Interview mit:Tony Tintes [tony4711]
KREATIVITÄT
 | Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum? Nicht genetisch bedingt, aber aktiver Musiker von Kindheit an. Dann Musikstudium, Regieausbildung und ab zum Fernsehen. Da konnte ich meine Kreativität ausleben. |
 | Ihr Verstand ist Ihr Arbeitswerkzeug. Wie pflegen Sie ihn? Immer offen für Neues, aber dieses hinterfragen. Gerne lase ich mich von Menschen inspirieren, die ihr Metier beherrschen. |
 | Wie verhindern Sie, sich zu wiederholen, in Formeln zu verfallen? Wie wahren Sie die Frische? Mein Job stellt täglich neue Anforderungen, die grundsätzlich verschieden sind. Die Gefahr sich zu wiederholen ist damit gering. |
 | Welche kulturellen Quellen nutzen Sie bevorzugt? Musik - Theater/kabarett - Bücher - Menschen. |
 | Wer waren Ihre Meister bzw. Vorbilder? Leute, die ihre Visionen erfolgreich umsetzen konnten, auch wenn es manchmal schwierig war/ist. |
 | Sie akzeptieren einen Auftrag. Wie bewerten Sie die einzelnen Facetten? Geld, kreative Freiheit, Sichtbarkeit, Kooperation mit den besten Profis... Die Arbeit in einem Team mit den besten Profis führt in der Regel zum Erfolg, wenn sie denn zielorientiert verläuft. Der kreativen Freiheit sind je nach Zielsetzung und Geld leider Grenzen gesetzt und umsonst arbeiten ist eine echte Spassbremse. Jeder Kreative strebt Sichtbarkeit an, sein "Werk" einer Öffentlichkeit zu präsentieren. |
 | Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass eine Arbeit so aufregend war, dass Sie immer daran denken mussten? Klar doch - meine Arbeit beginnt/endet nicht vor der Tür meiner Firma und auch nicht zu festgelegten Zeiten. Oft kommen die besten Ideen ohnehin bei ganz anderen Beschäftigungen, wie z.B. beim "therapeutischem Blätterharken". |
 | Können Sie sich in eine schlechte Idee verlieben, nur weil sie von Ihnen stammt? Wie vermeiden Sie so etwas? In eigene Ideen verlieben ist oft passiert. Allerdings habe ich ein kritisches Team und bin auch bereit, mich wieder von diesen Ideen zu trennen. Dumm, wenn sich diese dann später als doch gute Idee herausstellen. Also: Ideen immer im Hinterkopf bewahren und auf eine passende Gelegenheit warten. |
 | Benötigt man einen Chef oder "Leader", damit ein kreatives Team funktionieren kann? Eindeutig JA! Es muss einen geben, der "kreative Spinnerei" kanalisiert und vor dem Hintergrund der Umsetzbarkeit prüft. |
 | Seien Sie ehrlich: Für welche Firma oder für welche Person würden Sie gerne arbeiten? Ehrlich: für Ecclestone ein großes digitales Formel 1 Archiv aufbauen! |
 | Unter welchen Kriterien suchen Sie sich jemanden aus, den Sie in Ihrem kreativen Team aufnehmen wollen? Sachkenntnis, Persönlichkeit und Sympathie. |
 | Arbeiten Sie gut unter (Zeit)druck? Gerade unter Zeitdruck läuft's am besten, weil man 100%ig auf das Produkt fokussiert ist. |
 | Welche Weltstadt reizt Sie derzeit aufgrund Ihres kreativen Ambientes? Barcelona! |
 | Wie verkauft man eine Idee? Wer hat hier ein Patentrezept? Ich zahle sofort Lizenzen. Personality, Konzept, Strategie und..und..und...alles wichtig. Aber noch wichtiger: versteht der Kunde mich, ist er inspiriert und kann er wirklich entscheiden? |
 | Was fühlen Sie, wenn Sie Ihre Ideen vor zwei oder drei Jahren sehen? Erstens: dass ich oft gut daran getan habe, diese nicht beisseite zu legen. Zeitens: dass sich diese in den zwei Jahren verfeinert und weiterentwickelt haben. |
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