Interview mit:Bernd Sieberichs [wunschworte]
KREATIVITÄT
 | Wie kam es, dass eine Person wie Sie kreativ wurde, und warum? Ich bin eine sprudelnde Quelle seit ich mich erinnern kann. Mein Medium war immer schon das geschriebene Wort. |
SCHREIBEN
 | Wie haben Sie angefangen, zu schreiben? Wer hat Ihre Texte damals gelesen? Jahrelang niemand außer mir. Dann kamen Zeitschriftenleser, Romanleser, Schüler und schließlich alle, die gerne Unterhaltung mit Anspruch lesen. |
 | Welches Genre bevorzugen Sie? Haben Sie einen Link, auf dem wir etwas über Ihr neuestes Werk erfahren können? www.wunschworte.de
www.schlei-zeit.de |
 | Wie verläuft Ihr kreativer Prozess? Was geschieht, bevor Sie sich hinsetzen und anfangen zu schreiben? Lesen, Leben, Lieben! Diskutieren, philosophieren, informieren! Meinung bilden, innerlich Durchplastizieren, Schreiben! Redigieren, korrigieren, publizieren! |
 | Welche Art Lektüre aktiviert in Ihnen die Lust, zu schreiben? Belletristik, Esoterik, Philosophie in Buch, Zeitung, Zeitschrift und Internet. |
 | Welche sind für Sie die Hauptzutaten einer guten Geschichte? Authentizität, Figurenzeichnung, Humor, Sinnesvielfalt, Anspruch! |
 | In welchen Schuhen fühlen Sie sich wohl? Erste Person oder dritte Person? Hängt von der Textart ab. Generell lieber auktoriales Erzählen. |
 | Welche bekannten Schriftsteller bewundern Sie am meisten? Robert B. Parker für die Dialoge.
Haruki Murakami für die metaphorische Sprachdichte und -vielfalt.
Siegfried Lenz für die Stimmung und den Humor.
Erich Kästner für alles.
Mark Twain für die pointierte Sprache.
Rilke für die aberwitzigen Formulier- und Dichtkünste. |
 | Was macht eine Person glaubhaft? Wie kreieren Sie Ihre Persönlichkeiten? Ich kenne meine Figur in allen Lebenslagen, besser als mich selbst. |
 | Sind Sie genauso gut darin, Geschichten mündlich zu überliefern? Nein! |
 | Für wen schreiben Sie in Ihrem tiefsten Inneren? Für mich, für meine Kinder und für meine Leser. |
 | Ist Schreiben eine persönliche Therapie? Sind interne Konflikte eine kreative Antriebskraft? Interne Konflikte als Humus aus persönlichen Erfahrungen sind denkbar. |
 | Nutzt Ihnen der Feedback Ihrer Leser etwas? Jede Anregung ist wertvoll. |
 | Präsentieren Sie sich bei Schriftsteller-Wettbewerben? Haben Sie schon einmal einen Preis gewonnen? Nein, nicht mehr. Ich mache alles alleine und empfinde das mittlerweile als Zeitverschwendung. Ich schreibe lieber. |
 | Zeigen Sie Ihre Manuskripte einer vertrauten Person, um ihre Meinung zu hören? Ja, immer. Meine Frau ist meine Lektorin und Muse und Co-Autorin. |
 | Glauben Sie, Ihre "eigene Stimme" bereits gefunden zu haben, oder ist man ewig auf der Suche nach ihr? Die eigene Stimme habe ich mit 13 Jahren in den ersten Gedichten gefunden und werde mich dennoch lebenslang immer wieder aufs Neue auf eine neue Suche begeben. |
 | Welche Disziplin erlegen Sie sich selber auf in Hinblick auf Ziele, Zeiten, in denen Sie schreiben, etc. Schreiben ist Fleißarbeit. Ich brauche äußeren Zeitdruck, um gut voran zu kommen. Deshalb setze ich mir selbst eine Deadline. |
 | Was umgibt Sie in Ihrem Arbeitszimmer, um Ihre Konzentration zu erhöhen? Bücher, Fotos, Bilder, Musik von Mozart, Blumen, Gerüche. Ich will möglichst viele Sinne ansprechen. |
 | Schreiben Sie auf dem Bildschirm, drucken Sie häufig Ihre Schriften aus, korrigieren Sie auf Papier...? Wie läuft der Prozess bei Ihnen ab? Recherche mit Stift auf Papier. Buchplan auf Diktiergerät und teils Papier, teils PC. Reine Schreibarbeit bei der Fertigstellung auf PC. |
 | Welche Websites besuchen Sie, um Erfahrungen auszutauschen oder Informationen zu erhalten? grenzwissenschaften.de
suchmaschinen
themenbezogene fachseiten |
 | Welche Erfahrung haben Sie mit Verlagen gemacht? Habe mich 16 Jahre mit Verlagen herumgeärgert: schlampige Arbeit, übergriffige Lektoren, verloren gegangene Manuskripte, hoffnungslos überlastete oder fachlich überforderte Lektoren und Verleger, einseitig mainstreamige Orientierung.
Meine Antwort: Ich habe den eigenen Verlag gegründet.
Nie wieder Fremdärgern!
P.S. Zum Glück gewinnt das eBook immer mehr an Bedeutung und wird am Ende nur noch einige wenige Verlage übriglassen. |
 | An welchem Projekt arbeiten Sie momentan? An drei eigenen Romanen und zwei Projekten anderer Autoren. |
 | Was raten Sie mir, was ich mit all diesen Texten machen soll, die ich seit Jahren schreibe, aber noch nie jemandem gezeigt habe? Die Frage können Sie sich nur selbst beantworten: Ratschläge sind Schläge!
Sie werden die Antwort schon finden. |
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