Interview mit:Punktum [punktum]
KUNST
 | Was tun Sie? Wie definieren Sie sich? Ich bin Tätowiererin.
Tattoos verbinden Kunst und Schmuck.
Für die meisten Tätowierten sind Tattoos aber noch weit mehr als das: Selbstverwirklichung und Selbstausdruck. Man sagt zwangsläufig etwas über sich aus mit einer Tätowierung, somit bin ich manchmal auch ein bißchen Psychologin. |
 | Ihre Biografie in vier Zeilen: Orientierung und Ausprobieren - was wollte ich nicht alles werden und lernen.
Richtungsweisend die Entscheidung mit Menschen arbeiten zu wollen.
Dann drängelte sich die Kunst in den Vordergrund.
Schließlich die Symbiose und Verwirklichung dessen was mich bewegt. |
 | Veröffentlichen Sie Ihre Arbeit im Netz? Wo können wir sie sehen? punktumtattoo.de |
 | Wie entsteht eine Idee? Was ist für Sie Inspiration? An erster Stelle steht der Kundenwunsch.
Dann kommen meine Ideen ins Spiel - oft inspiriert von den Arbeiten meiner Kollegen aus der ganzen Welt, aber auch von Kunst im Allgemeinen, Design, ...
Daraus entwickelt sich das eigentliche Design. Meistens steht es komplett bevor wir anfangen zu tätowieren, aber manchmal darf sich auch währenddessen noch etwas verändern - natürlich in Kommunikation mit dem Kunden. |
 | Welche Rolle spielt die Technologie in Ihrem kreativen Prozess? Eine Große!
Ich bin unendlich dankbar mit einer bestimmten TattooMaschine arbeiten zu können, die mir einige Arbeitsschritte erleichtert, selbst leicht ist und leise und mir somit auch beim Arbeiten die Kommunikation mit dem Kunden ermöglicht.
Dafür verzichte ich dann gern auf das Herumschrauben und Verschmilzen mit dem Werkzeug, das Kollegen bei traditionellen Maschinen so schätzen. |
 | Warum haben so viele Künstler und Kreative unbeständige Persönlichkeiten? Verdammt gute Frage.
Vielleicht weil Kunst oft auch Reflexion und Auseinandersetzung ist. Reflektierte Menschen zweifeln vielleicht eher an sich. Zudem kennen Künstler das Gefühl eins zu sein, den Flow. Das High liegt dicht neben dem Nicht-High. |
 | Wie muss man ein Kunstwerk bewerten? In meinem Fall ist die Bewertung des Kunden ausschlaggebend.
Wobei es natürlich auch Kundenwünsche gibt, die eher Handwerk als Kunst fordern. |
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