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Interview mit:

Sandra Schleicher [schleicher1972] 
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BERUF
Was erwartet man von Ihnen in Ihrer Arbeit? Wie setzen Sie diese Erwartungen um?
Meine KundInnen erwarten von mir ein Gegenüber, das sie ernst nimmt, humorvolle Unterstützung bietet und auch ehrliche Rückmeldungen gibt.

Diese Erwartungen erfülle ich gerne und leicht.
Ihre Links im Internet (Website, Blog, Social Networks, etc.)
Nehmen Sie an Seminaren oder Kursen teil, um sich in Ihrem Beruf fortzubilden, oder sind Sie Autodidakt?
Es ist mir sehr wichtig, mich auf dem aktuellen Stand zu halten. Meine KundInnen erwarten von mir, dass ich fachlich kompetent, engagiert und kreativ mit ihnen arbeite.

Besonders schätze ich Fortbildungen, in denen das Verhältnis zwischen Vortrag und Übungen ausgewogen ist.

COACH
Welche Art von Coaching machen Sie? Wie sehen Ihre Kunden aus?
Ich biete einen Ankerplatz für Ihre Ideen, unterstütze bei geplanten oder plötzlich eingetretenen Veränderungen und biete Beratung rund um das Berufsleben (Berufseinstieg, Wunsch nach einem Arbeitsplatzwechsel, Prävention von burn-out und bore-out, Stressprophylaxe).

Meine Arbeit ist geleitet von der Überzeugung, dass Sie die Lösung bereits kennen - vielleicht wartet sie nur darauf, bewusst gemacht zu werden.

Ich unterstütze Sie dabei, Ihre Ziele zu formulieren. Wenn Sie die Richtung kennen, ist der Weg dahin gut zu bewältigen, wenn auch nicht immer geradlinig. Das macht den Prozess spannend und abwechslungsreich.

Meine KundInnen kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Allen gemeinsam ist der Wunsch, einen Teil ihres Lebens optimaler zu gestalten und sie nutzen sowohl die Coachingstunden bei mir als auch die Zeit zwischen den Terminen, um an ihren Zielen zu arbeiten.
Gibt es einen Link, der Ihre Arbeit oder den Ort zeigt, wo Sie arbeiten?
Facebook -> http://facebook.com/BeratungSchleicher
Fotos: Arbeitsmaterial / Beratungsraum.
Wie wurden Sie Coach? Haben Sie "angeborene" Qualitäten oder ist es eher ein Beruf, den man erlernen muss?
Mein Interesse für Menschen und ihre Lebensgeschichten sowie meine Offenheit für unterschiedliche Sichtweisen bilden eine gute Basis. Darüber hinaus habe ich natürlich auch Fortbildungen in Anspruch genommen, um die Methoden an meinen eigenen Themen ausprobieren zu können. Die aus meiner Sicht wirksamsten biete ich besonders gerne an.

Ohne den persönlichen Stil bleiben Interventionen einfach nur Techniktools, die vielleicht kurz greifen. Um wirklich Veränderung bewirken zu können, muss ich überzeugt sein, dass genau diese Übung für die Person, die jetzt gerade vor mir sitzt, optimale Unterstützung bietet.
Können Sie kurz die Technik oder die Methode beschreiben, die Sie einsetzen?
Ich arbeite systemisch-kunsttherapeutisch und nutze je nach Interesse und Bereitschaft der Coachees sowohl gezielte Fragen als auch gestalterische Elemente. Dazu zählen unter anderem die Arbeit mit dem Systembrett, Zielaufstellungen, Visionsdarstellungen.
Wie definieren Sie das Ziel Ihrer Arbeit mit einer Person und wie zeigen Sie den Fortschritt auf?
Das Ziel des Coaching wird gemeinsam formuliert und schriftlich festgehalten. Danach erstellen wir einen ersten Fahrplan, den wir regelmäßig überprüfen, um zu kontrollieren, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. So ist eine Korrektur - falls nötig - frühzeitig möglich.
Was muss die Person von sich aus dazu beitragen, der Sie helfen?
Um optimal unterstützen zu können, soll die Person möglichst offen für neue Herangehensweisen sein. Mir ist auch Ehrlichkeit sehr wichtig: Wenn der/die Coachee meint, dass eine von mir angebotene Intervention nicht hilfreich ist, darf er/sie diese auch ablehnen.
Was motiviert jemanden, um effizienter zu arbeiten?
Wenn bereits nach kurzer Zeit spürbare Veränderungen eintreten, ist dies die größte Motivation. Je dringender die gewünschte Lösung benötigt wird, desto intensiver erfolgt meist die Arbeit am Thema.

Meine Fähigkeit, den Blick auch auf kleine Schritte zu lenken und diesen Wertschätzung entgegen zu bringen, motiviert meine zufriedenen KundInnen zur weiteren Arbeit.
Wie arbeiten Sie auf der emotionalen Ebene?
Eine Veränderung ohne emotionale Beteiligung hält meiner Erfahrung nach nicht lange an. Daher ist es mir sehr wichtig, auch die emotionale Ebene einzubeziehen. Also mit Kopf, Herz und Hand arbeiten und gestalten!
Wie lernt man es, zuzuhören?
Ein natürliches Interesse für die Erzählungen anderer Menschen ist sehr hilfreich. Dazu ist es wichtig, aktives zuhören zu trainieren, um auch kleinste Hinweise aufzuspüren und hilfreiche Fragen stellen zu können.
Wie definieren Sie das Konzept vom Kompromiss? Welche Bedeutung hat die Entwicklung einer Person?
Erstes Ziel ist immer das optimale Ergebnis. Je nach Vorhandensein von inneren und äußeren Ressourcen ist es wichtig, auch Plan B und C zu betrachten - möglicherweise als Zwischenschritt, um zu Plan A zu gelangen.

Die Entwicklung einer Person hängt von vielen Faktoren ab, ist jedoch immer möglich, wenn das Umfeld entsprechend gestaltet wird.
Beide Dinge sind nötig, aber wo ist die Balance zwischen Träumen und Realist zu sein?
Träume beflügeln unsere Gedanken und Gefühle. Der innere Kritiker ist ohnehin immer am Werk - muss manchmal gezielt für einige Zeit zurück gestellt werden.

Um uns nicht abheben zu lassen, sondern unseren Möglichkeiten entsprechend realistische Ziele zu formulieren und zu erreichen, ist die Überprüfung der Alltagstauglichkeit hilfreich.

Träume sind jedoch der Motor für Veränderung. Je mehr die Erreichung der Ziele mit eigenen Mitteln möglich ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Träume erfüllen lassen.
Ist es manchmal nötig, eine Person in Hinblick auf ihre Wünsche und Erwartungen neu zu orientieren?
Ja, selbstverständlich ist das ein wichtiger Teil im Coaching. Besonders wenn die Erwartungen an Lösungen außerhalb der Person liegen - also z. B. formuliert wird: "Wenn sich ... (meine Mutter, mein Partner, die Arbeitskollegin) ändert, dann wird alles gut. Helfen Sie mir dabei, dass die andere Person erkennt, wie falsch sie liegt."

Bei diesem oder einem ähnlichen Wunsch ist es wichtig, der Person zu sagen, dass ich mit ihr nur an ihrem eigenen Verhalten arbeiten kann. Oft bringt eine eigene Veränderung bereits Entspannung in die Beziehung zu einer anderen Person und die Situation ändert sich fast automatisch.
Disziplin und Kreativität - zwei Kräfte, die sich gegenüber stehen oder sich gegenseitig ergänzen?
Meiner Meinung nach ergänzen sich diese beiden Bereiche äußerst gut. Nur nicht gleichzeitig. Denn die Kreativität braucht Raum und Zeit, um sich zu entfalten. Disziplin kann dann dazu dienen, die neuen Erkenntnisse im Alltag anzuwenden.
Wie ist Ihre persönliche Beziehung zu einer Person, mit der Sie arbeiten?
Sie Beziehung zu meinen KundInnen ist geprägt von Wertschätzung, Engagement, Offenheit und natürlich viel Humor.
Was ist das entscheidende Hindernis, dem sich Ihre Kunden üblicherweise stellen müssen?
Der Abschied von bisher gewohnten Mustern/Strategien, die jedoch nicht zum erwünschten Ziel geführt haben.
Wie merkt man, ob eine Herausforderung für eine Person angemessen ist?
Ich merke es daran, dass der/die Coachee mit Neugier und Eifer bei der Sache ist. Stellt sich Widerstand oder Müdigkeit ein, spreche ich es offen an, weil es wichtige Hinweise geben kann, die in den weiteren Prozess einbezogen werden wollen.
Wo findet ein Coach Rat, wenn er konfus oder durcheinander ist? Wer ist der Coach vom Coach?
Eine regelmäßige Reflexion des eigenen beruflichen Handelns ist mir sehr wichtig. Daher gehe ich in Supervision.

Für meine eigenen Themen beanspruche ich Coaching von BerufskollegInnen.
Zu viel Selbstbewusstsein - kann es das schlimmste aller Hindernisse werden?
Selbstbewusstsein sehe ich sehr positiv, weil es sowohl die Stärken als auch die Herausforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Wenn jedoch Selbstüberschätzung vorliegt, kann der Prozess dadurch blockiert werden.
Wie sollte man sich einen Coach aussuchen? Muss es jemand sein, der den Weg gemacht hat, den ich gehen will? Sollte ich ihn bewundern?
Als sehr wichtig betrachte ich die persönliche Ebene. Wenn ich selbst einen Coach suche, lasse ich mich von folgenden Fragen leiten:
-> Ist mir die Person sympathisch?
-> Kann ich mir vorstellen, meine Wünsche, Ideen, Ängste zu benennen?
-> Traue ich der Person zu, mich zu begleiten? Ist sie selbstsicher? Besucht sie regelmäßig Fortbildungen?
-> Kann ich mir unter der angebotenen Methode etwas vorstellen bzw. wird sie mir so erklärt, dass ich ein klares Bild von der gemeinsamen Arbeit erhalte?

Bewunderung hilft keinem - weder mir noch meinen Coachees.
Manchmal empfinden es Coachees als hilfreich, wenn ich eine ähnliche Situation bereits erfolgreich bewältigt habe. Für die konkrete Arbeit macht es meiner Erfahrung nach jedoch keinen Unterschied, weil meine Erlebnisse ohnehin keine Vorlage darstellen sollen. Im Mittelpunkt steht der/die Coachee, meine persönliche Lebensgeschichte und Meinung ist nicht relevant.
Wenn ich mich selber verändern will - welchen Rat würden Sie mir geben?
1. Spüren Sie einmal nach, ob die Veränderungen wirklich von Ihnen gewünscht oder von anderen vorgegeben werden.
2. Wenn Sie selbst eine Veränderung anstreben - eine Frage: Womit sind Sie zur Zeit zufrieden (auch das positive will bemerkt werden) und wo hätten Sie gerne eine Optimierung?
3. Und dann einfach einen Termin beim Coach Ihrer Wahl vereinbaren und loslegen! Mit Unterstützung wird vieles leichter!
 

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[schleicher1972]
Sandra Schleicher
Wien - Österreich


[schleicher1972] Sandra Schleicher
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Stefan Eitel
 Stefan Eitel 




© Sandra Schleicher
Web-Adresse dieses Interviews:http://www.whohub.com/schleicher1972

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