Interview mit:Roman Rackwitz [romrack]
BERUF
 | Was ist Ihr Beruf? Was steht auf Ihrer Visitenkarte unter Ihrem Namen? Was da steht? Einfach nur Gründer & Geschäftsführer von engaginglab. Das ist, vor allem in Deutschland, einfach am seriösesten. Eigentlich würde ich aber gerne "Chief Scout of FUN" oder so etwas ähnliches hinschreiben, denn dass ist es was ich mache und was meine Passion ist. Ich sehe es als meine Mission an Tools zu entwickeln, die uns dabei unterstützen mehr Engagement und Spaß im Alltag zu haben. |
 | Ihre Links im Internet (Website, Blog, Social Networks, etc.) Unsere Website findet man unter www.engaginglab.com.
Auch auf Facebook und Twitter sind wir vertreten: www.facebook.de/engaginglab & @engaginglab. |
 | Sind Sie mit der Erziehung, die Sie erhalten haben, zufrieden? Haha...wie kommen sie denn jetzt auf das Thema?
Mit meiner Kindheit hatte ich, denke ich, riesiges Glück. Es gab vor allem eine Regel bei uns zu Hause: Mach was du willst, solange du die Folgen trägst. Und diese können natürlich sowohl positiv als auch negativ sein.
Auf jeden Fall sorgte diese Regel für viel Freiheit. Vor allem implizierte sie auch das Gefühl, dass es in Ordnung ist etwas auszuprobieren und dabei Fehler zu machen. Ich denke dies ist eine der wichtigsten Dinge die mir meine Eltern mitgegeben haben. Dies und das Gefühl des Vertrauens in mich (auch wenn ich das oft strapaziert habe) sorgen bis heute für Mut und Tatendrang bei mir. |
 | Wann war Ihnen bewusst, dass Ihre Tätigkeit ernst genommen wurde und Sie ein Profi auf Ihrem Gebiet werden konnten? Im Bezug auf engaginglab und sein Produkt 'Gamification' kam beides relativ schnell. Ich hatte schon häufig Ideen, die ich meinem gesamtem Umfeld auch gerne mitteilte. Die Resonanz war immer sehr durchwachsen. Manche fanden es gut, manche sagten auch "lass lieber die Finger davon".
Bei dem Konzept der Gamification war dies anders. Von Anfang an, hatte ich kaum jemanden den ich nicht von diesem Thema begeistern konnte. Und wenn doch mal zweifelhafte Stimmen da waren, dann konnte ich sie spätestens nach einem weiteren Gespräch überzeugen. Das schönste an der Sache war aber, dass JEDER das positive Potential von Spielen erkannte und auch selbst nachvollziehen konnte. Jeder kann sich mindestens noch an seine Kindheit erinnern und wie erfüllend und unterhaltend das Spielen zu dieser Zeit war. Die konsequente Frage daraufhin "warum das eigentlich im Erwachsenenalter nicht mehr so sein sollte" kam meist nicht mal von mir.
Der erste Gedanke, dass ich hier wirklich ein Experte werden könnte, kam mit dem Gewinn des ersten internationalen Contest aus dem Bereich Gamification. Dieser wurde von dem bisher größten Gamification-Netzwerk gamify.com durchgeführt. Wir machten einfach mit und räumten ab. Dies sorgte für Publicity, wichtige Kontakte und vor allem Selbstbestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. |
 | Wie verändert das Internet Ihre Arbeitsweise? Das Internet macht meine Arbeitsweise erst möglich. Ich arbeite sehr mobil und bin eigentlich immer online. Dies bedeutet nicht, dass man nur vor dem Bildschirm sitzt, aber dank Smartphone und iPad ist man jederzeit auf dem laufenden.
Auf der anderen Seite hätte ich ohne das Internet nie Kontakt zu den Kreisen aufnehmen können, die dafür sorgten das ich jetzt da bin wo ich bin.
Auch sorgt die Möglichkeit, auf Informationen aus aller Welt zugreifen zu können und mir somit Experten und inspirierende und faszinierende Perosnen quasi ins Haus holen zu können für eine tägliche Dosis an Ideen, Inspiration und Motivation. Alle die mal zwischendurch 15 bis 20 Minuten Zeit haben, kann ich nur empfehlen, sich die Präsentationen auf TED.com oder auch zeitgeistminds.com anzusehen. Mein Leben haben manche dieser Beiträge defenitv positiv beeinflusst. |
 | Was wollten Sie werden, als Sie noch ein Kind waren? Mein Lieblingsfilm war 'Top Gun'. Ich glaube das sagt alles, oder? ;-) |
PERSÖNLICHKEIT
 | Wie stehen Sie zu den beiden Aussagen "Arbeiten um zu Leben" bzw. "Leben um zu Arbeiten"? Schade, dass es nicht einen Begriff gibt der beides miteinander verbindet, oder? Mir macht jeder Tag so viel Spaß, dass ich nie das Gefühl habe, arbeiten zu müssen. |
 | Gibt es etwas, das Sie noch nicht gemacht haben, aber definitiv in Ihrem Leben irgendwann einmal machen wollen? Ins Weltall fliegen ;-) |
 | Wohin auf der Welt würden Sie ziehen, ohne einen Augenblick zu zweifeln? In die Nähe meiner Familie nach Kalifornien. |
 | Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben? Alle werden als Original geboren; aber die meisten Menschen sterben als Kopie. |
IDEEN
 | Glauben Sie, es stimmt, dass wir nur knapp zehn Prozent unseres geistigen Potentials nutzen? Na hoffentlich - dann haben wir ja noch viel Potential für die Zukunft. |
PHILOSOPHIE
 | Was ist für Sie das gute Leben? Das gute Leben? Für mich auf jeden Fall etwas zu leisten, von dem man später einmal sagt, dass es einen Wert für die Gesellschaft geschaffen hat.
Wir leben in einem faszinierenden Jahrhundert. Betrachtet man einmal die maslowsche Pyramide dann merkt man, dass die Menschen mittlerweile sehr schnell die ersten Stufen erklimmen können. Dies bedeutet, wir kommen viel jünger als früher bei den letzten beiden Stufen an. Vor allem der Bereich der "Selbstverwirklichung" kann nun schneller in Angriff genommen werden. Dieses Previleg zu haben und auch angehen zu können - das ist für mich das gute Leben. |
 | Drei Wörter, die heutzutage sehr wichtig sind: Ich erlaube sie mir mal auf englisch zu sgaen: Meaning, Mastering and Autonomy. |
 | Wie sollte Ihre Grabinschrift lauten? Oh, das ist eine gute Frage. Vielleicht "Leveled up" :-) |
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