zweifel, dann frage ich nach Rat, bilde mich weiter oder schaue, was andere schaffen. Aber eigentlich führt mich immer die Intuition. |
 | Halten Sie es für gut, dass die meisten Kunstwerke, die zeitgenössische Museen ausstellen, von bereits verstorbenen Künstlern stammen? Na ja im Prinzip schon. Ich gebe zu, dass es ein paar grossartige künstler gibt, aber es stört mich schon ein bisschen, dass es neuen Künstlern so schwer gemacht wird. |
 | Welche Rolle haben Personen wie Händler, Vertreter, Galeristen oder allgemeine Zwischenhändler in Ihrem bisherigen Werdegang gespielt? Seit ein paar Monaten hilft mir das Team von „Art Coach International“ und ich bin begeistert von ihrer Arbeit, Passion und den vielen Dingen, die sie für mich erreicht haben! |
 | Welche Aufträge bekommen Sie normalerweise? In Formentera hat man mich viel darum gebeten die Insel, ihre leute und die Landschaft zu malen. Man hat meinen Bildern sogar den Namen gegeben „Ein Nuri“ |
 | Sammelns Sie etwas bestimmtes? Ich habe viele Bücher, manche hab ich noch nicht gelesen, aber ich umgebe mich sehr gern mit Büchern. |
 | Welche Kunst-Portale besuchen Sie im Internet? Auf Facebook sehe ich mir die Arbeiten von anderen Künstlern an. |
 | Was würden Sie einem angehenden Künstler raten? Sie sollten auf jeden Fall auf ihre innere stimme hóren und sich nicht von negativen Kommentaren unter kriegen lassen. „Everything is possible!“ |
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