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Interview mit Tobias Schlegel [tsfotografie] - FOTOGRAFIE
 
 
 
 
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Interview mit:

Tobias Schlegel [tsfotografie] 


FOTOGRAFIE
Haben Sie eine Online-Galerie, wo wir Ihre Fotos sehen können?
Mein Portfolio findet man hier: www.ts-fotografie.ch Auch ein Blog ist eingerichtet, wo aktuelle Arbeiten vorgestellt werden und über News aus der Fotografie berichtet wird. Weitere Bilder findet man auf 500px http://500px.com/TS-Fotografie
Seit wann fotografieren Sie? Wie begann Ihre Liebe zur Fotografie?
Mein Vater fotografierte schon zu meiner Kindeszeit leidenschaftlich. Er hat mich mit dem Virus angesteckt. Meine erste eigene Spiegelreflexkamera habe ich 2001/2002 erworben. Ich entdeckte schnell, dass die Möglichkeiten der Fotografie praktisch grenzenlos sind und dass es mir liegt den Moment festzuhalten.
Haben Sie eine Ausbildung als Fotograf?
Nein, ich habe mir die Fotografie selbst beigebracht. Es gibt viele Fachbücher mit denen man vieles lernen kann, was man später umzusetzen probiert. Letztendlich gilt aber auch hier: "Learning by doing" und vor allem Kritik einstecken können!
Haben Sie bereits an Ausstellungen teilgenommen?
Ja, im Lindenhofspital Bern habe ich an einem Wettbewerb teilgenommen, an dem die besten Werke im Spital selbst ausgestellt und bewertet wurden.
Haben Sie Auszeichnungen für Ihre Fotoarbeiten erhalten?
Nur beim Wettbewerb im Lindenhofspital. Da dies aber der einzige Wettbewerb war, an dem ich teilgenommen habe, konnte ich noch gar nicht gross Auszeichnungen erhalten.
Welche Art Fotografie bevorzugen Sie?
Meine Hauptarbeiten sind im Bereich Sport, Shooting, Hochzeit und Event-Fotografie zu finden. Diese Bereich bieten sehr viel Abwechslung und decken ein grosses Spektrum der Fotografie ab. Der Sport mit seiner Dynamik und Geschwindigkeit, die Hochzeit und Events mit ihren schönen Momenten und die Shootings mit dem kreativen Bereich.
Was versuchen Sie mit Ihrer künstlerischen Fotografie auszudrücken?
Eher weniger. Ich versuche mit meinen Bildern die Wünsche meiner Kunden zu erfüllen. Das ist ja auch eine Kunst, nicht? ;-) Natürlich versuche ich mich auch zwischendurch künstlerisch auszudrücken. Diese Art der Fotografie hilft mir beim Finden des eigenen Stils, welcher wiederum in meine Kundenbilder einfliesst.
Wie wählen Sie Ihre Themen aus?
Meist kommen mir die Ideen kurz vor dem Einschlafen oder sie kommen irgend woher angeschossen. Mein Notizbuch nimmt die Ideen dann vorerst auf, bis ich einen Weg gefunden habe die Idee fotografisch in die Tat umzusetzen.
Welche Art von Vorbereitung benötigen Sie, bevor Sie fotografieren?
Vor einer Session gehe ich meine Ideen noch einmal durch und überprüfe, ob ich sie so wie ich möchte umsetzen kann. Und natürlich wird die Fotoausrüstung auf Komplettheit überprüft.
Fotografieren Sie mit einem Vorsatz im Hinterkopf, oder lassen Sie sich von den auftretenden Umständen geleiten?
Teils, teils... Ich habe normalerweise eine klare Idee im Hinterkopf, lasse mich aber während eine Shootings oder eines Events auch von äusseren Einflüssen inspirieren. Insbesondere die Umgebung ist mir wichtig. Auch wenn man die Location kennt findet man immer wieder Dinge, die man in die Bilder miteinbeziehen kann.
Canon, Nikon, Fuji, Sigma, Olympus, Sony, Pentax... Welche Marke bevorzugen Sie, und warum?
Ich fotografiere mit Canon. Mein Vater hatte auch schon Canon und meine erste DSLR war entsprechend auch eine Canon. Seither bin ich nicht mehr davon losgekommen. Aber ich beteilige mich ungern am Marken-Kampf. Alle Kamerasysteme haben ihre Vor- und Nachteile.
Beschreiben Sie Ihre aktuelle Ausstattung.
Meine zwei Kameras: Canon 7D Canon 40D Objektive: 24-70mm f/2.8 70-200mm f/2.8 2x Speedlite 580EXII Div. Speicherkarten Mein Laptop ist natürlich auch immer dabei :) Meine Ausrüstung ist nicht riesig, reicht für meine Bereiche aber meistens aus. Ein 300mm fehlt aber schon noch ;-)
Welche Software und Plug-Ins benutzen Sie, um Ihre Fotografien zu bearbeiten und zu verwalten?
Photomechanic als "Browser" und Beschriftungstool Photoshop zur Bearbeitung Lightroom als Archiv
Welche Mittel setzen Sie ein, um die Autorenrechte der Fotografen vor Piraterie im Internet zu schützen?
Mit Wasserzeichen in meinen Bildern. Aber keines das am rechten unteren Rand einfach weggeschnitten werden kann, sondern eines, das über dem Hauptmotiv auftaucht. Leider ist das heutzutage nötig um es Bilderpiraten so schwer wie möglich zu machen.
Sind Sie ein guter Verkäufer in eigener Sache als Fotograf? Was müssen Sie noch verbessern?
Hier habe ich definitiv noch Ausbaupotential. Aber meine Freundin steht mir in dieser Beziehung sehr gut zur Seite. Sie ist der härtere Verhandlungspartner als ich.
Welche klassischen Meister der Fotografie bevorzugen Sie?
Ich möchte mich da nicht auf einen Fotografen festlegen. Ich orientiere mich da mehr an einzelnen Bildern, die mir sehr gefallen und diese müssen nicht unbedingt von einem Meister sein.
Reduzieren Technologie und digitale Bearbeitungsmöglichkeiten den Unterschied zwischen Profis und Hobby-Fotografen?
Sicherlich! Es gibt hervorragende Hobbyfotografen die wunderschöne Bilder machen, damit aber kein oder kaum Geld verdienen. Viele wollen damit auch kein Geld verdienen, sondern sehen es bewusst nur als Hobby, was ich sehr unterstütze. Leider gibt es aber auch viele die nur mässige Bilder machen, sie aber zu Schleuderpreisen verkaufen. Das macht den Profis das Leben schwer. Gerade bei Hochzeiten ist dieser Verlauf deutlich zu spüren. Wo früher ein Profi Plicht war, macht es heute der Kollege der das ja auch kann. Die Ernüchterung beim Brautpaar erfolgt dann oft im Nachhinein...
Wie sieht Ihr übliches Team an Mitarbeitern aus?
Ich bin häufig alleine, da ich noch nicht voll im Profibereich arbeite. Ab und zu ist eine Person für das Styling vorhanden und meine Freundin unterstützt mich immer wieder als Assistentin. Wir sind ein gutes Team.
Sehen Sie sich eher als Techniker oder als Künstler?
Hmm... eher als Techniker. Den Begriff Künstler kann man kaum definieren und ist deshalb sehr schwammig.
Welche Dinge haben Sie zum Thema Rahmen und Komposition gelernt?
Ich verzichte meistens auf einen Rahmen und probiere das Bild auch ohne einen solche gut aussehen zu lassen. Rahmen können als Unterstützung dienen, aber ich sehe immer wieder, dass übertrieben wird. Eine Fotografie ist für mich ein Bild ohne Rahmen und wenn eines mit einem dezenten. Bei der Komposition gibt es schon Grundregeln zu beachten, aber auch von diesen darf man mal abweichen und ausprobieren. Wenn ich ein Bild ausschneide probiere ich es teilweise mit verschiedenen Varianten. Da kann auch mal der "Goldene Schnitt" wegfallen.
Wie entwickelt sich der Instinkt, um zu wissen, wann man den Auslöser betätigt?
Der Instinkt entwickelt sich stark mit der Erfahrung. Ein gutes Beispiel ist die Sportfotografie. Kennt man den Sport und hat bereits Erfahrung weiss man in etwa, wenn es zu einer guten Szene kommen kann und man ist bereit. Auch auf Hochzeiten weiss man irgendwann, wo man wann sein muss. Zudem betrachte ich die Umwelt mit einem anderen Blick. Ich denke oft darüber nach, ob das gesehene ein tolles Bild abgeben würde. Auch ein kurzer Blick durch den Sucher hilft manchmal, sich einen Ausschnitt bildlich vorstellen zu können.
Wann ein Film und wann digital?
Ich fotografiere nur noch digital und könnte es mir auch nicht mehr anders vorstellen.
Genießt die Fotografie in den Museen für zeitgenössische Kunst die Anerkennung, die ihr zusteht?
Ich bin der Meinung, dass es mehr Fotoausstellungen auch in grossen Kunstmuseen geben sollte. Fotografien sind noch häufig auf Zeitschriften oder kleine Galerien beschränkt.
Welche Internet-Portale für Fotografie besuchen Sie häufig?
Hauptsächlich 500px. Ich habe es noch nicht lange entdeckt, aber es hat grossartige Fotografien, die dort gezeigt werden. http://500px.com
Gibt es eine besondere Technik, die Sie uns gerne mitteilen wollen?
Nein, denn jeder Profi- und Hobbyfotograf muss seine eigene Technik entwickeln und seinen Stil finden.
 





© Tobias Schlegel
Web-Adresse dieses Interviews:http://www.whohub.com/tsfotografie

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