Interview mit:Cornelia Lohs [worldtraveller]
SCHREIBEN
 | Wie haben Sie angefangen, zu schreiben? Wer hat Ihre Texte damals gelesen? Mit 14 habe ich einen Kurzgeschichten-Wettbewerb gewonnen und dadurch ermutigt, meinen ersten Roman geschrieben und an einen Verlag geschickt. Nach der ersten Absage habe ich ihn jedoch in kleine Stücke zerrissen. Danach habe ich Gedichte und Texte geschrieben, die im Wochenendteil der Lokalzeitung veröffentlicht wurden. Mit 16 habe ich meine erste Schülerzeitung gegründet, mit 18 die zweite. Wer meine Texte damals gelesen hat? Meine Mitschüler, die Leser des Wochenendteils der Lokalzeitung sowie die Leser einer damaligen Mädchen-Zeitung. |
 | Welches Genre bevorzugen Sie? Haben Sie einen Link, auf dem wir etwas über Ihr neuestes Werk erfahren können? Meine Themenschwerpunkte sind Reisen und Finanzen. Mehr darüber auf meiner Website http://www.cornelia-lohs.de
Ich arbeite gerade an einem Reisebuch über die Great Lakes im Mittleren Westen der USA, wo ich zeitweise lebe. Irgendwann möchte ich jedoch ein satirisches Buch mit dem Titel "Alltagskatastrophen" schreiben. |
 | Wie verläuft Ihr kreativer Prozess? Was geschieht, bevor Sie sich hinsetzen und anfangen zu schreiben? Gar nichts geschieht. Ich setze mich einfach hin und fange an zu schreiben. Am liebsten schreibe ich jedoch nachts, da habe ich die meisten Einfälle. |
 | Welche Art Lektüre aktiviert in Ihnen die Lust, zu schreiben? Jedes Buch, das ich lese. Es gibt keine bestimmte Art von Lektüre, die meine Lust zu schreiben aktiviert. Als ich Teenager war, waren es jedoch die Bücher von Hemingway. |
 | In welchen Schuhen fühlen Sie sich wohl? Erste Person oder dritte Person? Das kommt auf das Genre an. Im Reisebericht benutze ich generell die dritte Person. Einen Reisebericht in der ersten Person zu verfassen, ist nicht sehr professionell. Das klingt zu sehr nach "Meine schönste Urlaubsreise" - und diese gibt es von Hobbyautoren verfasst im Internet zur Genüge.
In Erzählungen und satirischen Texten dagegen fühle ich mich in der ersten Person wohler, weil es einfach besser klingt. |
 | Welche bekannten Schriftsteller bewundern Sie am meisten? Hemingway, jedoch in Originalsprache, denn ins Deutsche übersetzt geht viel von seinem Schreibstil verloren. Er liest sich auf Englisch einfach besser und vor allem fesselnder. |
 | Sind Sie genauso gut darin, Geschichten mündlich zu überliefern? Ja und nein. Ich kann mich schriftlich besser ausdrücken, kann jedoch Geschichten auf Englisch mündlich besser und flüssiger überliefern als auf Deutsch. |
 | Für wen schreiben Sie in Ihrem tiefsten Inneren? Für mich selbst. |
 | Ist Schreiben eine persönliche Therapie? Sind interne Konflikte eine kreative Antriebskraft? Interne Konflikte habe ich zum Glück nicht. |
 | Präsentieren Sie sich bei Schriftsteller-Wettbewerben? Haben Sie schon einmal einen Preis gewonnen? Nein, ich habe seit meinem 14. Lebensjahr an keinem Wettbewerb mehr teilgenommen. Damals habe ich jedoch gewonnen. |
 | Zeigen Sie Ihre Manuskripte einer vertrauten Person, um ihre Meinung zu hören? Nein, die Meinung anderer interessiert mich vor der Veröffentlichung nicht. |
 | Glauben Sie, Ihre "eigene Stimme" bereits gefunden zu haben, oder ist man ewig auf der Suche nach ihr? Ja, die habe ich schon sehr früh gefunden. |
 | Welche Disziplin erlegen Sie sich selber auf in Hinblick auf Ziele, Zeiten, in denen Sie schreiben, etc. Gar keine, denn ich bin von Natur aus ein sehr disziplinierter Mensch. |
 | Was umgibt Sie in Ihrem Arbeitszimmer, um Ihre Konzentration zu erhöhen? Regale voller Bücher! |
 | Schreiben Sie auf dem Bildschirm, drucken Sie häufig Ihre Schriften aus, korrigieren Sie auf Papier...? Wie läuft der Prozess bei Ihnen ab? Ich schreibe alles auf meinem Mac und korrigiere auch am Bildschirm. |
 | Welche Websites besuchen Sie, um Erfahrungen auszutauschen oder Informationen zu erhalten? Keine speziellen Websites. Ich "google" einfach. |
 | An welchem Projekt arbeiten Sie momentan? An einem Reisebuch über die Großen Seen im Mittleren Westen der USA. |
 | Was raten Sie mir, was ich mit all diesen Texten machen soll, die ich seit Jahren schreibe, aber noch nie jemandem gezeigt habe? Wegwerfen oder bei suite101 veröffentlichen. |
JOURNALISMUS
 | Was ist Ihre Spezialität? Über welche Themen schreiben Sie? Reisen (Schwerpunkte Nordamerika, Nordeuropa), Finanzen (Anlagen) |
 | In welchen Medien haben Sie bisher gearbeitet? Online, Print |
 | Gibt es eine Website, wo wir etwas von Ihnen lesen können? http://www.cornelia-lohs.de |
 | Was ist eine Nachricht? Nachricht = Neuigkeit, Bericht über ein aktuelles Ereignis. Genauer: Eine journalistische Darstellungsform, welche die wichtigsten W-Fragen beantworten und deren Länge maximal 1000 Zeichen haben sollte. Aufbau: Das Neueste stets zuerst. |
 | Was ist für Sie Objektivität? Wie die Definition schon sagt: "Objektivität ist die Unabhängigkeit der Beschreibung eines Sachverhalts vom Beobachter". Genau das ist Objektivität für mich. |
 | Wie lautet die beste Schlagzeile, den Sie je gelesen haben? Obama ist Präsident der Vereinigten Staaten! |
 | Wie lautet die Schlagzeile, die Sie eines Tages gerne einmal in den Zeitungen lesen würden? Deutschland hat den ersten grünen Bundeskanzler / die erste grüne Bundeskanzlerin! |
 | Welche Zeitung kaufen Sie sich sonntags? Wo lesen Sie diese? Manchmal FAZ am Sonntag oder Welt am Sonntag, Sonntag Aktuell (Stuttgarter Zeitung) wegen der vielen Reiseberichte. |
 | Geht langsam der Analyse- oder Recherche-Journalismus verloren? Nein, ich glaube nicht, denn zum guten Journalismus gehört die Recherche. |
 | Wird jeder Mitbürger zum Korrespondenten, wenn er eine Kamera ans Telefon anschließt? Nein, keinesfalls. Dazu fehlen ihm die journalistischen Grundlagen. |
 | Welche Einstellung haben Sie zu dem Recht der Prominenten auf Intimsphäre? Genauso, wie ich die Frage einst in meiner Hausarbeit zum Presserecht beantwortet habe:
"Die Pressefreiheit ist im Bereich der Intimsphäre nur dann nicht eingeschränkt wenn sich das Intimleben in einer die Öffentlichkeit berührenden Weise auswirkt (z.B. Erpressbarkeit eines Ministers wegen seiner Kontakte ins Rotlichtmilieu). Ansonsten gilt: Berichte über die Intimsphäre einer Person sind ohne Einwilligung derselben auch dann rechtlich nicht zulässig, wenn sie inhaltlich wahr sind. Berichte über die Privatsphäre sind in der Regel, jedoch nicht ausnahmslos, unzulässig". |
 | Was können Sie uns über die Kunst des Interviews beibringen? In meiner Hausarbeit zum journalistischen Interview habe ich zwar eine 1,3 bekommen, aber ansonsten interviewe ich selten, sehr selten. |
 | Bekannte Personen, die Sie schon einmal interviewt haben? Vor Urzeiten, als Chefredakteurin einer Schülerzeitung, Gerd Leienbach, den damals sehr bekannten Rundfunkmoderator von SWF3. |
 | Wird es irgendwann keine gedruckten Zeitungen mehr geben? Nein, ich glaube nicht - es ist einfach schöner, in einer Zeitung zu blättern als diese Online zu lesen .... sage ich, als Online-Journalistin ... |
 | Was halten Sie von den kostenlosen Zeitschriften, die in den Städten verteilt werden? Nichts, denn meistens sind sie sehr trivial. |
 | Welches Buch würden Sie gerne schreiben? Ein satirisches Buch mit dem Titel "Alltagskatastrophen". |
 | Hilft Ihnen ein Motto oder ein ethisches Prinzip im wirren Momenten, eine Entscheidung zu treffen? Mein Glaube an Gott, meine innere Stimme. |
 | Welchen Rat geben Sie jemandem, der frisch von der Uni kommt und einen Fuß im Journalismus fassen will? Follow your destiny, wherever it leads you ... |
PERSÖNLICHKEIT
 | Welche Hobbys haben Sie? Reisen, Sprachen, Schreiben, Lesen und Fotografie. |
 | Welcher Schauspieler wären Sie gerne? Keiner. Aber aussehen würde ich gerne wie Audrey Hepburn. |
 | Welches Buch, welche CD und welchen Film würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Ein Buch reicht nicht, dazu lese ich viel zu gerne und zu viel. Aber unter den Büchern wären sicher Werke des amerikanischen Philosophen Ernest Holmes sowie skandinavische Krimis. Eine CD? Nein zwei! The Dark Side of the Moon von Pink Floyd und die Puccini Oper Tosca, gesungen von Maria Callas und Giuseppe di Stefano. Ein Film reicht auch nicht, da gibt es zu viele, die ich mag. Okay, vielleicht die drei Teile der Bourne Identity, Out of Africa und Lawrence of Arabia. |
 | Wie stehen Sie zu den beiden Aussagen "Arbeiten um zu Leben" bzw. "Leben um zu Arbeiten"? Ich arbeite, um zu reisen! |
 | Welche Techniken setzen Sie ein, um sich zu entspannen, wenn Sie unter Druck stehen? Ich gehe schwimmen. |
 | Ein kleiner Genuss, der für Sie enorm groß ist? Champagner-Trüffel-Pralinen! |
 | Was war der größte Verlust, den Sie in Ihrem Leben erlitten haben? Den hatte ich zum Glück noch nicht. |
 | Wie reagieren Sie auf Telemarketing-Anrufe? Ich sage "kein Interesse" und lege gleich wieder auf. |
 | Sind Sie Ex-Raucher? Wie haben Sie es geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören? Ich habe nie geraucht. |
 | Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade? Wenn ich in Deutschland bin: schreiben! |
 | Ein Gebiet, auf dem Sie völlig unerfahren sind? Naturwissenschaften. |
 | Sind Sie nach irgendetwas süchtig? Ja, nach meiner täglichen Pasta! Eifrei und vegetarisch muss sie allerdings sein! |
 | Sie gewinnen neun Mal hintereinander im Roulette. Machen Sie weiter, weil Sie eine Glückssträhne haben, oder hören Sie auf, weil Sie statistisch gesehen jetzt verlieren müssten? Keine Ahnung - wahrscheinlich würde ich aufhören. Man weiß ja nie, wie man reagiert, bevor man in einer bestimmten Situation ist. |
 | Mit welchem Spielzeug haben Sie in Ihrer Kindheit am liebsten gespielt? Ich hatte kein Lieblingsspielzeug. Ich bin gerne auf Bäume geklettert, durch Bäche gewatet und durch Wälder gerannt. |
 | Wie war Ihr Lieblingslehrer an der Schule? Es gab viele nette Lehrer, aber einen Lieblingslehrer hatte ich eigentlich nie. |
 | Gibt es einen Aberglauben, der Sie dazu bringt, Ihr Verhalten zu ändern? Ich habe keinen Aberglauben, sondern nur meinen Glauben an Gott. |
 | Ist das Sternzeichen hilfreich für Sie, um das Verhalten der Menschen zu verstehen? Ja und nein. Ich bin Schütze, Aszendent Widder (Doppel-Feuerzeichen). Meine Eltern sind Schütze und Widder, mein Sohn ist Widder. Meine besten Freundinnen sind Schütze und Widder. Ich glaube, man zieht immer die Sternzeichen an, die zu einem passen bzw. Sternzeichen, die ihre Planeten in ähnlichen Häusern haben. |
 | Gibt es etwas, das Sie noch nicht gemacht haben, aber definitiv in Ihrem Leben irgendwann einmal machen wollen? Ja, mit der Queen Mary II den Atlantik überqueren. |
 | Wohin auf der Welt würden Sie ziehen, ohne einen Augenblick zu zweifeln? Im Winter nach Tobago, im Sommer nach Stockholm. |
 | Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben? It is never too late to be what you might have been (George Eliot).
Und
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben. (Alexander von Humboldt) |
 | Ein Wort oder ein Spruch, den Sie hassen? "Ich an deiner Stelle, würde ...." |
 | Was ist Ihr Lieblingshaustier? Ein beiger Labrador. |
 | Was werden Sie wohl als Rentner machen? Am Meer leben und das machen, was ich immer mache: schreiben. |
 | Wer würden Sie gerne sein, wenn Sie noch einmal auf die Welt kommen würden? Ich selbst. |
IDEEN
 | Sind Sie für oder gegen den Stierkampf? Ich bin gegen den Stierkampf, weil das Tierquälerei ist. |
 | Ist Markenware wichtig für Sie, wenn Sie einkaufen gehen? Ja, denn Billigprodukte taugen meistens nicht viel. |
 | Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben? Natürlich! |
 | Gibt es Ihrer Meinung nach zu viele Feiertage und Ferien? Nein, im Vergleich zu den USA haben wir sogar sehr viele. |
 | Finden Sie, dass die Katastrophenmeldungen zum Thema Klimawandel völlig überzogen sind? Nein, seit ich vor ein paar Jahren den Film von Al Gore gesehen habe, nicht mehr. |
 | Hat Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen, oder glauben Sie eher an die Theorie der Evolution? Ich glaube an Gott, aber ich glaube auch, dass die sieben Tage in Wirklichkeit ein paar Millionen Jahre waren. |
 | Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird? Ja. |
 | Was halten Sie von der Massenbewegung auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie und Implantate? Davon halte ich gar nichts. Der Mensch ernährt sich ungesund, raucht, trinkt, aalt sich in der Sonne und pflegt seine Haut nicht beizeiten - dann soll der Chirurg richten, was Mensch versaut hat. |
 | Glauben Sie, dass viele Krankheiten durch einen kranken Kopf verursacht werden? Ja, davon bin ich überzeugt. Darauf hat Ernest Holmes in der Wissenschaft des Geistes bereits 1926 hingewiesen. |
 | Glauben Sie, es stimmt, dass wir nur knapp zehn Prozent unseres geistigen Potentials nutzen? Ja - wir alle könnten Wunder bewirken, wenn wir wollten. Aber leider nutzen wir unsere geistigen Kapazitäten nur für die Dinge, für die wir uns interessieren. |
 | Wie stark glauben Sie an Horoskope in Zeitungen und Magazinen? Das von einem Astrologen erstellte Geburtshoroskop gibt oft erstaunliche Auskünfte, die Horoskope in Zeitschriften dienen jedoch nur der Unterhaltung - an diese glaube ich nicht. |
 | Gibt es Außerirdische? Vielleicht - das Universum ist ja unendlich groß. |
PHILOSOPHIE
 | Was ist für Sie das gute Leben? Viel reisen, gutes Essen (allerdings vegetarisch!) und ein schönes Zuhause mit vielen, vielen Büchern. |
 | Was ist das Geheimnis, um glücklich zu sein? Es gibt kein Geheimnis - das Glück ist in einem selbst und hängt nicht von äußeren Dingen ab. Leider verkennen das viele Menschen. |
 | Was ist ein Freund? Ein Freund akzeptiert einen, wie man ist, geht mit einem durch dick und dünn, ist immer da, wenn man ihn braucht. Eine gute Freundschaft geht auch nicht verloren, wenn der eine plötzlich in ein anderes Land zieht. |
 | Wenn die Eintrittskarte für ein Fußballspiel ab dem zwölften Lebensjahr das doppelte kostet, und Ihr Sohn gestern zwölf Jahre alt geworden ist, welches Alter geben Sie an der Kasse an? Natürlich würde ich schummeln - der eine Tag! |
 | Die Philosophie für eine gute Gesundheit: Ernest Holmes lesen und seine Philosophie befolgen! |
 | Welche Benefizaktionen würden Sie unternehmen, wenn Sie Millionär wären? Schulen in Afrika bauen. |
 | Was kommt nach dem Tod? Das werden wir alle erst DANN wissen! |
 | Gibt es eine Seele? Ja!!!! |
 | Ihre guten und schlechten Eigenschaften? Meine guten Eigenschaften: Auf mich ist immer Verlass, ich arbeite sehr schnell, bin spontan, hilfsbereit, immer freundlich. Ich bin Perfektionistin - manche nervt das!
Meine schlechten Eigenschaften: Ich sage immer, was ich denke ... das kommt hier in den USA nicht so gut an. |
 | Was ist Schönheit? Schönheit ist Ansichtssache. Was ich schön finde, finden andere of hässlich und umgekehrt. |
 | Was würden Sie gerne öfter in Ihrem Leben gemacht haben, wenn Sie in den letzten Stunden vor dem Tode liegen würden? Ich hoffe, dass ich all das gemacht habe, was ich in meinem Leben machen wollte, wenn es soweit ist. |
KONSUMENT
 | Sind Sie eher sparsam oder geben Sie gerne Geld aus? Das kommt darauf an - manchmal bin ich zu geizig für Kleinigkeiten, wie z.B. neue Schnürsenkel für meine Sportschuhe, andererseits gebe ich ohne zu überlegen 500 Euro für einen Hut von Maik Schulz aus - aber das verstehen nur absolute Hutliebhaber.
Was ich allerdings nie mache: Konto überziehen oder auf Kredit leben, das ist für mich ein absolutes Tabu. Als Freiberuflerin arbeite ich eben mehr, wenn ich mehr Geld brauche. |
 | Gehen Sie gerne Shoppen? Oder hassen Sie es, einkaufen gehen zu müssen? Warum? Ja und nein. In New York oder Chicago gehe ich sehr gerne shoppen, hier in Deutschland weniger - außer zu Hut-Hanne in Stuttgart, wo es Maik Schulz Hüte gibt. Ansonsten finde ich Shoppen lästig - ich hasse es, Klamotten anzupropieren - rein in die Kabine, raus aus der Kabine und meistens finde ich in meiner Größe sowieso nichts, weil mittlerweile die Durchschnittsgröße für Damenmode in Deutschland 40 ist. Eine Hose in 34 zu finden ist fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden und 36 rutscht an mir runter wie ein nasser Sack. In USA hat man es in dieser Hinsicht leichter, deshalb macht mir Shoppen dort mehr Spaß. |
 | Kommen Sie mit Ihrem geplanten Einkauf nach Hause, oder haben Sie zusätzliches Geld für ungeplante Dinge ausgegeben? Normalerweise kaufe ich nichts ungeplantes - außer, ich komme an einem Buchladen vorbei ... |
 | Begleiten Sie gerne andere Menschen, um sie beim Einkaufen zu beraten? Werden Sie gerne beim Einkaufen begleitet? Nein, ungern. Ich hasse es, warten zu müssen, während eine Freundin etwas anprobiert. Ich selbst gehe gerne alleine einkaufen, das macht mehr Spass. |
 | Nutzen Sie das Internet, um einzukaufen? Informieren Sie sich im Internet und kaufen Sie dann in Läden, oder umgekehrt? Ich kaufe nur Bücher online, bei Amazon. |
 | Bezahlen Sie üblicherweise, manchmal oder niemals mit Kreditkarte? Warum? Ich zahle lieber bar, in den USA jedoch meistens mit Kreditkarte, weil es dort so üblich ist. |
 | Lesen Sie normalerweise die Etiketten der Produkte? Welche Art von Information interessiert Sie? Mich interessiert eigentlich nur das Material. |
 | Nennen Sie uns Marken, die aktuell im Aufschwung sind: Ich habe ehrlich gesagt, keine Ahnung. Ich kaufe seit sehr vielen Jahren die gleichen Marken: Kleidung Stefanel, Schönheit Estee Lauder, Hüte Maik Schulz, Parfum Safari von Ralph Lauren, Computer nur Apple Macintosh und Handy nur Nokia. |
 | Nennen Sie uns Marken, die aktuell an Beliebtheit verlieren: Keine Ahnung, ich weiß nur, was bei meinem Sohn an Beliebtheit verloren hat: Hip Hop Klamotten von Karl Kani, SouthPole und Ecko. In ist plötzlich was der Freundin gefällt. |
 | Welchem Kriterium folgen Sie beim Einkaufen? Was Ihnen am besten gefällt, das beste innerhalb einer Kategorie, Preis-Leistungs-Verhältnis, nicht für etwas bezahlen, das man nicht benötigt, etc.? Ich kaufe nur das, was mir am besten gefällt und normalerweise nichts, was ich nicht brauche. |
 | Was ist wichtiger für Sie? Auf dem neusten Stand in Punkto Technologie, Kultur oder Mode zu sein? Aus Technologie (außer meinem Mac, meinem Nokia und meiner Nikon) und Mode mache ich mir nicht viel (außer aus Hüten), Kultur ist allerdings sehr wichtig für mich. |
 | Was schätzen Sie mehr in einem Hotelzimmer - Fernseher oder Internet? Als Journalistin natürlich das Internet! |
 | Wie bezahlen Sie Ihre Urlaubsreise? In einem Reisebüro Ihrer Stadt oder per Internet? Per Internet. |
 | Wie lange haben Sie sich schon keine Musik-CD mehr gekauft? Woher stammt die Musik, die Sie gerne hören? Die letzten CDs habe ich vor ein paar Monaten gekauft - Rammstein und eine Sinfonie von Edvard Grieg. Meine CDs kaufe ich meistens bei Amazon. |
 | Wie oft gehen Sie ins Kino? Mieten oder kaufen Sie DVDs? Laden Sie sich Filme im Internet herunter? Mindestens 1x im Monat, aber auch öfter, wenn Filme laufen, die mich interessieren. Oft kaufe ich auch DVDs mit alten Filmen. |
 | Was machen Sie mit Kleidung oder Apparaten, die Sie nicht mehr benutzen, aber noch in gutem Zustand sind? In ebay verkaufen! |
 | Was ziehen Sie vor? Filtriertes oder in Flaschen gefülltes Wasser? Plastik- oder Papiertüten? Ich trinke nur Volvic und koche auch meinen Espresso und Tee damit. Plastiktüten mag ich nicht, in Papiertüten lässt sich zudem der Papiermüll leichter sammeln. |
 | Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel Ihrer Stadt? Was für ein Fahrzeug haben Sie? Wie oft benutzen Sie es? Ich bin generell mit dem Fahrrad unterwegs. |
 | Sind Sie ein Verbraucher von No Name-Marken? Bei welchen Produkten? Wo ziehen Sie Marken vor? Eigentlich nur bei Papiertaschentüchern usw. Wie ich bereits weiter oben erwähnt habe, benutze ich schon seit Jahren die gleichen Markenprodukte - einfach, weil sie sich bewährt haben. |
 | Wenn Sie jetzt eine Erbschaft in Höhe Ihrer Einkünfte der letzten zehn Jahre machen würden, worin investierten Sie das Geld? Für ein Haus am Meer. |
 | Wie dominieren Sie den Impuls, etwas zu kaufen? Was sagen Sie zu sich selber? Brauchst du das wirklich? Die Antwort ist meistens "nein, eigentlich nicht!" Bei einem Maik Schulz Hut klappt das aber meistens nicht. Da muss ich mich fragen "Habe ich diesen Monat genug Aufträge, um mir den Hut kaufen zu können?" |
 | Welche grundlegenden Ratschläge würden Sie Ihren Kindern über den Umgang mit Geld geben? Nie Geld auszugeben, das man nicht hat und die Summe, die man nicht braucht, auf einem Tages- oder Festgeldkonto anzulegen bzw. in einen Fondssparplan zu stecken. Ich habe meinen Sohn diesbezüglich ganz gut erzogen. |
ERINNERUNGEN
 | Welche Erinnerung ist Ihre früheste, die Ihnen bis heute im Gedächtnis geblieben ist? Die Geburt meiner Schwester - ich war damals zwei Jahre alt. |
 | Wer waren früher Ihre Spielkameraden? Was spielten Sie miteinander? Meine Cousinen und Cousins. Da wir auf dem Land lebten, spielten wir meistens in den umliegenden Wäldern, kletterten auf Bäume, bauten Steinbrücken in Bächen und rasten im Winter auf Schlitten (aber mehr Spaß machte es auf Plastiksäcken) die steilen Abhänge der Wiesen hinunter. |
 | An welche Spielsachen erinnern Sie sich besonders gern? Nicht an Spielsachen, sondern an meine Tiere und meine Bücher. |
 | Was können Sie über Ihre Familie erzählen? Meine Familie ist ziemlich international: Meine Mutter lebt Norditalien (im Veneto), meine beiden Schwestern in der Schweiz (bei Zürich) und in den USA (Kalifornien). Mein Sohn lebt mit seiner Freundin zusammen in Heidelberg, und ich selbst lebe abwechselnd in Heidelberg und in den USA (Michigan). |
 | Wie war Ihre Grundschule? An welche Lehrer oder Schulkameraden erinnern Sie sich bis heute noch gut? Grässlich! Ich hatte die Lehrerinnen, die meine Mutter bereits hatte. Sie waren alle sehr alt und schlugen einen gerne mit dem Stock auf die Finger, wenn man beim Gedichteaufsagen ins Stocken geriet. |
 | Mit welchen Persönlichkeiten, Berühmtheiten oder Helden identifizierten Sie sich in Ihrer Kindheit? Eigentlich habe ich mich nie mit jemandem identifiziert, ich war immer ich selbst. Aber meine Helden waren Winnetou, Lederstrumpf und Huckleberry Finn. |
 | Wie kompliziert verlief der Übergang von Ihrer Kindheit in die Welt der Erwachsenen? Gar nicht kompliziert, ganz normal. |
 | Wie wussten Sie, was Sie tun wollten? Wie haben Sie Ihre Berufung entdeckt? Ich schrieb bereits mit 10 Jahren kleine Geschichten und meine Deutschlehrerin in der 5. Klasse schrieb unter einen Aufsatz "Das Kind hat Talent zur Schriftstellerin!" |
 | Wie oft haben Sie die Liebe Ihres Lebens gefunden? Oder Lieben, die nicht erwidert wurden? 2x - meinen Ex-Mann und meinen jetzigen Lebensgefährten Pat. |
 | Was war Ihr erster Job? Wie verlief Ihre erste berufliche Erfahrung? U.S. Army Headquarters Europe in Heidelberg. |
 | Was hat Sie wieder aufgemuntert, wenn Sie schwierige Zeiten durchlebt haben? Die Philosophie von Ernest Holmes. |
 | Was danken Sie dem Leben? Wann hatten Sie Ihrer Meinung nach Glück, wann nicht? Ich danke vor allem für meinen wunderbaren Sohn und dafür, dass ich bisher immer Glück hatte. |
 | Welche Zeit ist Ihnen besonders schön in Erinnerung geblieben? Die vielen Reisen, die ich mit meinem Sohn gemacht habe. |
 | Wenn Sie eines Tages einmal Ihre Memoiren schreiben, wie würde das Buch heißen? Alltagskatastrophen .... denn mir passieren immer genau die Dinge, die sonst niemandem passieren. |
 | Dinge, die Sie definitiv tun wollen, bevor Sie sterben: Den Atlantik auf der Queen Mary überqueren.
Whale Watching in Alaska.
Island Hopping im Südpazifik. |
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