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Interview mit Tobias Lang [tobiaslang] - FOTOGRAFIE
 
 
 
 
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Interview mit:

Tobias Lang [tobiaslang] 


FOTOGRAFIE
Seit wann fotografieren Sie? Wie begann Ihre Liebe zur Fotografie?
Ich fotografiere seit 2007. Meine Liebe zur bildenden Kunst und der Fotografie entstand im gleichen Jahr, das sehr grosse Umbrüche in meinem Leben hervorbrachte und nach Veränderung verlangte.
Haben Sie eine Ausbildung als Fotograf?
Ja. Ich habe eine klassische Ausbildung über 2 Jahre in einem grossen münchner Auto- und Stilllifestudio absolviert.
Haben Sie bereits an Ausstellungen teilgenommen?
Nur in unerheblichem Mass, ich bin kein Freund von grossen Inszenierungen Meinerselbst.
Welche Art Fotografie bevorzugen Sie?
die künstlerisch schöne Abbildung von Menschen ist mir sehr nah und macht mir den meisten Spass. Es ist wunderbar Menschen in Stimmungen und Situationen zu begleiten die sie zeigen wie sie sind und sein möchten.
Wie wählen Sie Ihre Themen aus?
Das kommt sehr auf mein Sujet an, ich wähle die Thematiken und Szenerien immer passend oder auch bewusst unpassend aus.
Welche Art von Vorbereitung benötigen Sie, bevor Sie fotografieren?
Ich bereite wenig bis garnichts vor. Es schränkt mich und mein Model sehr ein wenn ich alles planen und vorbereite, denn meist kommt es anders als man denkt. Ohne die eigentliche Idee aus den Augen zu verlieren agiere ich lieber spontan.
Fotografieren Sie mit einem Vorsatz im Hinterkopf, oder lassen Sie sich von den auftretenden Umständen geleiten?
Wie schon gesagt: die Uridee bleibt mir im Kopf und das generelle Thema, ich variiere dies jedoch der Situation entsprechend. ich bin kein freund von zu eng gestrickten Konzepten, wie sie z.B. in der Werbefotografie umgestzt werden müssen, hier ist man eher Dienstleister statt Künstler.
Canon, Nikon, Fuji, Sigma, Olympus, Sony, Pentax... Welche Marke bevorzugen Sie, und warum?
Ich fotografiere mit Canon, warum? es hat sich so ergeben und etabliert. Ich mag das Objaktivangebot und die Bedienbarkeit der Marke. In meiner Freizeit nutze ich meine alte Dame, eine Hasselblad 503 CXI, manchmal meine LOMO und sehr selten meine RolleiFlex. Die analogen Kameras bringen sehr viel Ruhe und Bewusstsein in meine Fotograie zurück, da st jedes Bild überdacht, mehrfach korrigiert und am ende belichtet. Auf 120er Film versteht sich :)
Welche Software und Plug-Ins benutzen Sie, um Ihre Fotografien zu bearbeiten und zu verwalten?
Ich nutze die üblichen Tools, Photoshop, Lightroom, CaptureOnePro. Plugins nutze ich nur sehr mässig ich erstelle meine Styles lieber selbst wobei ich mich durchaus von vorgefertigten Lightroom oder NIK Einstellungen inspirieren lasse, welche ich modifiziere und meinen Bedürfnissen anpasse.
Welche Mittel setzen Sie ein, um die Autorenrechte der Fotografen vor Piraterie im Internet zu schützen?
Früher dachte ich es ist wichtige ein Logo o.ä. in den Bildern zu integrieren, heute denke ich, wer ein 72 dpi web-jpg bei 70% an sich nimmt und damit etwas anfangen will ist selber schuld. Sollte ich ein Bild in grösserer Auflösung in einer Fotokommunity zeigen versehe ich es mit einem Logo. Wer das dann "erbeutet", das Logo aus dem Bild entfernt und es sein eigen nennt, hat es sich das bei der vielen Arbeit die er sich gemacht hat auch "verdient"..... ;)
Sind Sie ein guter Verkäufer in eigener Sache als Fotograf? Was müssen Sie noch verbessern?
Nein ich bin ein lausiger Verkäufer und bekomme rote Ohren wenn ich mich "anpreisen" muss. Ich möchte lieber wegen meines Könnens als wegen der vielen Worte die ich mache gemocht und gebucht werden. Verbessern? Nüchtern betrachtet mein Selbstmarketing, emotional gesehen: nichts. Ok: Marketing on: http://tobias-lang.com
Welche klassischen Meister der Fotografie bevorzugen Sie?
Ich mag Künstler wie Richard Avedon ein Pionier im Bereich Menschenfotografie und Inszenierung ein wahrer Meister in seinem Tun.
Reduzieren Technologie und digitale Bearbeitungsmöglichkeiten den Unterschied zwischen Profis und Hobby-Fotografen?
Das ist schwer einzuschätzen, es gibt grossartige Talente im Amateurbereich, die frei und ungezwungen ihre Ideen und Vorstellungen umsetzen ohne Druck zu verspüren. In der professionellen Fotografie ist dieser enorm und raubt einem manchmal die Luft zum kreativen freien Atmen. Ob die digitalen Möglichkeiten den Unterschied reduzieren vermag ich nicht zu beurteilen. Eine Annäherung ist mit Sicherheit gegeben, allerdings leidet darunter auch die Qualität dessen was dabei heraus kommt und kostet viele Fotografen den Job, da der Kunde oft nicht genug Fantasie hat was ein gutes oder ein weniger gutes Bild ist und dieser somit nach Budget entscheidet und nicht nach der Qualität dessen was am Ende herauskommt.
Sehen Sie sich eher als Techniker oder als Künstler?
Mir hat einmal ein Fotograf den ich sehr schätze gesagt: " Die Kamera wird irgendwann zu deinem Werkzeug und di musst nicht mehr über Blende/Zeit/Iso nachdenken..... du fotografierst dann einfach gut." Reine Techniker sind oft nur auf ein nüchternes Ergebnis fixiert, ich bevorzuge Emotion und technisch inkorrekte Fotografie.
Welche Dinge haben Sie zum Thema Rahmen und Komposition gelernt?
Komposition ist das was man durch den Sucher sieht und mag. Das mact jeder nach seinem Geschmack und den paar Regeln die es nunmal gibt und die man einfach beherrscht ohne darüber nachzudenken. Ich mag Rahmen nicht sie engen Bilder ein, was ihr Job ist und oft wirken bilder nur da sie gerahmt sind. Wenn ich mir ein Bild an die Wand hänge, was selten vorkommt, muss es rahmenlos wirken ansonsten hat es keine Bedeutung für mich.
Wie entwickelt sich der Instinkt, um zu wissen, wann man den Auslöser betätigt?
Bei mir recht schnell und zielsicher. Manchmal genügt es ein Bild zu machen um das gewünschte Ergebniss zu erzielen. Dies setzt voraus das man mit dem Abzubildenden redet und ihn dirigiert und sich seine äussere Ausdrucksweise in einem Gespräch bewusst macht. Wenn ich den Menschen erfaasst habe, braucht es nur sehr wenige Bilder um ihn so abzubilden wie ich es mir vorstelle.
Wann ein Film und wann digital?
Film: Wenn ich etwas besonderes machen möchte und mir die Postproduktion nicht als Stilmittel zu Eigen machen möchte. Digital: Tagesgeschäft, wie auf meiner webseite http://lang-photography.com zu sehen ist.
Genießt die Fotografie in den Museen für zeitgenössische Kunst die Anerkennung, die ihr zusteht?
Durchaus, ich bin ein grosser Freund von Ausstellungen und es gibt mehr als genug davon. Ob die Anerkennung da ist weiss ich nicht, in der grossen Bilderflut die einen täglich ereilt, ist eine Ausstellung ein wunderbarer Ort um sich in Ruhe und ganz bewusst schöne Fotografie anzusehen. Meine Anerkennung ist den Ausstellenden Kollegen gewiss.
 





© Tobias Lang
Web-Adresse dieses Interviews:http://www.whohub.com/tobiaslang

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